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Carl Gumpert

Dr. h.c. Carl Gumpert (* 1878 in Nürnberg; † 10. Juli 1955 in Ansbach) war Baumeister, Architekt und Vorgeschichtsforscher. Er gilt als der große Aufklärer der nachsteinzeitlichen Besiedelung im Ansbacher Gebiet.

In Ansbach erinnert heute der Gumpert-Gedenkstein und die Gumpertstraße an ihn.

Gumpert, selbst Sohn eines Baumeisters, kam nach Schule und Studium, das durch den Militärdienst unterbrochen wurde, 1900 von Nürnberg nach Ansbach. Hier war er als Bauführer unter dem kgl. Kreisbaurat Josef Förster tätig und u. a. beim Bau der Heil- und Pflegeanstalt (heute: Bezirksklinikum) beteiligt. Im Anschluss war er als Unternehmen selbständig. Hievon zeugen von eine Reihe von Villen in der Crailsheimstraße sowie Schalkhäuserstraße, wo er zuvor baureife Grundstücke erwarb, die Gebäude entwarf und nach Fertigstellung veräußerte. Auch die von ihm selbst und seiner Familie bewohnte Villa Gumpert in der Crailsheimstraße 20 befindet sich hier.

In Ansbach entdeckte Gumpert 1924 die erste mittelsteinzeitliche Wohngrube Deutschlands und konnte so mittelsteinzeitliche Siedlungsplätze (8000 bis 4000 v.Chr.) auf den Höhen um Ansbach im Ortsteil Eyb nachweisen, die als Eyber Wohngrube in die Fachliteratur eingegangen sind.

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