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Beim Festakt zum 100. Geburtstag der Ämter für Ländliche Entwicklung in Franken sind Ministerpräsident Markus Söder und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber zum Gratulieren gekommen.

Iphofen/Ansbach, 29. März 2023 – 100 Jahre alt und kein bisschen müde: Das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken hat zusammen mit den Ämtern aus Ober- und Unterfranken in Iphofen im Landkreis Kitzingen Geburtstag gefeiert. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber kamen neben knapp 250 Festgästen zum Gratulieren.

Die Ämter für Ländliche Entwicklung unterstützen den ländlichen Raum unter anderem mit der
Dorferneuerung, Flurneuordnung und begleiten kommunale Allianzen.

„Das Jubiläum erfüllt mich mit Stolz und Dankbarkeit. Die Ländliche Entwicklung in Bayern ist eine echte Erfolgsgeschichte, die für Gemeinschaft, Regionalität und Beteiligung steht“, so Ministerin Michaela Kaniber. „Es braucht immer einen, der anschiebt und einen, der zieht.“ Allein in Franken liefen an den drei Behörden im Moment 1100 Projekte. Die Mitarbeiter seien dabei Schrittmacher und ein Top-Backup. Die Behörde arbeite mit den Menschen und nicht gegen sie. „Es ist wichtig, die Leute vor Ort zu motivieren, damit sie mitmachen“, sagte die Staatsministerin. Es stehe die Freiwilligkeit über dem Ordnungsrecht. Mit der Wiederbelebung von Leerständen in den Ortskernen seien die Ämter am „Puls der Zeit“, so die Ministerin weiter. Das gelte auch bei den Themen Klimawandel und Anpassung an den Klimawandel und nannte die Initiative „boden:ständig“. Damit unterstützen die Ämter Menschen vor Ort oder Kommunen, die Maßnahmen schaffen, um das Wasser nach Unwettern in der Fläche zu halten und damit der Boden dort bleibt, wo er hingehört.

Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder sagte bei dem Festakt mit anschließendem Staatsempfang, die Flurbereinigung sei schon seit dem Mittelalter ein großes Thema und bewirke immer etwas Positives. „Bayern steht zum ländlichen Raum.  Er ist Zukunftsraum und die Seele Bayerns. Wir sorgen für gute medizinische Versorgung überall im Land, stärken die regionale Landwirtschaft und bringen die Digitalisierung voran“, so Söder. „Unsere Ämter für Ländliche Entwicklung machen die Region mit fit für die Zukunft.“ Er warf auch einen launigen Blick auf die drei Geburtstagskinder: Der Oberfranke gelte als „kernig“, der Unterfranke als „am fröhlichsten“ und der Mittelfranke als der „Depressivere“, stellte Markus Söder fest. „Wir haben verdammt viel Glück, in Bayern leben zu dürfen.“

Hans Popp, Alt-Bürgermeister von Merkendorf, nahm an der Podiumsdiskussion „Impulse zur Ländlichen Entwicklung“ teil. Er stammt aus einer Landwirtsfamilie. Von Kindesbeinen an habe er ein „positives Verhältnis“ zur Flurneuordnung, so der Bezirksrat. Im Jahr 2002 starteten die Dorferneuerungen in Hirschlach und Großbreitenbronn im Landkreis Ansbach. 120 Bürger beteiligten sich in 12 Arbeitskreisen. Viel ehrenamtliches Engagement, Projekte wie ein gemeinsamer Obstgarten oder der Erhalt der Kraut-Tradition schaffen Identifikation. „Die veränderte Struktur in der Landwirtschaft hat zusammen mit der Dorferneuerung dazu geführt, dass handwerkliche und kleingewerbliche Strukturen entstehen konnten“, so Hans Popp am Rande des Festakts. „Dorferneuerung ist ein Fit-for-Future-Programm.“ Letztendlich seien die Maßnahmen „Hilfe zur Selbsthilfe“ für die Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort, sagte Wolfgang Neukirchner, Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung Mittelfranken, am Rande der Veranstaltung. Es gehe darum, die Dörfer lebens- und liebenswert zu erhalten und für die Zukunft zu rüsten, stellte der Behördenchef fest.

Quelle: Pressemitteilung, Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken

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