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Was Immobilienkäufer in Ansbach wissen müssen

Der Immobilienmarkt in Ansbach boomt. Immer mehr Franken möchten in die viertgrößte Stadt der Region ziehen. Die Lage von Ansbach und die guten Finanzierungsmöglichkeiten tragen dazu bei, dass das Interesse an Wohnimmobilien groß ist. Dabei gilt es natürlich, einige Dinge zu beachten. Wie Interessenten eine gute Immobilie erkennen und worauf sie beim Kauf achten müssen, erklärt dieser Artikel.

Die Lage bestimmt den Preis

Viele Menschen sind der Meinung, dass es beim Kauf einer Immobilie einzig auf eine gute Lage ankommt. Bis zu einem gewissen Grad stimmt das auch, denn vieles lässt sich verändern, die Lage allerdings nicht. Auf der anderen Seite ist die Lage des Grundstücks, auf dem das Haus steht, durchaus relevant bei der Preisbestimmung. Wer also ein Haus in besonders guter Lage kaufen möchte, muss mit einem insgesamt höheren Preis rechnen als jemand, der ein Haus in weniger guter Lage kaufen möchte. Daneben gibt es natürlich weitere Kriterien, die den Kaufpreis bestimmen. Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist groß, dennoch gibt es auch in Ansbach und Umgebung Lagen, in denen Kaufinteressierte jederzeit eine Immobilie finden.

Ein wichtiger Punkt vor dem Immobilienkauf ist der Preisvergleich. So können Kaufwillige herausfinden, ob ihre Wunschimmobilie einen realistischen Preis hat oder ob sie möglicherweise zu teuer ist. Auch beim nächsten Schritt, dem Verkäufer ein Angebot unterbreiten, ist dieses Wissen unerlässlich. Ein erster Anhaltspunkt ist der Bodenrichtwert des Grundstücks. Den Bodenrichtwert für Ansbach oder andere Gegenden kann im Grunde jeder online einsehen. Es handelt sich dabei um einen Durchschnittswert für Grundstückspreise in der Gegend, in der das Haus liegt. Der Bodenrichtwert bezieht sich dabei immer auf das unbebaute Grundstück und wird von aktuellen Kaufpreisen abgeleitet. Achtung: Der Bodenrichtwert ist kein Verkehrswert! Daneben gibt es weitere Werte, die für Kaufinteressenten von Interesse sind:

  • der Verkehrswert oder Marktwert der Immobilie
  • der Mietpreisspiegel der Gegend
  • durchschnittliche Quadratmeterpreise für vergleichbare Immobilien

Wer sich unsicher ist, kann einen Gutachter beauftragen, der ermittelt, ob der veranschlagte Preis für die Immobilie realistisch ist oder nicht.

Staatliche Förderungsmöglichkeiten bei der Finanzierung

Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte sich frühzeitig über Fördermöglichkeiten informieren. Denn nicht nur für den Hausbau gibt es staatliche Unterstützung. Auch beim Immobilienkauf und bei der Renovierung oder Sanierung erwartet die Interessenten eine finanzielle Unterstützung, mit der sich der Kaufpreis oft besser bezahlen lässt.

Die meisten Menschen nehmen einen klassischen Kredit auf, um ihr Kaufvorhaben zu finanzieren. Gleichzeitig gibt es andere Möglichkeiten dafür. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, besser bekannt unter dem Namen KfW bietet unterschiedliche Förderprogramme an. So gibt es ein Programm speziell für Käufer von selbst genutzten Immobilien. Hier erhalten Käufer bis zu 100.000 Euro für den Kauf ihrer Wunschimmobilie. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, wie alt oder modern das Gebäude ist. Eine weitere Option ist ein Förderantrag im Rahmen einer Sanierung. Wärmepumpen, Solarzellen und andere energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen gehen oft mit hohen Kosten einher, die sich nicht immer einfach so stemmen lassen. Dafür bietet die KfW ebenfalls Förderprogramme an. Hier gilt es, sich bereits vor dem Kauf zu informieren, welche Fördermittel geeignet sind, um das eigene Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Übrigens sind auch Kombinationen aus klassischem Bankdarlehen und Förderung durch die KfW möglich, um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Ein Gespräch mit der Hausbank und der Vergleich verschiedener Kreditangebote ist dafür sinnvoll.

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Zu den Kaufnebenkosten zählen die Maklercourtage ebenso wie Steuern und Notarkosten. / Foto: Pixabay.com © geralt (CC0 Creative Commons)

Wer trägt die Maklergebühren?

Ein wichtiger Faktor beim Kauf von Immobilien aller Art ist die Suche nach geeigneten Objekten. Hier greifen die meisten Interessenten auch heute noch auf Makler zurück. Diese nehmen den potenziellen Käufern viel Arbeit ab. Sie suchen nach Objekten, organisieren Besichtigungstermine und Unterlagen und wickeln den Kauf weitestgehend ab. Gleichzeitig ist der Makler ein Kostenfaktor, zumindest, wenn es zum Kauf kommt. Lange Zeit war es so, dass der Käufer die Maklerprovision bezahlen musste. Diese liegt, je nach Region, bei rund sieben Prozent vom Kaufpreis. Eine Weile war es dann so, dass derjenige den Makler bezahlen musste, der ihn beauftragt hat. Da häufig beide Seiten – Verkäufer und Käufer – den Makler beauftragen, herrschte hier schnell Uneinigkeit, wer nun zahlen sollte. Mit einer Gesetzesänderung im Bürgerlichen Gesetzbuch ist es seit Ende 2020 so, dass Käufer und Verkäufer sich die Maklerprovision in fast allen Fällen teilen müssen. Meist zahlen beide Parteien also etwa 3,5 Prozent vom tatsächlichen Kaufpreis. Diese Kosten müssen also zum Kaufpreis addiert werden. Hinzu kommen weitere Kosten:

  • Kosten für den Notar
  • Grunderwerbssteuer
  • Grundbuchkosten
  • Kosten für den Umzug
  • Finanzierungsnebenkosten (Zinsen)
  • gegebenenfalls Modernisierungs-, Renovierungs- und Sanierungskosten

    Zu den Kaufnebenkosten zählen die Maklercourtage ebenso wie Steuern und Notarkosten. / Foto: Pixabay.com © geralt (CC0 Creative Commons)

Neben all den Kosten, die beim Hauskauf entstehen, sollten Interessenten die Vorteile einer eigenen Immobilie nicht vernachlässigen. Denn wer ein Haus oder eine Eigentumswohnung kauf, profitiert langfristig. Je nachdem, wie die Finanzierung aufgebaut ist, ist eine Immobilie innerhalb von zehn bis 30 Jahren abbezahlt und gehört dann den Käufern. Die einzigen Kosten, die natürlich weiterlaufen, sind die Wohnnebenkosten. Dazu zählen Strom, Heizkosten und andere Nebenkosten ebenso wie die Grundsteuer. Vor allem im Alter stellt das einen immensen finanziellen Vorteil dar. Wo andere Miete zahlen müssen, können Rentner in der eigenen Immobilie ihr Geld für schönere Dinge ausgeben. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, bereits bei der Wahl der Immobilie auf ein paar Kleinigkeiten zu achten. So ist es sinnvoll, bereits frühzeitig auf Barrierefreiheit zu setzen und die Möglichkeiten eines barrierefreien Umbaus im Auge zu behalten. Dazu gehört die Möglichkeit, einen Treppenlift einzubauen ebenso wie Türen, die groß genug für einen Rollator oder einen Rollstuhl sind. Sonst kann es später schnell passieren, dass ein Umzug nötig wird.

Um diese Pläne umzusetzen, gilt es, ein sinnvolles Finanzierungsangebot zu finden, um in einer realistischen Zeitspanne die Immobilie abzubezahlen. Was genau sinnvoll ist, hängt von der Einkommenssituation der Käufer ab. Es gibt verschiedene Modelle.

 

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