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Verlegung von 13 weiterer Stolpersteine in der Stadt Ansbach

Ansbach, 23. März 2023 – Seit dem Jahr 2014 gedenkt die Ansbach mit den Stolpersteinen des Künstlers Gunter Demnig an Ansbacher Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Opfer des Naziregimes wurden. Dank der Recherche des Frankenbundes in Ansbach konnten die Reihe weiter fortsetzt werden. 13 weitere Stolpersteine wurden gestern und heute im Stadtgebiet verlegt. 

Zum achten Mal werden Stolpersteine in Ansbach verlegt, um die Erinnerung wach zu halten. Der Künstler Gunter Demnig selbst kam zur Veranstaltung und verlegte die Steine zusammen mit einem städtischen Mitarbeiter vor Ort. Für musikalische Untermalung sorgte Bernd Dittl. Oberbürgermeister Deffner bedankt sich in seiner Ansprache für das Engagement des Frankenbundes bei der Recherche und betont, dass bereits 106 Steine in Ansbach verlegt worden sind. Nun kamen 13 weitere hinzu.

„Die Stolpersteine sind eine Rückschau und ein Nachzeichnen von Schicksalen“, betont Alexander Biernoth, Vorsitzender der Ansbacher Ortsgruppe des „Frankenbundes“. „Sie sind Material, dass uns auffordert, uns mit der Geschichte auseinanderzusetzen.“ Laut Biernoth werden im Februar weitere Steine verlegt. Dies sind wohl die letzten, die für jüdische Mitmenschen im Stadtgebiet angebracht werden. Als Gesamtwert wird es eine Publikation mit den Rechercheergebnissen des „Frankenbundes“ geben. Wer sich jetzt schon mehr über die nunmehr 119 Steine erfahren will, kann sich auf der Seite der Synagoge Ansbach informieren.

Als Prozession zogen die Gäste der Veranstaltung von der Eyber Straße 13, über die Bischoff-Meiser-Straße 5 zum Karlsplatz. Bei jeder Station wurde kurz verweilt und die Schicksaale der Verstorbenen beleuchtet. Alexander Bienoth bekam hier tatkräftig Unterstützung von Stefan Diezinger, Schriftführer der Ansbacher Ortsgruppe des Frankenbundes, und Dr. Wolfgang F. Reddig, Historiker und Leiter des Markgrafenmuseums und Stadtarchivs Ansbach.

Da die restlichen Stolpersteine zu weit im Stadtgebiet verteilt lagen, wurden diese am nächsten Tag verlegt. Die Schicksale der Verstorbenen wurden im Anschluss noch in der Karlshalle beleuchtet.

An folgenden Orten wurden für folgende Personen Stolpersteine in Ansbach verlegt:

  • Eyber Straße 13: Gustav Haas, Mina Haas
  • Bischof-Meiser-Straße 5: Berta Lehmann, Jonathan Lehmann
  • Karlsplatz 7: Ida Uhlfelder
  • Beckenweiherallee 2: Gabriel Wittelshöfer, Regine Wittelshöfer
  • Heilig-Kreuz-Straße 13: Max Bechhold, Marie Bechhold, Hedwig Hessdörfer
  • Feuchtwanger Straße 57: Auguste Weinschenk
  • Johannisweg 6: Hermann Gutmann, Hedwig Gutmann

 

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