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Interkommunalen Gewerbegebiet am Autobahnkreuz A6/A7 Feuchtwangen/Crailsheim

Parlamentarischer Staatssekretär Michael Theurer besuchte den Industrie- /Gewerbepark InterFranken und informierte sich direkt vor Ort über den aktuellen Stand der Entwicklungen

Feuchtwangen, 13.09.2022 – Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Michael Theurer war am 12. September zu Gast beim Zweckverband Industrie- und Gewerbepark InterFranken. Patrick Ruh, 1. Bürgermeister Stadt Feuchtwangen und Verbandsvorsitzender des Zweckverbands, sowie Zweckverbands-Geschäftsführerin Hedwig Schlund luden zu dem Austausch ins Rathaus Feuchtwangen ein, um über den aktuellen Planungsstand zu informieren. Gemeinsam mit den Beteiligten wurde darüber diskutiert, wie eine umsetzbare Lösung für die Problematik des Umbauverbotes der Stellwerke in Dombühl und Schnelldorf bis 2030 gefunden werden kann.

An dem fast zweistündigen Gespräch nahmen neben Staatssekretär Michael Theurer Artur Auernhammer (MdB), Stephen Brauer (MdL BW), Matthias Fischbach (MdL), Andreas Schalk (MdL), Markus Lüling (Bezirksrat), Dr. Jürgen Ludwig (Landrat Landkreis Ansbach) und Rainer Erdel (stellvertretender Landrat und 1. Bürgermeister Dietenhofen) teil, die sich ebenfalls stark für eine optimale Erschließung des Industrie- und Gewerbegebietes InterFranken einsetzen.

Des Weiteren wirkten Oberregierungsrat Sven-Christian Schuster (Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, Referat Schieneninfrastruktur und Eisenbahnwesen), Steffen Griep (Leiter Betrieb Netz Nürnberg der DB Netz AG) und Bernd Strobel (Kreisbaumeister in der Wirtschaftsförderung, Landkreis Ansbach) mit. Der Zweckverband Industrie- und Gewerbepark InterFranken wurde neben seiner Geschäftsführerin Hedwig Schlund und dem Verbandsvorsitzenden Patrick Ruh auch von den beiden stellvertretenden Verbandsvorsitzenden, Oswald Czech, 1. Bürgermeister Markt Schopfloch und Michael Trzybinski, 1. Bürgermeister Stadt Schillingsfürst, vertreten.

In seiner Präsentation erläuterte Patrick Ruh die Umsetzungspläne des Zweckverbands, wie auf einem interkommunalen Gewerbegebiet mit rund 81 ha Fläche am Autobahnkreuz A6/A7 Feuchtwangen/Crailsheim ein attraktiver Industriestandort mit direktem Anschluss an das Schienen- und Autobahnnetz errichtet werden soll. Patrick Ruh: „Im Rahmen unserer Bahnstrategie ist auch die Möglichkeit für Privatgleise im Industriegebiet vorgesehen. Wir planen eine kompakte, flächenoptimierte und innovative Lösung zur Verlagerung von Gütern von der Straße auf die Schiene, wodurch ein deutlicher Beitrag zur CO2-Reduzierung und damit zum Klimaschutz sowie zur Entlastung der Infrastruktur und Bürger geleistet wird.“

Jedoch behindere ein seit Januar 2021 vorliegendes Umbauverbot für die Stellwerke Dombühl und Schnelldorf die weiteren Entwicklungsschritte des Zweckverbands. Von dieser Problematik – das Umbauverbot besteht bis 2030 – sind insbesondere die Anbindung des Industrie- und Gewerbeparkes InterFranken an die bestehende Bahninfrastruktur, der Anschluss des Gewerbegebietes Dombühl sowie die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Dombühl und Wilburgstetten und die Verlängerung der der S-Bahnstrecke Ansbach – Crailsheim betroffen. Die Lösung dieser Problematik kann nur politisch und finanztechnisch auf Bundesebene in Gang gesetzt werden, so die klare Aussage aller Diskutanten – gerichtet an den parlamentarischen Staatssekretär Michael Theurer.

Theurer betonte während der Diskussion, dass ein auf Straße und Schiene bestens angebundenes Industrie- und Gewerbegebiet InterFranken für die Entwicklung des Landkreises Ansbach und des gesamten westmittelfränkischen Raums große Bedeutung entfalten kann. Darüber hinaus wird dies durch den geplanten Gleisanschluss einen wichtigen Beitrag für die dringend erforderliche Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene leisten.

Auch Herr Griep als Vertreter seitens DB Netze schilderte die Situation mit den Umbauverboten aus Sicht der DB Netze und erläuterte, wie der Ausbau der Stellwerksproblematiken im Rahmen des Bundesprogramms „Digitale Schiene Deutschland“ erfolgen könnte.

Letztendlich ging es allen Beteiligten nicht nur um eine einzelne Lösungsfindung für die regionalen Themen, sondern grundsätzlich für die vielen ähnlich gelagerten, vergleichbaren Fälle im Freistaat auf der letzten Meile im Schienengüterverkehr. Es sei deshalb eine gesamtheitliche Lösung erforderlich, die sich nur über eine nachhaltige Bundesfinanzierung für diese letzte Meile im Bundestag lösen ließe, so die Botschaft an den parlamentarischen Staatsekretär.

PStS Theurer betonte am Ende seines Besuches: „Ich werde mich für eine Priorisierung der betroffenen Strecken bei der Digitalisierung einsetzen, damit mit den Plänen und der skizzierten Zeitschiene zur Umsetzung fortgefahren werden kann. Wir wollen auf Bundesebene die Weichen für die Zukunft stellen.“

Sehr zufrieden mit der Diskussionsrunde zeigte sich Patrick Ruh, Verbandvorsitzender Zweckverband InterFranken: „Der heutige Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs Michael Theurer und der hochrangig besetzten Delegation zeigt, welchen Stellenwert das Projekt auf höchster Ebene einnimmt. Wir sind bereit für die nächsten Schritte.“

Info: Zweckverband Industrie- und Gewerbepark InterFranken

 

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