Anzeige

Mit Spannungen und mit Spannung erwartet:
Die Spielplanpräsentation am Theater Ansbach

Spielzeit-Motto 19*20: Denn sie wissen nicht, was sie tun!

Die Spielzeitpräsentation am Theater Ansbach ist ein Ereignis, auf das sich nicht zuletzt die Abonnenten und alle anderen Kulturinteressierten freuen. Doch die Programminhalte gerieten angesichts eines emotionalen Wortwechsels zwischen Noch-Intendantin Dr. Susanne Schulz und dem Vorstandsvorsitzenden des Theaters Ansbach Heribert Schmidt ein wenig in den Hintergrund. Eine Diskussion nicht gänzlich unpassend zum vorgestellten Motto der Spielzeit 19*20: Denn sie wissen nicht, was sie tun?

Beim Termin am gestrigen Dienstag, 28. Mai 2019, wurde zunächst die neue Spielzeit 2019/20 vorgestellt. Doch während der Erklärung von Dr. Schulz, warum es kein Sommertheater unter freien Himmel mit dem eigenen Ensemble geben werde, geriet die Präsentation mehr und mehr in den Hintergrund.

Unstimmigkeiten – die Hintergründe

Der Wechsel beim Personal, die Sitzplatzverteilung beim Pressegespräch im Theater Ansbach, aber auch die Körperhaltung des Vorstandvorsitzenden Heribert Schmidt hätten schon darauf schließen lassen können. Hier liegt was im Argen, genauer gesagt zwischen Intendantin Dr. Schulz und dem Vorstand.

Kurz zur Erklärung: Intendantin Dr. Schulz plante bereits das Sommertheater, als es vom Vorstand die Anordnung gab, in der kommenden Saison solle kein Sommertheater stattfinden. Für die Intendantin ist das Sommertheater ein wichtiger Bestandteil der Spielzeit, auch in Bezug auf die umliegenden Freilichttheater im Landkreis Ansbach. Doch auch auf Nachfrage wurden, laut Schulz, zu dieser Anordnung keine weiteren Diskussionen geführt. Eine genaue Begründung blieb für sie offen, und ein Gespräch sei von Seiten des Vorstandes nicht mehr gewünscht. Bis zum Zeitpunkt der Spielzeitpräsentation. Hier war es Intendantin Schulz wichtig, die Hintergründe zu Absage des Sommertheaters zu klären, insbesondere weil dadurch auch ein Teil der Einnahmen fehlen werde. Es sollte so, so Dr. Schulz, nicht zu Aussagen kommen, dass sie das Theater mit schlechten Zahlen verlassen würde.

Daraufhin gab Vorstandsvorsitzender Schmidt eine Erklärung ab: Das Ensemble würde zwei Wochen ohne die Intendantin spielen, die zu der Zeit das Theater schon verlassen haben würde. Diese Erklärung war für Dr. Schulz unsinnig, da es hierzu andere Möglichkeiten gegeben hätte und meint: Ich bin tot-traurig und ich könnte gerade wirklich heulen, dass es aufgrund nicht ausgesprochene Dinge zu solch einer Entscheidung kam, jetzt können wir nichts mehr ändern.

Aber jetzt zum eigentlichen Grund des Pressegesprächs – zur Spielzeit

Die Spielzeit 19*20 bietet Altbekanntes mit neuen Einflüssen. Ein vielfältiges Programm unter dem Motto Denn sie wissen nicht, was sie tun. Von Komödie bis hin zur Tragödie werden mit diesem Motto gesellschaftliche und politische Gegebenheiten hinterleuchtet. So ist auch das Programmheft aufgebaut:

Ein mahnendes Erinnerungsbuch an die brennenden Themen unserer Welt, in der der Egoismus des Menschen in zerstörerischen Spielformen unseren blauen Planeten überzieht.

*Vorwort der Intendantin, Programmheft Spielzeit*

Die Spielzeit kann ab sofort online eingesehen werden. Das dazugehörige Programm liegt im Theater und an weiteren Orten aus. Der Vorverkauf für Abonnenten startet am 1. Juni 2019. Vom 1. Juni bis 30. Juni 2019 haben Abonnenten, Vereinsmitglieder und Mitglieder der Genossenschaft Theater Ansbach ein Vorverkaufsrecht für alle Veranstaltungen. Der allgemeine Kartenvorverkauf beginnt dann am 1. Juli 2019. Karten sind telefonisch unter der Nummer 0981/ 97040-14, an der Theaterkasse oder auf der Homepage erhältlich.

 

Anzeige