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Ein Volksfest in Schalkhausen

Die neue Grundschule ist offizielle eingeweiht worden – „ein Traum“

Stellv. Schulleiterin von Schalkhausen, Elke Hummert; Foto: Mathias Neigenfind

Ansbach/Schalkhausen, 23. November 2023 – An Buß- und Bettag ist die neue Grundschule für derzeit rund 80 Kinder in Schalkhausen eingeweiht worden. Der Neubau hat 7,9 Millionen Euro gekostet, rund 3 Millionen werden bezuschusst. Die alte Schule war sanierungsbedürftig, der Elternbeirat hatte vor neun Jahren begonnen, für den Erhalt der Schule zu kämpfen.

Oberbürgermeister Thomas Deffner erinnerte sich an die Anfänge der Planungen – das ist bereits neun Jahre her. Der damalige Elternbeirat war bei ihm als Fraktionsvorsitzende der CSU, weil eigentlich die Fenster und Toiletten dringend saniert werden mussten. Da war die letzte größere Instandhaltung bereits 50 Jahre her. Als bei der Planung die möglichen Sanierungskosten des alten Schulgebäudes die Zwei-Millionenmarke überschritt, kam im Stadtrat die Idee auf, für das Geld lieber eine neue Schule zu bauen, um gleichzeitig auch die beengten Raumverhältnisse zu beheben. Der Stadtrat entschied sich für die neue Schule, nach einer langen Grundstückssuche und dem Bau konnte an Buß- und Bettag endlich die neue Schule eingeweiht werden. Für den Oberbürgermeister ist die neue Schule eine Investition in die Zukunft. Er konnte aber nicht verhehlen, dass es bei der angespannten Haushaltslage solche herausragenden Schulneubauten nicht oft geben kann. „Dieser tolle Tag für Schalkhausen kommt nur alle 3-4 Generationen vor“, so Deffner. Allerdings ist die Grundschule nun auch gleich so gebaut worden, dass die Stadt den gesetzlichen Anspruch auf eine offene Ganztagesschule nachkommen kann. Schalkhausen ist die einzige Schule, die den Anspruch nun erfüllt, das hatte den Neubau auch nochmal verteuert.

Für den Oberbürgermeister und den Stadtrat gab es viel Dank. „Wir werden unser Bestes geben, um dem Gebäude gerecht zu werden“, sagte die stellvertretende Schulleiterin Elke Hummert dankend in Richtung Stadt. „Wir sind ein kleines Team mit unterschiedlichen Talenten und wir nehmen den Bildungsauftrag sehr ernst. Die Schule ist so geworden, wie wir es uns erträumt hätten. Wir fühlen uns sehr, sehr wohl.“ Mahnend fügte sie noch hinzu, „Schalkhausen hat es verdient, erhalten zu bleiben“ und erinnert auch daran, dass es einzelne Stimmen gab, diesen kleinen Schulstandort zu schließen. Nun gibt es vieles, was es in der alten Schalkhäuser Schule einfach nicht gegeben hat: Räume für Werken, Kunst, Bücherei und IT, dazu ein eigener Bereich für die Mittagspause, eine kleine Aula und interaktive Technik in allen Räumen. Dazu gibt es ein „Klassenzimmer im Grünen“ auf dem Dach.

Staatsminister a.D. Hans Maurer übergibt ein Bild mit den ehemaligen Schulen in Schalkhausen; Foto: Mathias Neigenfind

Der ehemalige Staatsminister Hans Maurer, selbst Schulleiter und Lehrer von 1961-1970 in Schalkhausen, erinnerte mit einem Geschenk daran, dass es bereits die vierte Schule in dem Stadtteil ist. Die erste Schule war an die Kirche angebaut und wurde 1874 durch eine neue Schule auf der gegenüberliegenden Straßenseite ersetzt. Da in dieser der Schwamm war, wurde an selber Stelle 1934 eine neue Schule eingeweiht – das heutige „alte Schulhaus“. Pfarrer Jonathan Gerber segnete das Schulhaus und erinnerte daran, dass die Erwachsenen die Vorbilder für die Kinder sind.

Im Anschluss war Tag der offenen Tür und „gefühlt“ war ganz Schalkhausen zu Besuch, um die neue Schule zu bestaunen. Der Andrang glich einem Volksfest für Schalkhausen.

Die alte Grundschule in Schalkhauen ist schon ausgeräumt; Foto: Mathias Neigenfind
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