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Beeindruckende Kunstwerke toller Landschaftsszenen

Fränkisches Museum freut sich über zwei Gemälde des Nürnberger Malers Andreas Bach

Feuchtwangen, 8. Februar 2024 – Sehenswerte Neuzugänge mit besonderen Darstellungen Feuchtwanger Landschaftsszenen im Fränkischen Museum: zwei Werke des renommierten Nürnberger Malers Andreas Bach (1886-1963) bereichern seit Kurzem die wertvolle Sammlung historischer Schätze fränkischer Geschichte im Fränkischen Museum Feuchtwangen.

Beide Gemälde hat die Arbeitsgemeinschaft „Feuchtwanger Kalender“ auf Eigeninitiative von Privatbesitz erworben und nun zur großen Freude aller Beteiligten dem Museum als großzügige Schenkung übergeben.

Beide Werke zeigen nach Überzeugung der Arbeitsgemeinschaft Landschaftsszenen aus dem Feuchtwanger Gebiet mit großem Wiedererkennungswert. So bilde das Ölgemälde auf Leinwand aus dem Jahr 1923 mit dem Titel „Magd von Tribur“ den Verbindungsweg zwischen den beiden Feuchtwanger Ortsteilen Tribur und Larrieden ab. Dieser ist für die Arbeitsgemeinschaft eindeutig erkennbar an der auffälligen Pappel am Wegrand im Vordergrund, der markanten Brücke sowie den teils sichtbaren Häusern im Hintergrund. Auch auf dem zweiten Kunstwerk, einem Ölgemälde auf Holz aus dem Jahr 1924, hält Maler Andreas Bach die Landschaft am Ortsrand von Larrieden fest. Das Gemälde trage den Titel „Bauer von Larrieden“ und zeige im Fokus einen Mann mit zwei Pferden beim Pflügen des Feldes. Im Hintergrund sind grüne Wiesen und Auen sowie ein dichter Wald, entsprechend der Landschaft um Larrieden, erkennbar.

Museumsleiterin Dr. Uta Karrer ordnete beide Werke Bachs dem Spätimpressionismus zu. Geboren im Jahr 1886 in Nürnberg absolvierte Andreas Bach eine Lehre als Lithograph, besuchte Abendkurse an der Nürnberger Kunstgewerbeschule und studierte an der Akademie der Bildenden Künste München. Als freischaffender Maler fokussierte sich Bach vorwiegend auf Tierbilder sowie Darstellungen handwerklicher Tätigkeiten in Nürnberg und Franken. „Darüber hinaus war Andreas Bach Mitglied der Nürnberger Kunstgenossenschaft und erlangte mit Ausstellungen unter anderem in Dresden, Leipzig, Würzburg aber auch in Budapest und Kopenhagen national wie international großen Anerkennung“, erklärte Dr. Karrer. Als besondere Ehre wurde dem fränkischen Maler im Jahr 1961 eine große Sonderausstellung in der Fränkischen Galerie Nürnberg gewidmet. Von besonderer Bedeutung für das Fränkische Museum Feuchtwangen ist die enge Beziehung der Werke zu denen seines Zeitgenossen und Studienkollegen Claus Sperling (1890-1971), von dem das Museum ebenfalls bedeutende Werke besitzt. Die beiden Künstler studierten gemeinsam ab 1909 an der Kunstakademie München bei Heinrich von Zügel. Beide Künstler waren in Mittelfranken und insbesondere in der Gegend um Larrieden aktiv, wie Dr. Karrer informierte.

Angesichts dieses Werdegangs und künstlerischen Einflusses freuten sich Bürgermeister Patrick Ruh, Vorsitzender des Vereins für Volkskunst und Volkskunde Feuchtwangen e.V., sowie sein Vereinsstellvertreter, dritter Bürgermeister und stellvertretender Bezirkstagspräsident Herbert Lindörfer, umso mehr über die wertvolle Bereicherung der Feuchtwanger Museumssammlung. „Das hohe künstlerische Niveau des akademisch ausgebildeten Malers Andreas Bach hebt sich in beiden Gemälden mit höchst professionellen Details deutlich hervor“, schwärmte Ruh. „Gleichzeitig sorgt die Wiedererkennung der Feuchtwanger Landschaftsszenen gerade für Betrachter aus der Region für einen besonderen emotionalen Bezug“, ergänzte Lindörfer.

Ebenfalls eine gewisse persönliche Verbindung zu den Darstellungen um Tribur und Larrieden hatte auch der Vorbesitzer der beiden Gemälde. Diese hat die Arbeitsgemeinschaft „Feuchtwanger Kalender“ von Harald Hillemeier aus dem Bamberger Raum angekauft. Wie Hillemeier informierte, haben die Kunstwerke ursprünglich seinem Großvater gehört, der einst in Schopfloch lebte. Hillemeier freue sich, dass die Gemälde dank dem Fränkischen Museum langfristig in der Region bleiben und die Bürgerinnen und Bürger vor Ort an den künstlerischen Darstellungen ihrer Heimat Freude haben können.

Bis ein geeigneter Platz und Ausstellungsrahmen gefunden ist, werden die Gemälde vorerst noch im Depot des Fränkischen Museums aufbewahrt.

Quelle: Pressemitteilung, Stadt Feuchtwangen

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