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Energiesparmaßnahmen der Stadtverwaltung Dinkelsbühl

Die aktuelle energiepolitische Lage ist geprägt von einer fast völlig gekappten Gaszufuhr aus Russland, der Alarmstufe des Notfallplans Gas und den schon erfolgten Preiserhöhungen bei Strom und Gas. „Der Einkaufspreis der Stadtwerke Dinkelsbühl für Strom hat sich seit Juni 2021 vervielfacht. Beim Gas wird im nächsten Jahr ein drei- bis viermal höherer Preis erwartet“, erklärt Steffen Fensterer, kaufmännischer Leiter der Stadtwerke.

Auch die Stadtverwaltung macht sich derzeit Gedanken, wie Strom und Gas gespart werden können. In einer Gesprächsrunde wurde nun beschlossen, in der Heizperiode die Raumtemperatur in den Büros auf das zulässige Mindestmaß zu senken. Für jedes Gebäude wird derzeit geprüft, wie sich Einsparungen bei den Heizkosten am besten umsetzen lassen. Auch Nachtabsenkungen sollen so früh es geht, möglicherweise schon am Nachmittag ab 15 Uhr, eingesetzt werden. In den nicht zum Wohnen bestimmten öffentlichen Gebäuden soll es nur noch fließendes Kaltwasser geben.

Die Leuchten werden auf LED umgestellt. Es wird geprüft, inwieweit eine Nachtabschaltung beziehungsweise ein Dimmen der Straßenbeleuchtung technisch und rechtlich möglich sind. In die Kläranlage soll ein Blockkraftwerk eingebaut werden, das das erzeugte Faulgas verwendet, um 40 Prozent Energie einzusparen. Beim Einbau einer Hackschnitzel-Heizanlage im Spitalkomplex besteht die Möglichkeit, auch die Schranne mit zu versorgen. Im Hallenbad wird zukünftig auf den Warmbadetag verzichtet. Allerdings diskutiert die Energiesparrunde derzeit noch die Option, das Hallenbad und den Saunagarten temporär komplett zu schließen.

„Wir sind nicht erfreut über diese Maßnahmen, aber angesichts der angespannten Lage müssen wir alle ein wenig zurückstecken und uns ernsthafte Gedanken über unseren Energieverbrauch machen. Wir müssen uns alle an die Nase fassen und das Energiesparen als Chance zu sehen, nicht nur den Geldbeutel, sondern auch das Klima und unsere Umwelt zu schonen“, appelliert Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer an die Bevölkerung.

Quelle: Stadt Dinkelsbühl