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Spektakuläre Einblicke: Fotos von der Sanierung des zweiten Faulturms

Aktuell wird der Faulturm II auf dem Gelände der Zentralkläranlage Ansbach saniert. Um ins Innere zu gelangen, musste das riesige Bauwerk zunächst geleert werden. Nun bieten sich ungewöhnliche und seltene Perspektiven in das riesige Bauwerk, die Axel Stöhr vom Bauplanungsbüro Stöhr fotografisch festgehalten hat.

Bereits 2016 wurde der Faulturm I nach über drei Jahrzehnten im Dauerbetrieb saniert – nun folgt sein Zwilling. Jeder der Stahlriesen fasst ein Volumen von 5.000 Kubikmetern. Gefüllt sind sie normalerweise mit Reststoffen aus dem Abwasser. Spezielle Mikroorganismen fühlen sich darin sehr wohl und sind fleißig am Verarbeiten der Stoffe. Bei dem Prozess entsteht Biogas mit einem Methangehalt von etwa 60 Prozent. Dieses Gas wird im betriebseigenen Blockheizkraftwerk zu Strom und Wärme verwandelt. Während der Strom größtenteils für den Betrieb der Kläranlage eingesetzt wird, heizt die Wärme die Betriebsgebäude der Zentralkläranlage sowie die Faultürme – schließlich wollen es die Mikroorganismen schön warm haben und brauchen ganzjährig eine Temperatur von 35 bis 40 Grad Celsius. Über diesen Energiekreislauf arbeitet die Zentralkläranlage Ansbach besonders effizient und ressourcenschonend, denn sie produziert ungefähr so viel Strom wie sie zur Abwasserreinigung selbst benötigt. Das planmäßige Ende der Sanierung ist für Ende des Jahres angestrebt.

Fotos ©Axel Stöhr

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