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Innovatives Operationsverfahren bei Sodbrennen

Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am ANregiomed Klinikum Ansbach bietet ab Oktober ein neues OP-Verfahren an.

Ansbach, 22.09.2020 – Wer trotz regelmäßiger Medikamenteneinnahme unter Sodbrennen (Reflux) leidet, sucht häufig nach einer wirksameren Therapie. Ab 1. Oktober 2020 steht im ANregiomed Klinikum Ansbach dafür ein relativ neues und schonendes Operationsverfahren zur Verfügung, bei dem eine Magnetkette am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen eingesetzt wird (LINX®-System).

Prof. Dr. Thomas-Meyer. Foto: ANregiomed

„Dieses Verfahren ist speziell bei Reflux-Beschwerden geeignet, die sich medikamentös nicht durchgreifend bessern bzw. wenn der Patient nicht jahrelange Medikamente einnehmen möchte, andererseits aber keine größere Operation in Erwägung zieht“, erläutert Chefarzt Prof. Dr. Thomas Meyer. Bei der sogenannten gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD) ist der untere Schließmuskel der Speiseröhre zu schwach, in der Regel in Folge einer Lücke im Zwerchfell. Magensäure und Gallensekret können aus dem Magen in die Speiseröhre zurückfließen (Reflux). Das führende Symptom ist Sodbrennen. Weitere Beschwerden können wiederholtes Aufstoßen, chronischer Hustenreiz bis hin zu Brustschmerzen sein.

„Bisher haben wir die Erkrankung nur mit der bewährten Magenmanschette (sog. Fundoplicatio) in „Schlüsselloch“-Technik (minimal-invasiv) behandelt, bei der der obere Teil des Magens um die Speiseröhre gelegt wird, um das Zurückfließen der Magensäure in die Speiseröhre zu verhindern. Das neue Verfahren ist eine sinnvolle Ergänzung zur bisherigen operativen Behandlung“, sagt Prof. Meyer. „Alle Fachärzte der Klinik sind in der Schlüsselloch-Chirurgie umfangreich ausgebildet. Unser leitender Oberarzt Dr. Martin Balog verfügt über eine spezielle Expertise mit der neuen LINX®-Technik, weswegen wir diese ab Oktober anbieten“, so Prof. Meyer.

„Bei dieser Methode wird am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen über eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) eine kleine, flexible Kette aus Titan-Perlen mit Magnetkern eingesetzt. Die magnetische Anziehung zwischen den Perlen hält den Schließmuskel nach dem Schluckvorgang geschlossen, so dass der Rückfluss verhindert wird, Schlucken aber ohne Probleme möglich ist“, erklärt der Leitende Oberarzt Dr. Martin Balog. Dabei wird im Vergleich zur Magenmanschette ohne anatomische Veränderungen die natürliche Barriere des Körpers gegen den Reflux wiederhergestellt. Die Magnetkette funktioniert unmittelbar nach diesem Eingriff und auch Essen ist bereits kurz nach der OP wieder erlaubt. „Das Verfahren ist sicher, in vielen Studien erprobt und zugelassen und führt in den meisten Fällen zu einer Rückbildung der Beschwerden mit nachfolgender Medikamentenfreiheit und zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität“, hebt Dr. Balog hervor.

Für Fragen, Vorgespräche und -untersuchungen können ab sofort Termine über das Interdisziplinäre Diagnostikzentrum (IDZ) am Klinikum Ansbach unter Telefon 0981 484-2444 vereinbart werden. Die entsprechenden Eingriffe werden ab 1. Oktober 2020 durchgeführt. Weitere Infos gibt es außerdem im Rahmen der ANregiomed-Gesundheitsakademie bei einem Vortrag zum Thema Sodbrennen am 18. November 2020 um 18.30 Uhr im Hotel „Das Hürner“. Eine Anmeldung ist erforderlich und bereits online möglich.

UPDATE: +++ Der Vortrag am 18. November 2020 ist bereits ausgebucht. Ein weiterer Termin findet am 2. Dezember 2020 statt. +++


Quelle: ANregiomed

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