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SonnenZeit-Mitarbeiter und Ehrenamtliche überraschen Chefin mit einer Unterschriftenaktion

SonnenZeit-Geschäftsführerin Sylvia Bogenreuther staunte Anfang dieser Woche nicht schlecht, als ihre Mitarbeiter Mosab Al Fayad und Simone Kniewasser ihr einen Stapel unterschriebener Zettel hinlegten. 268 Personen fordern, dass die Stadt Ansbach weiterhin die Integrationsarbeit der SonnenZeit finanziell
unterstützt bzw. erhöht. In den vergangenen zwei Wochen sammelten Al Fayad und Kniewasser Unterschriften der Ansbacher Freiwilligen und Geflüchteten, um die Integrationsarbeit im Verein zu sichern.

Seit Anfang diesen Jahres weiß Bogenreuther, dass es die Fördermittel des Bundes für die Patenschaften nicht mehr geben wird. Auch die Förderung der Stadt Ansbach reicht nicht mehr aus. Damit entfällt ein großer Teilbereich in der SonnenZeit. Die Integrationsarbeit läuft aktiv seit Mitte 2015. Die SonnenZeit
vermittelte seitdem über 400 Patenschaften. Das Konzept ist einfach: zwei Menschen treffen sich mindestens drei Mal. Die Aktivität bestimmen sie. Die Ehrenamtlichen halfen den Migranten beim Deutschlernen, bei der Freizeitgestaltung, bei Behördenbegleitungen und Arztbesuchen sowie
mittlerweile bei der Suche nach einer Ausbildung oder einer Arbeitsstelle. Über 90 Prozent der Tandems verabreden sich öfter als drei Mal, 66 Prozent treffen sich länger als sechs Monate. In der SonnenZeit gibt es zahlreiche Veranstaltungen wie Fußballturniere, Interkulturelle Essen, Kunstworkshops und mehr. Die Unterschriften zeigen den riesigen Bedarf an Integrationsarbeit: 175 Geflüchtete setzten ihre Namen auf die Listen. Sie wollen das vertrauensvolle Umfeld in der SonnenZeit genießen und das breite Angebot weiter nutzen.

Was die SonnenZeit-Mitarbeiter während ihrer Unterschriftenaktion nicht wussten: Es gibt einen Lichtblick. Es wird eine Förderung für die nächsten sechs Monate geben. Damit ist zumindest ein Teil der Integrationsarbeit gesichert, denn dieses Geld genügt für die 30-Stunden-Stelle als Integrationsbeauftragter. Mosab Al Fayad, der seit zwei Jahren ehrenamtlich und als Praktikant die
Integrationsarbeit bei der SonnenZeit übernimmt, erhält diese Stelle. Gerade das freue das SonnenZeit-Team überaus, denn Al Fayad gelte als ein Teil der Familie, wie Simone Kniewasser es ausdrückte. Trotzdem fehlen der SonnenZeit noch 5000 Euro, um dieses Jahr „über die Runden zu kommen“. Mit Spendenaufrufen und Crowfunding-Aktionen soll das Geld in die Kasse kommen.

Spätestens nächsten Monat stellt Bogenreuther den Antrag auf Erhöhung der Zuwendungen im Handlungsfeld Integration, damit die SonnenZeit mehr Geld für ihre Integrationsarbeit bekommt. Die Unterschriftenaktion zeigt den Entscheidungsträger wie wichtig den Freiwilligen und Geflüchteten eine intensive Integrationsarbeit ist.

Text und Bild: Nicole Wrodarczyk, Sonnenzeit Agentur e.V.