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Zum letzten Mal „Glückliche Tage“

Nur noch am 31.3. und 1./2.4.2022 im Theater Ansbach zu sehen

Nur noch drei Vorstellungen gibt es von Samuel Becketts modernem Klassiker „Glückliche Tage“ am Theater Ansbach zu sehen. Die Vorstellungen sind am 31. März und 1./2. April 2022 um jeweils 20 Uhr im Kleinen Haus, um 19.30 Uhr gibt es immer eine Werkeinführung.

Mit dem Stück Glückliche Tage, 1961 in New York uraufgeführt, hat der große irische Dramatiker Samuel Beckett eine irritierende Tragikomödie geschrieben in der ein Ehepaar tapfer wartend die Augen vor einer apokalyptischen Realität verschließt. Das Leben von Winnie ist durch Stillstand geprägt, denn sie kann sich nicht bewegen. Die nötigsten Alltagsgegenstände hat sie griffbereit um sich herum liegen: Zahnbürste, Schminkutensilien, einen Sonnenschirm.  Sie kann nichts unternehmen, sie wird nichts Neues erleben.  Nach dem Aufwachen weiß sie schon, wie der Tag verlaufen wird und redet vor sich her, um so irgendwie durch den lieben langen Tag zu kommen. Ihrem Mann, Willie, geht es ähnlich. Auch, wenn er wesentlich wortkarger ist. Eine körperliche Nähe zwischen den beiden gibt es nicht, er kommentiert sporadisch aus dem Hintergrund die Selbstgespräche seiner Frau. Die Sprache hilft Winnie, am Leben zu bleiben. Zwar gehört zu den Gegenständen um sie herum auch ein Revolver, den will sie aber nicht benutzten, denn schließlich, davon ist sie jeden Morgen aufs Neue überzeugt, wird heute wieder ein glücklicher Tag.

Die Figuren in Becketts Absurden Theater sprechen über Alltag, Erinnerung, flüchtige Momente. Und es sind die einfachen Wahrheiten die sie äußern. Daraus entstehen zugleich komische, wie tragische Texte.

Glückliche Tage zählt neben Warten auf Godot und Endspiel zu Becketts erfolgreichsten Stücken.

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