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Ansbach, 2. Juli 2026 – Ab dem 1. Juli 2026 lädt die Sonderausstellung „Wie der Himmel an die Decke kam. Der Festsaal der Residenz Ansbach“ der Bayerischen Schlösserverwaltung ein, die Entstehung und die kürzlich abgeschlossene Restaurierung des bekannten Carlone-Saals in der Residenz Ansbach zu entdecken.
Der von Baumeister Leopoldo Retti entworfene Saal gehört zu den Glanzstücken der barocken Prunkräume der markgräflichen Residenz. Eine internationale Künstlergruppe, darunter die berühmten Brüder Carlo und Diego Carlone, schuf seine prachtvolle Ausstattung.
Die Sonderausstellung zeigt anschaulich, wie Carlo Carlone das monumentale Deckengemälde und Diego Carlone die kunstvollen Stuckarbeiten schufen. Sie verdeutlicht, wie diese Werke zu einem himmlischen Gesamtkunstwerk verschmolzen. Gleichzeitig dokumentiert die Schau die mehrjährige, sorgfältige Restaurierung, mit der die Bayerische Schlösserverwaltung den einzigartigen Raum für kommende Generationen bewahrt. Die Restauratoren sicherten dabei die wertvolle Originalsubstanz des rund 300 Jahre alten Saals und legten mit modernsten Methoden verborgene Details frei. Begleitende Untersuchungen erbrachten neue Erkenntnisse über die Techniken der Barockmeister.
„Der Carlone-Saal ist der Höhepunkt der Ansbacher Residenz und ein Leuchtturm barocker Raumkunst“, betont Hermann Auer, Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung. „Diese Ausstellung zeigt den Saal als Gesamtkunstwerk ebenso wie die anspruchsvolle Restaurierung.“
Besucherinnen und Besucher können den Festsaal auf einer Reise durch die Jahrhunderte erleben – von der barocken Baustelle über wechselvolle Epochen bis zur umfassenden Restaurierung der Gegenwart. Die Sonderschau macht Geschichte greifbar: Mitmach-Stationen, historische Materialien und alte Handwerkstechniken verwandeln die Ausstellung in ein Erlebnis für alle Sinne.
„Mit allen Sinnen die Entstehung und Bewahrung des Raumkunstwerks erleben, in seine Erforschung eintauchen und dem Saal Geheimnisse entlocken – das will diese Sonderausstellung“, verspricht Kuratorin Dr. Cordula Mauß.
„Kultur entspannt“ Kunst-Liegestühle laden zum Verweilen ein
Gleichzeitig strahlt die Sonderausstellung über die Schlossmauern hinaus und macht ganz Ansbach unter dem Motto „Kultur entspannt“ zur Open-Air-Galerie. An vielen Kulturorten in der Stadt stehen Liegestühle mit Motiven des „Ansbacher Himmels“, dem Deckengemälde von Carlo Carlone, und laden zum Verweilen ein. Sie schaffen Begegnungsorte und machen die Ausstellung auch außerhalb der Residenz erlebbar.
Zahlreiche Kulturinstitutionen der Stadt unterstützen die Aktion. Dazu gehören das Museum Retti Palais, das Markgrafenmuseum, die Stadtbibliothek, die Schlossbibliothek, die evangelischen Kirchen St. Gumbertus und St. Johannis, das Theater Ansbach, die Tourist-Information, das Kulturamt, die Hochschule Ansbach, das Kulturforum und Antiquitäten Eichinger.
Ein umfangreiches Begleitprogramm mit Familienführungen, Fachvorträgen und einem Restaurierungstag ergänzt das Kultur-Highlight. Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation (6,- Euro). Die Ausstellung ist vom 1. Juli bis 4. Oktober 2026 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Sonntag, vom 1. Juli bis 30. September 2026 jeweils von 13 bis 18 Uhr sowie vom 1. bis 4. Oktober 2026 von 13 bis 16 Uhr. Letzter Einlass ist jeweils 30 Minuten vor Schließung. Das Ausstellungsticket kostet 3,- Euro, die Eintrittskarte für die gesamte Residenz 6,- Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
Das Begleitprogramm zur Sonderausstellung
Gleich am ersten Ausstellungswochenende (3. bis 5. Juli 2026) wird die Schau lebendig. Den Auftakt bildet am Freitag, 3. Juli 2026, um 18.30 Uhr in der Gotischen Halle der Residenz Ansbach der Vortrag „Warum es nicht immer glänzen muss – Ein Einblick in die Denkmaltheorie und Restaurierung am Beispiel des Carlone-Saals“. Restauratorin Sandra Bucher Fiuza und Baureferentin Ingrid Irmscher geben Einblicke in die Restaurierung des Festsaals.
Am Samstag, 4. Juli 2026 um 10 Uhr erläutern die Referentinnen in der Themenführung „Kein neuer Glanz? – Die Restaurierung des Carlone-Saals“ die Maßnahmen direkt im Festsaal. Um 11.30 Uhr folgt die Familienführung „Himmelsgeflüster – Das Ansbacher Deckengemälde und seine Geheimnisse“, bei der Besucherinnen und Besucher das barocke Meisterwerk entdecken können.
Am Sonntag, 5. Juli 2026, um 10.30 Uhr lädt die szenische Themenführung „Zwischen Himmel und Herrschaft. Carlo Carlones Vision des fürstlichen Tugendstaates im Deckengemälde“ zu einem besonderen Kunst- und Geschichtserlebnis ein.
Der Eintritt zum Vortrag ist kostenfrei. Für die Führungen wird eine Gebühr von 3,- Euro (zuzüglich Eintritt) erhoben. Für Gäste unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahl wird um Anmeldung unter Telefon 0981 953839-22 (Dienstag bis Sonntag) oder an der Kasse der Residenz Ansbach gebeten.
Weitere Informationen zur Residenz Ansbach | Informationen zum Begleitprogramm für Erwachsene und Kinder
Quelle: Pressemitteilung, Pressestelle der Bayerischen Schlösserverwaltung