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Warnung vor Hitzewelle

Was hat sich in Ansbach durch den Hitzeaktionsplan vom Juli 2023 verbessert? ÖDP fragt nach!

Ansbach, 4. Juli 2025 – Wir reden über Klimaanpassung, Hitzeschutz und Flächenversiegelung. Doch was geschieht konkret in Ansbach? Was hat sich in Ansbach seit Beschluss des Hitzeaktionsplans im Sommer 2023 verbessert? Sensibilisierung und Verhaltenstipps allein reichen nicht aus. Wir brauchen verpflichtende Anteile von Grün- und Wasserflächen und schattenspendende Bäume oder Sträucher.

Verstärkte Pollenlast, das Eindringen bisher nicht heimischer Pflanzen und Insekten, die stärkere UV-Strahlung sowie vor allem die Zunahme von Hitzetagen und Hitzewellen wirken sich negativ auf die Gesundheit aus. Nachweislich haben sich aufgrund der allgemeinen Temperaturerhöhung die Zeit der Pollenbelastung für Menschen mit Allergien fast auf das gesamte Jahr ausgedehnt. Auch krankheitsübertragende Zecken und Steckmücken sind heute weit länger aktiv als früher. Bei unter fünf Grad Celsius sind Zecken nicht aktiv. Diese Temperaturen erreichen wir jedoch nur noch an wenigen Tagen im Jahr – gut für die Zecken, schlecht für uns!

Besonders problematisch ist jedoch die massive Zunahme von sogenannten „Hitzetagen“ und „Hitzewellen“, weil bei anhaltenden Temperaturen über 28 Grad und fehlender Abkühlung in den Nächten alle Organsysteme des menschlichen Körpers unter Stress geraden. Obwohl feststeht, dass wir in besonders heißen Jahren schon bis zu 8.000 Hitzetote in Deutschland hatten, wird viel zu wenig getan.

Die ÖDP fordert die konsequente Umsetzung von Teil B (Stadtgrün, Wasser, Städtebau) des Hitzeaktionsplanes und ergänzende Maßnahmen wie zum Beispiel:

  1. Neben den von der Stadt entwickelten Vorschlägen und Maßnahmen soll die Ansbacher Bevölkerung aktiv mit eingebunden werden. Bürgerinnen und Bürger sollen Vorschläge einreichen können, welche Maßnahmen sie für ihr Wohnumfeld oder stadtweit für erforderlich halten. Zum anderen können sie dabei angeben, wie sie sich u.U. selbst bei der Umsetzung von Ideen einbringen können.

  2. Schulhöfe müssen zu grünen und schattigen Flächen werden.

  3. Es soll eine interaktive Karte erstellt werden: Wo ist die Pflanzung von Sträuchern und Bäumen möglich? Akquise von Sponsoren und Baumpaten.

  4. Grünflächen, Wegränder und Randstreifen sind konsequent vor Befahrung und Abstellen von Fahrzeugen zu schützen.

  5. Aufbau und die laufende Fortschreibung eines Versiegelungs- und eines Entsiegelungskatasters.

Im öffentlichen Raum müssen die Wege so gestaltet werden, dass die Menschen vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Dazu seien neben weiteren Bäumen auch große Sonnensegel denkbar. Vorstellbar seien ferner mehr öffentliche Trinkbrunnen in Fußgängerzonen etc., damit die Menschen ihre mitgebrachten Flaschen auffüllen können und dadurch gleichzeitig auch Plastikmüll vermieden wird.

Das Thema Hitze muss im Vorfeld in die Baupläne für Straßen, Plätze, Gehwege, Gebäude einfließen, und bei allen wichtigen politische Entscheidungen mitgedacht werden.