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Veranstaltung „Worte des Unsagbaren – Lesen für die Ukraine“ wird fortgesetzt

Ansbach, 2. Juni 2022 – Das Theater Ansbach wird die wöchentlichen Lesungen „Worte des Unsagbaren – Lesen für die Ukraine“ bis auf Ende Juni (mit Ausnahme des Pfingstmontages am 6.6.) fortsetzen.
Die Veranstaltung findet immer montags um 17 Uhr im Foyer des Theater Ansbach statt, der Eintritt ist frei. Ensemblemitglieder lesen Texte ukrainischer, russischer und internationaler Autor*innen. Die nächsten Termine sind 13./20./27.6.22.

Zudem wird das Theater Ansbach ab sofort bei der Lesung, sowie allen Schauspielvorstellungen Spenden sammeln.

Die Spenden gehen über den Mittelsmann Sergej Syntik, den Leiter des Kulturpalastes Kremenchug, direkt an Flüchtlingshilfen, die sich in Kremenchug um Binnenflüchtige kümmern, vorrangig um ihnen warme Mahlzeiten zur Verfügung zu stellen und sie mit Dingen des täglichen Bedarfs zu versorgen. Die Stadt Kremenchug ist bisher zwar von direkten Angriffen verschont geblieben, ist aber ein großer Anlaufpunkt für Binnenflüchtlinge. Sergej Sytnik hat mit einem internationalen Spendenaufruf an Kulturschaffende und Kulturinstitutionen darum gebeten, sie bei dieser Aufgabe zu unterstützen.

Im Zusammenhang mit den Montagslesungen ist auch die Ausstellung „Der Totentanz der Ukraine“ weiter im Theater Ansbach zu sehen. In 12 Grafiken greift der Bochumer Künstler Peter Beckmann. Peter Beckmann beschäftigt sich seit Jahren mit der Thematik des Totentanzes. Die ersten Totentänze entstanden im Mittelalter während der schweren Pestepidemien, bei denen in einigen Landesteilen 40 – 50 % der Bevölkerung starben. Gezeigt wird im Totentanz, dass jeder jederzeit sterben kann (und muss). Da dies auch heute noch so ist, erstellt Beckmann immer wieder (in Anlehnung an diese alten) neue Totentänze. Der letzte entstand nach Beginn des Ukraine-Krieges. Peter Beckmann hat zuerst ukrainische Volkstänze gezeichnet, diesmal nur als Striche, da Menschenleben auch in diesem Krieg nichts gelten. Bei der Suche nach den „Beigaben“ fiel Beckmann dann auf, wie viel Kinderspielzeug und wie viele Briefmarken es zu dem Thema Krieg gibt (nicht nur in Russland) und er hat dann beschlossen, sich (fast ausschließlich) auf diese beiden Bereiche zu konzentrieren. Der Zyklus aus 12 Grafiken beginnt mit der Zeit vor Beginn des Krieges, dem Ausspionieren, dann folgt der Transport von Menschen und Material bis schließlich Bombardierungen und Beschießung von Städten thematisiert werden. Die Grafiken sind während der Kassenöffnungszeiten im Theater, Mo – Fr 11 – 13 und 14 – 17 Uhr und eine Stunde vor Beginn der Vorstellung zu sehen.

Quelle: Pressemitteilung, THEATER ANSBACH – Kultur am Schloss eG

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