Anzeige

Unfallrisiko auf Blaulichtfahrten: Feuerwehr schult Einsatzfahrer

An einer Brücke hat sich ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Der Fahrer ist in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Jetzt gilt es für die Feuerwehr, schnellstmöglich und sicher an die Einsatzstelle zu gelangen. Mit Blaulicht und Martinshorn steuert der Fahrer des Feuerwehrfahrzeuges dieses gekonnt durch die Straßen einer Kleinstadt. Plötzlich betritt ein unaufmerksamer Fußgänger kurz vor dem Einsatzfahrzeug die Fahrbahn, um diese zu queren. Blitzschnell muss der Fahrer jetzt richtig reagieren, um einen Zusammenprall zu verhindern.

Was in diesem Fall nur das Szenario einer Übung war, kann den Fahrern von der Feuerwehr jederzeit im realen Einsatz passieren. Um bestmöglich auf derartige Situationen vorbereitet zu sein, fand diese Woche ein Training für Einsatzfahrer in Aichau statt. Mit Hilfe des „Sondersignal- Fahrt- Trainers“, einem computergestütztem Fahrsimulator, konnten unvorhersehbares Verhalten von Verkehrsteilnehmern, Überholmanöver und Vorbeifahren unter verschiedenen Sichtbedingungen, sowie plötzliche Ereignisse und das Überqueren von Kreuzungen mit verschiedenen Vorfahrtregelungen auf einer Einsatzfahrt simuliert werden.

Die Gruppe beobachtet gespannt die Fahrt einer Teilnehmerin.
v. l. Sandra Reichert (Ausbilderin); Anika Lechner (TN FFW Bechhofen); Cindy Zierer (TN FFW Bechhofen); Holger Frohwieser (Kreisbrandinspektor); Dominic Öhl (Kommandant FFW Aichau); Thomas Müller (Kreisbrandrat); Simon Wagenländer (TN FFW Aichau). Tobias Zippold (TN FFW Bechhofen. Foto: FFW Aichau, Daniel Gögelein

Um diese Herausforderungen meistern zu können, wurden den Teilnehmern vor Beginn des Praxisteils von der Trainerin, Frau Sandra Reichert, die rechtlichen Grundlagen zu Sonder- und Wegerechten, verschiedene Fahrstrategien zur Verminderung des Unfall- und Schadensrisikos, sowie richtige Verhaltensweisen bei Stresssituationen  vermittelt.

Das Fazit der Übungsteilnehmer fiel durchweg positiv aus. Insbesondere die Sensibilisierung für Gefahrensituationen auf einer Einsatzfahrt,  welche mit einem bis zu 17-fach höherem Unfallrisiko behaftet ist, wurde lobend erwähnt.

Kreisbrandrat Thomas Müller zeigte sich zufrieden, dass 35 Teilnehmer aus 17 verschiedenen Feuerwehren dieses realitätsnahe Training absolvieren konnten. Der Fahrtrainer wird von der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg betreut und wurde von der Versicherungskammer Bayern und dem Staatsministerium des Innern finanziert.

Quelle: Kreisfeuerwehrverband Ansbach

Anzeige