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Tag der deutschen Einheit – Die Wiedervereinigung als deutsches Happy End des 20. Jahrhunderts

Ansbach, 4. Oktober 2021 – Oberbürgermeister Deffner sprach anlässlich des Tages der Deutschen Einheit am Mauerstück an der Riviera „Die Einheit Deutschlands und damit Frieden und Freiheit für alle Menschen muss unser vordergründiges gemeinsames Ziel bleiben. Diese Botschaft soll vom Tag der Deutschen Einheit ausgehen.“ Mit diesen Worten schloss die Ansprache von Oberbürgermeister Thomas Deffner im Rahmen der Gedenkstunde zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober.

Vor 60 Zuhörerinnen und Zuhörern, darunter Bezirkstagspräsident Armin Kroder, Vertreter des Ansbacher Stadtrats sowie eine Abordnung des US-Streitkräfte um Garnisonskommandantin Col. Karen Hobart, warnte der Rathauschef, das in der DDR vollzogene Unrecht nicht in Vergessenheit geraten zu lassen oder zu verklären. „Wir wollen uns, wir müssen uns die demokratischen Grundwerte als Kostbarkeit jeden Tag aufs Neue bewusstmachen und wollen die Augen nicht vor Unfreiheit und Unrecht verschließen. Eine demokratische Gesellschaft, die von ihren freiheitlichen Werten überzeugt ist, kann sich nicht damit abfinden, dass diese Werte anderswo mit Füßen getreten werden und sie hat die Verpflichtung, das auch klar und deutlich auszusprechen und zu vertreten“, so Deffner. Als Beispiel für erfolgtes Unrecht verwies der Oberbürgermeister an die Errichtung der Berliner Mauer, die sich im August zum 60. Mal jährte, und erinnerte mit der Vorstellung der Schicksale der Maueropfer Peter Fechter und Chris Gueffroy an die mindestens 140 Opfer, die allein am Berliner Teil der innerdeutschen Grenze ihr Leben verloren. Auch verwies Deffner an die letzte Hinrichtung, die vor 40 Jahren auf deutschem Boden an dem ehemaligen Stasi-Hauptmann und Finanzökonom Werner Teske wegen mutmaßlicher Fahnenflucht und vollendeter Spionage in Leipzig durchgeführt wurde.

Mit Blick auf die jüngst durchgeführte Bundestagswahl freute sich Deffner, dass die extremen Kräfte ob am linken oder am rechten Rand des politischen Spektrums an Stimmen eingebüßt haben und eine politische Landschaft vorherrsche, die weit mehrheitlich auf einen demokratischen Diskurs und eine Öffnung hin zu Europa ausgerichtet sei. „Politische Stabilität ist ein hohes Gut um das uns zahlreiche Länder beneiden und um das es sich zu kämpfen lohnt. Die Wiedervereinigung war ein historisch bedeutender Schritt, ein blutiges 20. Jahrhundert bescherte den Deutschen am Ende ein kleines Happy End“, wie der Oberbürgermeister in seinen Schlussworten betonte.

Quelle: Stadt Ansbach

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