Stiftungsprofessur Kunststofftechnik am kunststoffcampus bayern steht in den Startlöchern

Weißenburg, 6. Februar 2026 – Im vergangenen Jahr konnte das 10-jährige Jubiläum des kunststoffcampus bayern (kcb) mit einem Festakt gefeiert werden und auch die Weiterentwicklung des Technologie- und Studienzentrums nahm Fahrt auf. Nun steht die Stiftungsprofessur Kunststofftechnik, nachdem die Finanzierung gesichert werden konnte, in den Startlöchern.

Seit dem Herbst vergangenen Jahres liegt die Gesamtverantwortung des kcb in den Händen der Hochschule Ansbach. Im Rahmen der Neuaufstellung wurde bereits das Team der Ansbacher Professoren vor Ort – inklusive des neuen Gesamtleiters – ausgebaut sowie das Kompetenzprofil des Technologiezentrums gezielt geschärft. Die zukünftigen Kompetenzfelder umfassen die Themen „Smart Polymer Systems“ (u.a. Medizintechnik, Kleidung / Textilien, Verpackung und Automotive) sowie „Protective Polymer Systems“ (u.a. Arbeitsschutz, Medizin, Defense, Nachhaltigkeit und Recycling).

Prof. Dr.-Ing. Sascha Müller-Feuerstein erläutert: „Am kunststoffcampus bayern in Weißenburg bündeln wir Forschung, Lehre und Technologietransfer und schaffen eine noch engere Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft vor Ort in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises. In den vergangenen Wochen sind wir schon einige Um- und Neustrukturierungen angegangen.“

In Zukunft gibt es am kunststoffcampus bayern fünf Professuren für das Technologietransferzentrum: eine Professur Nachhaltige Kunststofftechnik, die Prof. Dr. Dmitry Rychkov inne hat, die gerade unbesetzte Professur Analytik / Chemie für die Analytik und Werkstoffkunde, die Professur „Kunststofftechnik – inklusive Leitung des Technologietransferzentrums“, die ab Februar 2026 mit Prof. Dr. Marco Wacker besetzt ist sowie die Professur „Kunststofftechnik“ von Prof. Dr. Thomas Müller-Lenhardt, der die Studiengangsleitung „Angewandte Kunststofftechnik“ inne hat. Die fünfte Professur kann nun, nachdem die Finanzierung gesichert ist, als Stiftungsprofessur ausgeschrieben werden.

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, die Große Kreisstadt Weißenburg, die Herrmann Gutmann Stiftung, die Sparkasse Mittelfranken-Süd, die VR Bank im südlichen Franken sowie insbesondere Mitglieds-Unternehmen des Fördervereins kunststoffcampus bayern e.V. beteiligen sich aktiv, um die wissenschaftliche Kompetenz dauerhaft in der Region zu verankern und die Verbindung zwischen Hochschule und Unternehmen weiter zu stärken.

In den vergangenen Monaten wurden durch Landrat Manuel Westphal, Sabine Unterlandstaettner und Stefan Meder von der Wirtschaftsförderung sowie durch den Förderverein des kcb, vertreten durch Dr. Simon Amesöder und Dr. Karl-Friedrich Ossberger, verschiedene Gespräche mit Unternehmen geführt. „Wir freuen uns nun wirklich sehr, dass wir gemeinsam – Kommunen und Wirtschaft – die Stiftungsprofessur am kunststoffcampus einrichten können. Ich bedanke mich recht herzlich bei allen Beteiligten für Ihren Einsatz. Ein gemeinsamer Kraftakt, der sich für alle Beteiligten lohnt und ein starkes Zeichen setzt für die Zukunftsfähigkeit unserer Region“, freut sich Landrat Manuel Westphal.

„Es ist ein wichtiges Zeichen für unsere Region, dass wir gemeinsam diese Stiftungsprofessur einrichten können. Mit diesem weiteren wichtigen Schritt stellen wir unseren kcb noch besser auf und sorgen dafür, dass die Kompetenzen auch direkt vor Ort – bei der regionalen Wirtschaft ankommen. Wir danken auch den politischen Gremien, die diesen Schritt ermöglicht haben“, ergänzen Dr. Simon Amesöder und Dr. Karl-Friedrich Ossberger als Vertreter des Fördervereins.

Quelle: Pressemitteilung, Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen