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Sonderausstellung im Markgrafenmuseum: „Stadtfriedhof Ansbach – Gottesacker und Steinernes Geschichtsbuch“

Ansbach, 14. April 2022 – Die Sonderausstellung „Stadtfriedhof Ansbach – Gottesacker und Steinernes Geschichtsbuch“ wird am Ostersonntag, 17. April 2022 um 11.45 Uhr eröffnet und bis zum 3. Juli 2022 gezeigt. Die Sonderausstellung an drei Standorten präsentiert den Stadtfriedhof Ansbach als einen der bedeutendsten Begräbnisstätten Deutschlands, veranstaltet von Förderverein Retti e.V., Markgrafenmuseum Ansbach, ev.-luth. Kirchengemeinde St. Johannis Ansbach.

Der alte Stadtfriedhof bei St. Johannis wurde 1521 aus hygienischen Gründen auf markgräflichen Befehl vor die Tore der Stadt verlegt. Als Standort wählte man im Süden das Areal bei der Heilig-Kreuz-Kirche, die seit dem 15. Jahrhundert als Pilgerkapelle bestand. Mit der Einführung der Reformation im Jahr 1528 befolgte man in Ansbach auch die Ratschläge Martin Luthers zur Anlage von Friedhöfen als Gottesacker. Es sollte ein Ort der Ruhe und des Gebets sein.

In der Barockzeit entstanden die markanten Gruftkapellen, die vorwiegend als adelige Familienbegräbnisse genutzt wurden. Im 19. Jahrhundert kam das Bürgertum im inneren Gräberfeld mit prächtigen Grabmonumenten hinzu. Als Leihgaben sind im Markgrafenmuseum das Begräbnisbuch von Matthias Salomon Priester „Onoldum in Requie“ der 1740er Jahre zusehen, ein bedeutender Schatz der Erinnerungskultur. Neben der Grabplatte des 18. Jahrhunderts, die den Bombenangriff von 1945 überstanden hat sind zahlreiche Originale aus dem Gemeindearchiv St. Johannis zum Ansbacher Stadtfriedhof zusehen. Schließlich schmücken die Wände des Markgrafenmuseums Stifterbilder der Renaissance und des Barock.

Das Rahmenprogramm bietet Vorträge und geführte Rundgänge an. Außerdem laden Tafeln am Außen-Chor von St. Johannis und auf dem Stadtfriedhof dazu ein, selbst auf Erkundungssuche zu gehen.

Zu der Sonderausstellung ist das Begleitbuch „Der Stadtfriedhof Ansbach“, herausgegeben von Christian Schoen und Wolfgang F. Reddig in Zusammenarbeit mit der ev.-luth. Kirchengemeinde St. Johannis, im Wifa-Verlag erschienen, dass Aufsätze zu kulturhistorischen Themen rund um den Stadtfriedhof enthält.

Rahmenprogramm:

So, 17.April, 11.45 Uhr Eröffnung der Sonderausstellung (Markgrafenmuseum) im Anschluss an den
Oster-Sonntags-Gottesdienst

So, 17.April, 14.30 Uhr Führung „Die Gruftkapellen und ihre Baumeister“,
es führt Alexander Biernoth (Stadtfriedhof)

Mi, 27.April, 16.00 Uhr Führung „Gemalte Frömmigkeit – Stifterbilder des Stadtfriedhofs“,
Dr. Wolfgang F. Reddig (Markgrafenmuseum)

Fr, 6.Mai, 16.00 Uhr, Führung, Steinernes Geschichtsbuch,
Alexander Biernoth (Stadtfriedhof)

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Fr, 13.Mai, 16.00 Uhr, Vortrag, Der Ansbacher Stadtfriedhof im 18. Jahrhundert. Matthias Salomon Priesters einzigartiger Quellenschatz, Dr. Christian Schoen (Markgrafenmuseum)

Fr, 3.Juni, 16.00 Uhr, Führung, Steinernes Geschichtsbuch, Alexander Biernoth (Stadtfriedhof)

Mi, 8.Juni, 16.00 Uhr, Vortrag, „Vögtlein, Totengräber und Leichenbitter“,
Dr. Wolfgang F. Reddig (Markgrafenmuseum)

Fr, 1.Juli, 14.30 Uhr, Führung, „Vom Kirchhof zum Gottesacker – Bestattungskultur in Ansbach“,
Dr. Wolfgang F. Reddig (Außen-Chor St. Johannis)

Quelle: Pressemitteilung Stadt Ansbach

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