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Sommersaisonbilanz Landestheater Dinkelsbühl

Dinkelsbühl, 24. August 2026 – Gleich die erste Sommersaison der neuen Intendantin Jasmin Meindl kann als Erfolg verbucht werden. 36.454 Besucherinnen und Besucher wollten die drei Abendstücke, das Kinderstück und die Sonderprogramme sehen.

Kohlhiesls Töchter – Foto: Ludwig Olah

Zahlreiche Aufführungen waren ausverkauft. Und die Reaktionen des Publikums waren ausgesprochen positiv. Vor allem die Aufführungen von „Der Räuber Hotzenplotz“ und „Kohlhiesls Töchter“ waren praktisch immer voll besetzt und bekamen regelrechte Ovationen. „Auch in der Sommerspielzeit 2026 hat das Landestheater Dinkelsbühl wieder eindrucksvoll gezeigt, dass es ein unverzichtbarer Baustein in der Kulturszene Frankens ist und auch bleiben wird“, sagt zum Abschluss Dinkelsbühls Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer. „ Die Sommerfestspiele waren ein Fest“,  resümiert Intendantin Jasmin Meindl.

Die Zuschauerzahlen liegen im guten Durchschnitt der bisherigen Sommerfestspiele in Dinkelsbühl: ein Zeichen dafür, wie sich das neue Leitungsteam im Ort und in der Region etabliert hat. Einen Anteil daran hat das Einbeziehen von Mitwirkenden aus der Stadt und ihrem weiteren Umfeld in der Produktion „Kohlhiesls Töchter“: Dabei standen in wechselnden Besetzungen 40 Chorsängerinnen und -sänger mit auf der Bühne, darunter Schülerinnen und Schüler der örtlichen Berufsfachschule für Musik. Musiker und musikalische Leitung aus Stadt und Land waren ebenfalls zusammen mit Ensemblemitgliedern und Schauspielgästen bei der Produktion dabei. Ein Weg, den Meindl weitergehen will: „Ich war wirklich beeindruckt von der Gemeinschaft, die da entstanden ist. Wie wehmütig am Schluss alle waren! Und wir haben gemeinsam so viele Menschen erreicht.“ Aus dem Stück wurde regelmäßig eine regelrechte Sommersause-Party, bei der 8425 Leute mitfeiern wollten.

Auf der Bühne gab es eine gute Mischung aus alt bekannten Darstellern und neuen Schauspielerinnen und

Der Räuber Hotzenplotz – Foto: Ludwig Olah

Schauspielern. Ein Beispiel war „Der Räuber Hotzenplotz“. Das junge und auch das erwachsene Publikum war durchgängig begeistert von dem bunten Phantasie-Spiel rund um den allseits bekannten Erz-Schurken mit dem Federhut. Auch die Schulvorstellungen funktionierten bestens: „Wir waren uns im Kollegium einig, dass Sie mit diesem Stück mehr als eine Glanzleistung abgeliefert haben“, war eine der Reaktionen. 13.313 verkaufte Karten sprechen ebenfalls für sich. Und Juliane Putzmann, die Regisseurin des Stücks, wird auch das nächste Kinderstück wieder inszenieren.

Verwaltung, Technik, Werkstatt, Kartenverkauf, Regieassistenz, Bühne, Kostüme, Regie: „Wenn es passt und das alles zusammenkommt und funktioniert, ist das ist immer ein besonderer Moment“, sagt Meindl. Und dann gibt es auch besondere Momente für die Schauspielerinnen und Schauspieler. Etwa bei den Mitsing-Passagen beim Schlagerabend „Wunder gibt es immer wieder“ und der gleichzeitigen Aufmerksamkeit für das Thema, das das Stück auch hatte: ein ganz und gar nicht didaktischer Abend zum Thema 100 Jahre Geschichte der Frau. Und auch die gut funktionierende Komödie „Eine Mords-Freundin“ hatte ordentlich Sub-Text: Es ging da auch um das Einsickern von Unmoral ins wehrlose Bürgertum des Mittelstands. Und das mit zahllosen Lachern: „Danke, dass Sie alle so engagiert die Kultur und Kunst in Dinkelsbühl bereichern“, hieß es dazu unter anderem aus dem Publikum.

Auch die Gastspiele mit der Band „Schlagertherapie“, dem Kabarettisten Christian Springer und dem Duo Jochen Schaible und Christoph Maul kamen gut an. „Es geht darum, eine Verbindung herzustellen zu den Leuten: Alles, was auf der Bühne passiert, muss etwas mit ihnen zu tun haben“, sagt die Intendantin zu ihrer Theaterarbeit. Und: „Alles in allem haben wir eine gute erste Spielzeit gehabt. Wir sind schon weit gekommen.“ Jetzt gilt es, mit dem mitgenommenen Schwung den nächsten Sommer vorzubereiten. Dr. Christoph Hammer und Jasmin Meindl stellen am 9. November das Programm für das Jahr 2027 vor. Und der Schwung geht weiter: Im Winter gibt es schließlich auch schon attraktive Stück-Angebote im Theater im Spitalhof. Unter anderem mit den Inszenierungen von „Kunst“, „Der zerbrochne Krug“, „Petterson und Findus bekommen Weihnachtsbesuch“, „Die Affäre Rue de Lourcine“ und der Uraufführung von „Der Autor und sein Prinz“.

Quelle: Pressemitteilung, Landestheater Dinkelsbühl