Anzeige

Sinbronn: +++ 10 Jahre Rettungshubschrauber „Christoph 65“ +++

Rettungshubschrauber Christoph 65 konnte am 12. Juli 2025 mit zahlreichen Gästen seinen 10. Geburtstag feiern. Mit der Indienststellung am 5. September 2015 von „Christoph 65“ am Flugplatz Dinkelsbühl-Sinbronn hatte der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Ansbach damals die zukunftsweisende Entscheidung getroffen, den neuen „Gelben Engel“ nahe am Patienten zu stationieren und so einen der letzten „weißen Flecken“ in Bayerns Luftraum zu schließen. Bei einem Notfall kann der Hubschrauber mit einer Fluggeschwindigkeit von 240 km/h so schneller ein Krankenhaus erreichen.

Mit zahlreichen Partnern wie z.B. BRK, Feuerwehr, Polizei, ADAC, Notfallseelsorgern, Blaskapelle Illenschwang und SKYDIVE Ries  konnten die Besucher viele Informationen bekommen und den Rettungshubschrauber und Einsatzfahrzeuge hautnah erleben. Für die kleinen Besucher stand eine Hüpfburg, Kinderschminken bereit und der Kuscheltierklinik Dinkelsbühl konnten die kuscheligen Patienten gebracht werden. Die Kuscheltierklinik soll Kindern auf spielerische Weise die Ängste vor medizinischen Eingriffen und Arztbesuchen nehmen.

Bei der Polizei konnten Polizeiautos und Buttons gebastelt werden oder mit Brillen den Zustand unter Drogeneinfluss oder Alkoholeinfluss ausprobiert werden. Dabei zeigte sich, dass es nicht ganz so einfach ist im Rauschzustand einen Ball zu werfen oder zu fangen.

 

Bei der Schauübung „Technische Hilfeleistung/Rettungskette“ durch die Feuerwehr und BRK wurde ein Verkehrsunfall zwischen Pkw und Radfahrer dargestellt. Der Radfahrer musste dabei reanimiert werden, der Pkw war mit zwei Personen besetzt – die Fahrerin erlitt bei dem Unfall eine schwere Rückenverletzung und musste deshalb aufwendig und schonend gerettet werden. Der Beifahrer war nur leichter verletzt. Notarzt Dr. Bernd Zollhöfer erklärte während der Übung die Tätigkeiten und Maßnahmen der Rettungskräfte und erklärte den Zuschauern, wie wichtig eine gute und funktionierende Rettungsgasse für das schnelle Erreichen der Patienten ist.

Die Rettungshunde begannen mit einer Vorstellungsrunde von Hund und -führer. Die Rettungshunde arbeiten frei (ohne Leine) und ohne Sichtkontakt zum Hundeführer. Bei einem Eignungstest wird geprüft, ob der Hund bestimmte Einflüsse wie z.B. Lärm, Feuer, Menschenmengen oder herumfliegende Gegenstände aushalten kann. Die Hunde werden immer mit einer positiven Bestärkung ausgebildet – die Arbeit muss den Hund Spaß machen. Sie sind in der Flächensuche ausgebildet und zeigen einen Fund durch Bellen oder einen „Bringsel“ an.

Die Ausbildung eines Rettungshundes dauert etwa 3-4 Jahre (bei manchen Hunden nur 2 Jahre). Die Rettungshundestaffel übt zweimal wöchentlich etwa 4 Stunden. Hundeführer müssen sich gut mit Karte und Kompass auskennen und haben alle eine Sanitätsausbildung.

 

Landrat Dr. Ludwig erklärte, dass im Herbst 2015 mit der Hubschrauberstation in Sinbronn begonnen wurde, da die Krankenhäuser sehr weit weg sind. Inzwischen fliegt Christoph 65 das Doppelte an Einsätzen, wie damals angenommen wurde – 14.000 Einsätze in 10 Jahren sprechen für sich. Im Weiteren ist in Sinbronn noch eine weitere Station für einen Volokopter geplant.

Wir sind froh und dankbar, dass wir ihn haben und froh, wenn wir ihn nicht brauchen.