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Sehr gute Chancen für Jugendliche

Mehr Ausbildungsstellen in der Region trotz Krisen

Ansbach/Weißenburg, 11. November 2022 – „Der Ausbildungsmarkt bleibt ein „Bewerbermarkt“. Das heißt, Jugendliche haben sehr gute Chancen, eine Ausbildungsstelle zu finden, zumal die Zahl der Bewerber*innen fast gleich geblieben ist, während die Zahl der Ausbildungsstellen, trotz der schwieriger werdenden gesamtwirtschaftlichen Lage wieder zugenommen hat“, erläutert Claudia Wolfinger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für AnsbachWeißenburg.


So waren mit 2.813 Ausbildungsstellen 153 beziehungsweise 5,8 Prozent mehr gemeldet als zum Ende des vorigen Berichtsjahrs. Gleichzeitig hat die Zahl der Bewerber*innen mit 1.770 um 4,4 Prozent zugenommen. Das Niveau der Berichtsjahre vor der Coronapandemie (2017/2018: 2.104, 2018/2019: 1.950) erreicht die Zahl der Bewerber*innen nicht mehr, obwohl die Zahl der Schulabgänger*innen nahezu gleich-
geblieben ist. 
Rein rechnerisch standen heuer jedem/jeder Bewerber*in rund 1,6 Ausbildungsstellen zur Verfügung und entspricht dem BewerberStellenVerhältnis von vor einem Jahr. Vor zehn Jahren war das Verhältnis zwischen Bewerber*innen und Stellen noch nahezu ausgewogen.

Die meisten gemeldeten Bewerber*innen, 1.046 beziehungsweise 59,1 Prozent, haben eine Berufsausbildung begonnen. Eine weitere Schule, ein Studium oder ein Praktikum absolvieren 371 Bewerber*innen beziehungsweise 21,0 Prozent. 96 Bewerber*innen beziehungsweise 5,4 Prozent gehen mittlerweile einer Erwerbstätigkeit nach, 26 oder 1,5 Prozent benötigen noch eine Fördermaßnahme, bevor es für sie weitergeht. 23 Bewerber*innen beziehungsweise 1,3 leisten einen gemeinnützigen oder sozialen Dienst wie zum Beispiel Bundesfreiwilligendienst. „Eine Berufsausbildung ist ein sehr guter ein Einstieg ins Erwerbsleben und legt die Basis für gute Karrierechancen. Sie bietet jungen Menschen die Möglichkeit, wertvolle praktische Berufserfahrung zu sammeln, erste Verantwortung zu übernehmen und sich stark nachgefragte Fachkenntnisse anzueignen“, ist Claudia Wolfinger überzeugt.

 

Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen nimmt zu

Von 2.813 gemeldeten Ausbildungsstellen waren Ende September 364 Stellen beziehungsweise 12,9 Prozent unbesetzt. Ein Jahr zuvor waren es noch 11,8 Prozent. Im verarbeitenden Gewerbe waren von den 955 gemeldeten Ausbildungsstellen Ende September noch 98 beziehungsweise 10,3 Prozent noch unbesetzt. Im Handel sind von den 658 Stellen noch 66 beziehungsweise zehn Prozent unbesetzt. Das Baugewerbe hat 383 Stellen gemeldet, von denen bisher noch 78 beziehungsweise 20,4 Prozent unbesetzt sind. Das Gesundheits und Sozialwesen hat 160 Stellen angeboten, von denen bislang 27 beziehungsweise 16,9 Prozent nicht besetzt werden konnten. Im Gastgewerbe konnten bis Ende September von den 94 Ausbildungsstellen 23 beziehungsweise 24,5 Prozent noch nicht besetzt werden. Flexibilität ist gefragt: Vermittlung in Ausbildung ist auch jetzt noch möglich Zum Berichtsjahresende waren in Westmittelfranken mit 13 Bewerber*innen weniger als ein Prozent der Ausbildungssuchenden unversorgt. Im letzten Jahr hatten zum Ausbildungsstart 19 Jugendlichen noch keinen Ausbildungsvertrag unterzeichnet. Für junge Menschen, die bis jetzt noch keinen Ausbildungsplatz haben, bieten sich immer noch viele Möglichkeiten. Rein rechnerisch stehen jedem unversorgten Jugendlichen noch fast 28 unbesetzte Ausbildungsstellen zur Verfügung. Dafür ist Flexibilität auf Seiten der Jugendlichen nötig, auch über alternative Ausbildungsberufe nachzudenken. Aber auch Betriebe sollten schwächeren Bewerber*innen eine Chance geben. Hier können wir mit einer Förderung zum Beispiel im Rahmen der Assistierten Ausbildung unterstützen. Gerne helfen unsere Berufsberatung und unser Arbeitgeberservice, den „Suchradius“ auf beiden Seiten zu vergrößern“, empfiehlt Claudia Wolfinger.

 

Ausbildungssituation in der Stadt Ansbach

In der Stadt Ansbach standen im Verlauf des Jahres 315 Bewerber*innen insgesamt 558 Ausbildungsstellen gegenüber; das entspricht 1,77 Ausbildungsstellen pro Bewerber*in. 68 Ausbildungsstellen (12,2 Prozent) waren Ende September noch unbesetzt. Im Handel sind von den 139 Stellen noch 27 beziehungsweise 19,4 Prozent unbesetzt. Im verarbeitenden Gewerbe waren von den 117 gemeldeten Ausbildungsstellen Ende September noch sechs beziehungsweise 5,1 Prozent noch unbesetzt. Das Gesundheits- und Sozialwesen hat 49 Stellen angeboten, von denen bislang fünf beziehungsweise 10,2 Prozent nicht besetzt werden konnten. Das Baugewerbe hat 22 Stellen gemeldet, von denen nahezu alle besetzt waren. Im Gastgewerbe konnten von den zehn Ausbildungsstellen nahezu alle besetzt werden. Unversorgte Bewerber*innen gab es nahezu keine mehr, 143 Bewerber*innen beziehungsweise 45,4 Prozent haben eine Berufsausbildung begonnen. 75 Bewerber*innen oder 23,8 Prozent absolvieren eine weitere Schule, ein Studium oder ein Praktikum. Eine Erwerbstätigkeit haben 20 Bewerber*innen beziehungsweise 6,3 Prozent aufgenommen. Fünf Bewerber*innen beziehungsweise 1,6 Prozent benötigen noch eine Fördermaßnahme, bevor es für sie weitergeht. Weitere fünf Bewerber*innen beziehungsweise 1,6 Prozent leisten einen gemeinnützigen oder sozialen Dienst wie zum Beispiel Bundesfreiwilligendienst.

Ausbildungssituation im Landkreis Ansbach

Auch im Landkreis Ansbach gab es mehr Stellen als Bewerber*innen: 1.059 Bewerber*innen und 1.568 Stellen wurden gezählt, also rund 1,5 Stellen pro Bewerber*in. 240 Ausbildungsstellen (15,3 Prozent) waren Ende September noch unbesetzt. Im verarbeitenden Gewerbe waren von den 641 gemeldeten Ausbildungsstellen Ende September noch 72 beziehungsweise 11,2 Prozent noch unbesetzt. Im Handel sind von den 315 Stellen noch 31 beziehungsweise 9,8 Prozent unbesetzt. Das Baugewerbe hat 252 Stellen gemeldet, von denen bisher noch 67 beziehungsweise 26,6 Prozent unbesetzt sind. Das Gesundheits- und Sozialwesen hat 72 Stellen angeboten, von denen bislang 18 beziehungsweise 25 Prozent nicht besetzt werden konnten. Im Gastgewerbe konnten bis Ende September von den 60 Ausbildungsstellen 20 beziehungsweise 33,3 Prozent noch nicht besetzt werden. Unversorgte Bewerber*innen gab es nahezu keine mehr, 700 Bewerber*innen beziehungsweise 66,1 Prozent haben eine Berufsausbildung begonnen. 171 Bewerber*innen oder 16,1 Prozent absolvieren eine weitere Schule, ein Studium oder ein Praktikum. Eine Erwerbstätigkeit haben 57 Bewerber*innen beziehungsweise 5,4 Prozent aufgenommen. 17 Bewerber*innen beziehungsweise 1,6 Prozent benötigen noch eine Fördermaßnahme, bevor es für sie weitergeht. 13 Bewerber*innen beziehungsweise 1,2 Prozent leisten einen gemeinnützigen oder sozialen Dienst wie zum Beispiel Bundesfreiwilligendienst.

Info: Agentur für Arbeit Ansbach/Weißenburg

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