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Projekttage am Friedrich-Alexander-Gymnasium
Pflegetour ermöglicht Einblicke in die Vielfalt der Pflegeberufe
Neustadt a.d.Aisch, 11. August 2026 – Wie facettenreich Pflegeberufe sind, konnten Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Alexander-Gymnasiums Neustadt a.d.Aisch im Rahmen der Projekttage erleben. Organisiert wurde die zweitägige Pfelegtour von der Gesundheitsregionplus gemeinsam mit Kooperationspartnern des Netzwerks Pflege in Frankens Mehrregion. Ziel war es, den Gymnasiasten die unterschiedlichen Arbeitsfelder der Pflege praxisnah näherzubringen.
Der erste Projekttag führte die Schülerinnen und Schüler in die Frankenland-Klinik Bad Windsheim. Dort erfuhren sie, welche Aufgaben eine Reha-Klinik übernimmt und worin sie sich von einem Akutkrankenhaus oder einem Pflegeheim unterscheidet. Im Anschluss ging es zum Skills Lab des Zentrums für Pflegeberufe. In der realitätsnah gestalteten Lernumgebung konnten die Jugendlichen selbst aktiv werden und zum Beispiel eine Infusion vorbereiten, einen Wundverband erneuern, Blutdruck und Puls messen.
Am zweiten Projekttag stand zunächst die Klinik Neustadt a.d.Aisch auf dem Programm. Dort verfolgten die Schülerinnen und Schüler den Weg eines Patienten – von der Notaufnahme über die Diagnostik bis hin zur Station – und erhielten einen Einblick in die Abläufe eines Krankenhauses. Anschließend konnten sie selbst erfahren, wie sich verschiedene Erkrankungen auf den Alltag auswirken. Mithilfe spezieller Simulationsbrillen, die beispielsweise die Seheinschränkungen bei Grünem Star, Grauem Star oder einer diabetischen Augenerkrankung nachbilden, erlebten sie, wie stark das Sehvermögen beeinträchtigt sein kann. Darüber hinaus vermittelte eine Tremor-Simulationsmanschette, wie schwierig selbst einfache Tätigkeiten werden, wenn die Hand unkontrolliert zittert. Beim Nachzeichnen von Linien wurde den Jugendlichen eindrucksvoll bewusst, welche Herausforderungen Menschen mit solchen Einschränkungen täglich bewältigen müssen.
Den Abschluss bildete der Besuch im Johann-Gramann-Haus. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern gestalteten die Jugendlichen eine Leinwand mit vorher bunt angemalten Muscheln. Besonders beeindruckte die Vorstellung eines kleinen Jungen mit Strickmütze. Dieser KI-gestütze Roboter wird in der Einrichtung eingesetzt, um mit Bewohnerinnen und Bewohnern ins Gespräch zu kommen, Erinnerungen zu wecken und den Alltag zu bereichern. So erhielten die Schülerinnen und Schüler einen spannenden Einblick, wie digitale Technologien die Pflege sinnvoll unterstützen können. Mit der „Pflegetour“ wurde deutlich, dass Pflege weit mehr ist als die Versorgung von Menschen. Teamarbeit, medizinisches Fachwissen, Empathie, moderne Technik und der persönliche Kontakt zu Menschen gehören gleichermaßen dazu.
Quelle: Pressemitteilung, Landratsamt Neustadt a.d.Aisch Bad Windsheim