PFAS-Schaden in Katterbach: Jahresbericht der Abstromsicherungsanlage liegt vor
Ansbach, 6. Februar 2026 – Für die im Oktober 2024 in Betrieb genommene Abstromsicherung für den PFAS-Schaden auf dem Kasernengelände in Katterbach liegt nun der erste Jahresbericht vor. In der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses wurde mitgeteilt, dass dieser Bericht als nächster Schritt fachlich geprüft wird und dann die Ergebnisse anschließend veröffentlicht werden.
Die Abstromsicherung wurde im Oktober 2024 auf dem Kasernengelände in Betrieb genommen. Sie fördert Grund- und Schichtwasser zu tage und reinigt es über eine mehrstufige Filteranlage, bevor dieses in den Katterbach geleitet wird. Die Abstromsicherung war ein erforderlicher Schritt, bevor mit Sanierungsmaßnahmen im Schadenszentrum begonnen werden konnte, da die Gefahr bestand, dass Schadstoffen andernfalls ungewollt mobilisiert werden und unkontrolliert abströmen.
Die Planung der Sanierungsmaßnahmen im Schadenszentrum kam jedoch seit 2024 ins Stocken, da ein hierzu vorgelegter Entwurf einer Machbarkeitsstudie im Auftrag der US-Armee einen qualitativen Vergleich unterschiedlicher Sanierungsmethoden nicht zuließ. Übereinstimmend wurde daher behördlich ein Überarbeiten der Studie durch den Sachverständigen gefordert. Die Vorlage einer überarbeiten Studie blieb in Folge dessen jedoch aus.
Da sich das Kasernengelände sich im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland befindet, wandte sich Oberbürgermeister Thomas Deffner im November 2025 persönlich an Bundesfinanzminister Lars Klingenbeil, dessen Ministerium die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben unterstellt ist, welche für das Kasernengelänge zuständig ist. Hierauf erklärte das Bundesfinanzministerium, dass nach wie vor der Konsens zwischen allen Beteiligten besteht, dass eine Bodensanierung durchgeführt werden soll. Hierfür soll jedoch zunächst ein anderes Gutachterbüro mit einer Re-Evaluierung der Machbarkeitsstudie beauftragt werden, wobei die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gegenüber der US-Armee auf eine schnellstmögliche Vergabe des Gutachterauftrages hinwirken wird. Ungeachtet der hiermit verbundenen Verzögerungen wird die Re-Evaluierung der Machbarkeitsstudie seitens der Stadtverwaltung begrüßt und der US-Armee hierbei eine enge Abstimmung mit den deutschen Behörden zugesichert.
Die Stadt Ansbach teilt insofern auch die Zuversicht des Bundesfinanzministerium nun Lösungen im Umgang mit den PFC-Belastungen im Boden zu finden und wird hierrüber auch weiterhin proaktiv berichten.
Quelle: Pressemitteilung, Stadt Ansbach