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Obernzenn: +++ Gemeinsame Übung der Wasserwacht und Diensthundestaffel der Polizei am Obernzenner See +++

Am 27. August 2026 fand am Obernzenner See eine gemeinsame Übung der mittelfränkischen Polizei und der Wasserwacht statt. Dabei sollten u.a. das Verlasten von Diensthundeführer-Teams auf Boote zum Erreichen unzugänglicher Bereiche, der Einsatz eines Diensthundes gegen einen Scheintäter am Ufer aus einem Boot heraus, die Gewöhnung der Diensthunde an besondere Einsatzsituationen sowie an ungewohnte Fahrzeuge und neutrale Personen (z. B. Bootsführer oder Beobachter), die  Bewegungssicherheit der Diensthunde auf schwankenden Booten, der Vertrauensaufbau zwischen Diensthund und Diensthundeführer in ungewohnten Einsatzlagen geübt werden.

Die mittelfränkischen Polizei hat zur Zeit 40 Hunde, zehn Hunde sind dabei noch in Ausbildung, fünf Hunde sind fürs Maintrailing (Vermisstensuche) ausgebildet und 25 Hunde sind Schutzhunde, die Tatverdächtige aufspüren und stellen sollen. Ein Teil der Hunde sind zur Rauschgiftsuche, Sprengstoffsuche und Leichensuche ausgebildet.

Bei der Übung waren auch Junghunde, die noch in der Ausbildung sind dabei. Ein Polizeihund wird etwa zwei Jahre ausgebildet und muss dies mit einer Prüfung abschließen, anschließend kommt dann die Spezialausbildung. Die Hunde werden mit etwa 10 bis 12 Wochen von seriösen Züchtern angekauft und sind von Anfang an immer bei ihren Hundeführer. Bevorzugte Rassen sind der Malinois oder der belgische Schäferhund, aber auch andere Hunderassen sind möglich. Ein Polizeihund darf mit etwa 8 bis 10 Jahren in Pension gehen und bleibt auch da noch bei seinen Hundeführer.

Im Einsatz bei der Polizei sind auch beispielsweise Datenträgerspürhunde oder Leichenspürhunde. Datenträger wie USB-Sticks oder Handy werden von Tatverdächtigen oft versteckt bzw. getarnt, so dass man sie nicht gleich finden kann. Der Hund zeigt einen Fund durch „einfrieren“ an. Ein Leichenspürhund reagiert auf die Gase, die bei einer Verwesung entstehen und der Hundeführer, kann so das Gebiet einschränken. Die guten Hundenasen riechen sehr gut und können geringste Spuren von z.B. Drogen riechen und dem Hundeführer melden.

Da die Hunde noch nie auf einen schwankenden Untergrund eines Bootes waren und dies evtl. bei einen Einsatz nötig wäre, durften die Hunde an diesen Tag eine Bootsfahrt genießen.

Am Schluss waren die Polizeihunde auf einen Boot, als ein „Täter“ am Land drohte. Die tierischen Helfer sollten auf Befehl ins Wasser springen und den „Täter“ sichern bis der menschliche Kollege ihn festnehmen konnte. Auch diese Aufgabe haben die Hunde toll gemeistert.