Neujahrsempfang der Jungen Union Ansbach-Land und der CSU Rügland
Bauernverbandspräsident Günther Felßner über Zukunft der Landwirtschaft in der Kommunalpolitik
Rügland, 29. Januar 2026 – Der gemeinsame Neujahrsempfang der Jungen Union Ansbach-Land und der CSU Rügland in Rügland stand ganz im Zeichen der Landwirtschaft und ihrer zentralen Bedeutung für die Zukunft der Kommunalpolitik. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verbänden und der Bürgerschaft folgten der Einladung.
Den offiziellen Auftakt machte Werner Dreiskemper, Ortsvorsitzender der CSU Rügland, der die Gäste begrüßte. Anschließend führte Valentin Huber, Kreisvorsitzender der Jungen Union Ansbach-Land, in das zentrale Thema des Abends ein. Huber betonte, dass die Landwirtschaft nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein essenzieller Bestandteil des Lebensraums im ländlichen Landkreis Ansbach sei. Besonders hob er den Standort Triesdorf hervor, der mit seinen Ausbildungsprogrammen, Forschungsprojekten und innovativen Agrartechnologien ein Zukunftsprojekt für die gesamte Landwirtschaft darstelle. Huber unterstrich, dass in Triesdorf kontinuierlich Innovationen entstehen, die Modellcharakter für die gesamte Region haben. Außerdem erwähnte er den Startschuss für die Zukunftswerkstatt Schwein, ein Projekt, das die Weiterentwicklung der Schweinehaltung in Bayern unterstützt und die Verbindung von traditioneller Landwirtschaft mit modernen Methoden zeigt. Huber betonte die Notwendigkeit, die Rahmenbedingungen für Landwirte im ländlichen Raum zu weiter zu verbessern, etwa durch weniger Bürokratie, nachhaltige Infrastruktur und gezielte Förderung regionaler Projekte.
Im Hauptvortrag widmete sich Günther Felßner, Präsident des Bayerischen Bauernverbands, dem Thema „Wie die Landwirtschaft die Aufgaben für die Kommunalpolitik sieht“. Felßner machte deutlich, dass Ernährungssicherheit eine zentrale Aufgabe der Landwirtschaft ist, da sie als regionaler Nahrungsmittellieferant eine stabile Versorgung der Bevölkerung gewährleistet. Regionale Wertschöpfung, sichere Lieferketten und unabhängige Produktion seien unerlässlich, um Krisen wie Lieferengpässe abzufedern. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der Landwirtschaft als Produzent von Energie. Durch Biogas, Photovoltaik-Anlagen oder andere innovative Energieformen könne die Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energieversorgung leisten und so Nachhaltigkeit mit wirtschaftlicher Stärkung verbinden.
Ein weiterer Schwerpunkt seines Vortrags lag auf der Nachhaltigkeit beim Abbau von Ressourcen. Felßner erläuterte, wie beispielsweise Stärke als Ersatz für konventionelle Kunststoffe genutzt werden kann, um Plastikmüll zu reduzieren und gleichzeitig eine zukunftsfähige, umweltfreundliche Produktion zu sichern. Darüber hinaus sprach er über nachhaltiges Bauen und die Flächennutzung im ländlichen Raum. So könne etwa der Bau von Supermärkten weniger flächenintensiv gestaltet und stattdessen vertikal gebaut werden, um landwirtschaftliche Flächen zu schonen und moderne Infrastruktur effizient zu nutzen.
Felßner machte deutlich, dass Landwirtschaft weit mehr ist als Nahrungsmittelproduktion: Sie sei zugleich Umweltmanager, Innovationsmotor und Energielieferant – und damit ein unverzichtbarer Partner für die Kommunalpolitik.
Den Abschluss des offiziellen Teils gestaltete Landrat Dr. Jürgen Ludwig, der in seinem Schlusswort ebenfalls die Bedeutung von Nachhaltigkeit und regionaler Entwicklung hervorhob. Im Anschluss stellten sich die Kreistagskandidatinnen kurz vor, bevor die Blaskapelle Unternbibert den Abend musikalisch abrundete.
Quelle: Pressemitteilung, JU Ansbach/Land