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Nennslingen bekommt einen Baumarkt
BGU Fachmarkt eröffnet zweiten Standort in Bayern
Nennslingen, 14. August 2026 – Wer auf dem Jura eine Schraube oder eine Glühbirne benötigt, der muss für gewöhnlich lange Wege nach Weißenburg oder nach Greding in Kauf nehmen. Das ist bald vorbei. Die BGU aus Ansbach eröffnet mit dem „Versorgungswerk“ einen kleinen Ableger in Nennslingen. Gleichzeitig ist der Smartstore erst der zweite seiner Art in Bayern.
Der Laden direkt am Marktplatz hat schon eine bewegte Geschichte hinter sich. Ursprünglich der
örtliche Supermarkt, später eine Bar und zuletzt nur noch ein Lager. In den Räumlichkeiten sind die
Handwerker der BGU-Baufachmärkte aus Ansbach und Weißenburg gerade dabei das Geschäft fit für
einen Neustart zu machen. Nach dem schwäbischen Oettingen wird das kleine Nennslingen der
zweite Standort der BGU Marke „Versorgungswerk“, mit der der Ansbacher Baumarkt kleine Orte
ohne Baumarkt oder Baudiscount mit den wichtigsten Werkzeugen und Materialen für Haus, Bau und
Garten „versorgen“ will. Neben dem Supermarkt, der Apotheke, Tankstelle und der örtlichen
Sparkasse baut der Ort seine Stellung als „kleines Oberzentrum“ weiter aus und bietet somit einige
Nahversorger auch für die Gemeinden Burgsalach, Raitenbuch, Titting oder Thalmässing.

Auf etwas mehr als 100 Quadratmetern können die Kunden zwischen den wichtigsten Schrauben,
Farbe, Werkzeugen, Elektrozubehör, aber auch Lampen, Deko und verschiedenen Saisonartikel
wählen. Das Besondere: Der Store ist komplett ohne Personal aufgebaut. Zutritt erhalten die Kunden
ohne vorherige Anmeldung über ihren Personalausweis, der an einen Leser gehalten wird. Daraufhin
öffnet sich die Türe und die Kunden können die gewünschten Waren selbst aussuchen und an einer
sogenannten „Self-Checkout“-Kasse einscannen und mit EC-Karte bezahlen.
Das BGU-Team nutzt dabei eine eigentlich bereits gut funktionierende Technik. „Wir kennen die
Smartstores von den Bauernhöfen oder aus anderen Bundesländern von verschiedenen 24/7
Konzepten, die gut funktionieren“, sagt Geschäftsführer Daniel Stiegler. „Bisher gab es noch keine
vergleichbaren Projekte mit Baumarktprodukten in Bayern aber wir sind sicher, dass das gerade für
den ländlichen Bereich ein wichtiger Schritt für mehr Nahversorgung sein kann.“
Ladenschlussgesetz: Bayern erlaubt nur Sortimente wie in den 80ern
Eigentlich wollte die BGU den Store ebenfalls 24/7 zugänglich machen. Allerdings hat das bayerische
Ladenschlussgesetz Baumarktsortimente von der 24/7 Regelung explizit ausgeschlossen. Nur
Supermarktsortimente dürfen so angeboten werden, auch wenn diese längst ständig auch Schrauben
oder Bohrmaschinen im Angebot haben. Stiegler: „Erlaubt sind nur Sortimente von Supermärkten,
die wir als Kinder aus den 80er Jahren kennen“. Somit darf der neue Mini-Baumarkt in Nennslingen
lediglich von Montag bis Samstag von 6 bis 20 Uhr geöffnet haben.
Außerhalb dieser Öffnungszeiten will die BGU in einem vorderen Bereich dann aber doch noch einen
echten 24/7-Store anhängen. Wenn die Schrauben und Farben ab 20 Uhr nicht mehr verkauft
werden dürfen, dann trennen Rollläden den Baumarkt von einem kleinen Bereich für Last-Minuteund
„Hab ich vergessen“-Lebensmitteln ab, wie Stiegler sie nennt.
Dazu gehören dann Sortimente wie Nudeln, Getränke aber auch Toilettenpapier oder Hygieneartikel.
Die Eröffnung des „Versorgungswerkes“ in Nennslingen ist für Anfang Oktober geplant. Weitere
Filialen sollen demnächst folgen.
Quelle: Pressemitteilung, BGU Baugeräte-Union GmbH & Co Maschinenhandels-KG