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Musical mit Hoffnungsschimmern
Mit „Der große Gatsby“ kommt ein Jahrhundertroman in den Kreuzgang – am 4. Juni feierte das Stück eine erfolgreiche Premiere
Feuchtwangen, 5. Juni 2026 – Der Milliardär Jay Gatsby hat vordergründig vor allem eins: viel Geld. Er lebt ein luxuriöses Leben in einer Villa am Meer in unmittelbarer Nähe der Metropole New York der „wilden Zwanziger“. Und er feiert große Partys mit schillernden Gästen.
Der amerikanische Schriftsteller Jack Kerouac hat über diese berühmte Romanfigur einmal gesagt: „Niemand wird Amerika je kennen, weil niemand jemals Gatsby gekannt hat“. Denn Gatsby ist nicht nur Gatsby – Gatsby ist Amerika, ist der Spiegel einer Gesellschaft, die, traumatisiert vom 1. Weltkrieg, im Taumel die Nächte durchfeiert, die den Halt verloren hat und vielleicht gerade deshalb umso verzweifelter am „American Dream“ festhält. Nur eines zeichnet Gatsby vor allen anderen aus: Er hat trägt in sich die tiefe Hoffnung, dass es eine positive, helle Zukunft geben kann. Und diese Hoffnung ist mit der Liebe verbunden, der Liebe zu einer Frau aus seinen Jugendjahren: Daisy.
Im Feuchtwanger Kreuzgang wird diese berührende Geschichte mit viel Musik umgesetzt: Regisseur Johannes Kaetzler hat den Roman deutlich gestrafft und in ein Musical verwandelt. Die Musik wurde von Michael Reffi eigens für die Feuchtwanger Bühnenfassung komponiert und arrangiert. Das Bühnenbild stammt von Werner Brenner und die wunderbar-schimmernd-eleganten 20er-Jahre-Kostüme von Bernhard Westermann. Für die Tanzchoreografien war Konstantin Krisch verantwortlich.
Die Hauptrolle des Jay Gatsby spielt Lennart Matthiesen. Seine große Liebe, Daisy Buchanan wird von Meike Pintaske verkörpert, ihr Ehemann Tom Buchanan von Mario Schnitzler. Kirsten Schneider ist als Jordan Baker zu sehen. Joseph Reichelt spielt Nick Carraway. Ulrich Westermann ist Dan Wolfsheim. Komplettiert wird das Ensemble durch Jaes Gärtner, Niklas Kappler, Chantale Schumacher, Juliane Krug, Philipp Peters, Michael Grötzsch, Marié Detlefsen, Sophie Militzer, Ben Erik Schröter und
Tikki Marie Thöne.
Diese Inszenierung feiert die 1920er Jahre, sie feiert das Leben in all seinen Facetten mit vielschichtigen Figuren, mit Musik und Glanz – im Zentrum der faszinierende Jay Gatsby. Sie ist aber nicht nur ein Zeitbild einer verflossenen Vergangenheit: Sie spannt den Bogen zur Gegenwart. Und sie zeigt, dass Hoffnung immer möglich ist, wie überschattet die Zeiten auch sein mögen.
Karten und Informationen zu den Kreuzgangspielen gibt es auf www.kreuzgangspiele.de
Quelle: Pressemitteilung, Kreuzgangspiele und Kulturbüro