LETZTE WORTE

Petra Annemarie Schleifenheimer: Installation im Kunsthaus R3, Ansbach

Ansbach, 7. April 2026 – „Letzte Worte“ ist der Titel der Textilen Installation, mit der Petra Annemarie Schleifenheimer im Kunsthaus R3 vom Freitag, 10. April bis Sonntag, 10. Mai 2026 in Ansbach präsent ist.

23 Kissenhüllen, gefüllt mit geschredderten Kontoauszügen und von Hand mit besonderen Zitaten bedruckt,, laden Besucher und Besucherinnen ein, innezuhalten und über die Endlichkeit des Lebens sowie die Bedeutung letzter Worte nachzudenken.

„Bring mir meine Brille.“
Bei allen Zitaten, mit denen die Kissen bedruckt wurden, handelt es sich um ein letztes Wort. Was eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit den Themen Tod, Abschied und Erinnerung ermöglicht. Verstreut im Raum arrangiert, zeigen sie profan Scheinendes wie „Bring mir meine Brille“, aber auch Tiefsinniges:

„Auch wenn ich morgen sterbe, es ist mir egal.“
Diese Worte zählen zu den letzten von Vulkanologe Maurice Kraft, am Tag vor seinem Tod in Japan. Man sieht: Die Worte auf den Kissen variieren sehr in ihrer emotionalen und inhaltlichen Tiefe. Einige könnten einfache, tröstende Abschiedsgrüße sein, wie „Ich liebe dich“. Während andere tiefgründigere Reflexionen über das Leben und den Tod darstellen. Die Vielfalt an letzten Worten bietet einen berührenden Einblick in letzte Momente und Gedanken verschiedener Menschen und hebt die Einzigartigkeit jedes Lebens hervor.

„Bringt mir mein Schwanenkostüm!“
Auch mit diesen letzten Worten von Anna Pavlowa lädt die Installation dazu ein, als ein Ort der Reflexion und des Gedenkens zu dienen. Ein Ort, an dem Besucher vielleicht eigene Erinnerungen und Gefühle in Bezug auf Verlust und Abschied verarbeiten können. Durch die Wahl von Kopfkissen als Medium wird eine intime Verbindung hergestellt, da Kissen häufig mit Ruhe, Trost und Privatsphäre assoziiert werden.

„Oh, wie schade!“
Für alle, denen Paula Modersohn-Beckers letzte Worte „Oh, wie schade!“ in den Sinn kommen, weil sie noch ein weiteres letztes Wort kennen, das sie gern als Teil der Installation sehen würden, hat Petra Annemarie Schleifenheimer ein offenes Ohr. Denn ihre Arbeit gestaltet sie als „work in progress“. Während der Ausstellung sammelt sie weitere LETZTE WORTE beim Publikum mit der Einladung, selbst aktiv zu werden. Auf bereitliegenden Karten können sie Botschaften notieren, die sie der Nachwelt hinterlassen möchten – mit dem Gedanken: „Stellen Sie sich vor, Sie hätten nur noch einen letzten Satz zu sagen.“

Ort: Kunsthaus R3, Reitbahn 3 in 91522 Ansbach
Eröffnung: Freitag, 10. April 2026 um 19 Uhr
Öffnungszeiten: Mi – So 14-17 Uhr, Mi + Sa 10-13 Uhr
Künstlerinnengespräch:  Sonntag, 03. Mai 2026 von 15-17 Uhr mit Lisa Lang, Maria del Pilar und Petra Annemarie Schleifenheimer

Petra Annemarie Schleifenheimer ist freischaffende Künstlerin aus Fürth. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Installationen und Interventionen, sowie Projekte, die sich über lange Zeiträume erstrecken. Mit ihren Arbeiten ist sie regelmäßig in zahlreichen Ausstellungen präsent. Mehr Informationen zur Künstlerin und zum Atelier PAS finden Interessierte auf www.pas-kunst.de. Sie erreichen Petra Annemarie Schleifenheimer per E-Mail an hallo@pas-kunst.de.

Quelle: Pressemitteilung, Petra Annemarie Schleifenheimer