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Komödie mit Musik und italienischem Flair

Bei den Kreuzgangspielen hatte „Der Diener zweier Herren“ Premiere

Feuchtwangen, 12. Juni 2026 – Von New York nach Venedig: Nach einer erfolgreichen Premiere von „Der große Gatsby“ geht es mit der Komödie „Der Diener zweier Herren“ in die italienische Lagunenstadt. Sehr italienisch ist auch die Fassung von Achim Conrad, denn der Regisseur hat nicht nur das Original von Carlo Goldoni neu übersetzt, er hat die Handlung auch mit italienischer Musik angereichert, die live auf der Bühne vom Ensemble gespielt und gesungen wird.

Die Geschichte ist bekannt: Truffaldino (Michael Grötzsch) hat kein Geld und Hunger – der Zufall will es, dass er gleichzeitig zwei Herren dient, die natürlich nichts voneinander wissen dürfen. Durch diesen doppelten Herrendienst entstehen allerlei Verwicklungen und Turbulenzen, aus denen sich Truffaldino stets geschickt herauslügen kann. Legendär ist die Szene, in der er beide Herren gleichzeitig bei Tisch bedient – urkomisch! Eine Steigerung erfährt die Verwirrung noch dadurch, dass es sich bei einem der beiden Herren gar nicht um einen Herrn handelt, sondern um eine verkleidete Dame: Beatrice Rasponi (Jaes Gärtner). Mit Beatrice schleicht sich die Tragik in die Komödie, denn der Grund für ihre Verkleidung ist der Mord an ihrem Bruder. Und ausgerechnet ihr Geliebter Florindo Aretusi (Mario Schnitzler) steht unter Mordverdacht. Zu Herzen geht auch die Liebesgeschichte von Clarice (Meike Pintaske) und Silvio (Niklas Kappler), die alle Gefühlstemperaturen durchlebt – um sich am Ende herzerwärmend – auch für das Publikum – in die Arme zu sinken. Und auch der doppelte Diener Truffaldino erhält nicht nur die ersehnte Mahlzeit, sondern auch die Dienerin Smeraldina (Kirsten Schneider), die das Herz Truffaldinos gewinnt und durch ihre gewitzt-freche Art auch die Herzen des Publikums. Ende gut, alles gut also in einer Geschichte, die beides zugleich ist: tragisch und komisch, zum Mitfühlen und zum Mitlachen.

Wesentlich für die Feuchtwanger Inszenierung ist die Musik: An Gitarren, Ukulele und Schlagwerk brillieren Lennart Matthiesen, der den Wirt Brighella spielt, sowie Ulrich Westermann und Joseph Reichelt, die als Pantalone und Dottore auf der Bühne stehen.

Die Bühne – vor allem die Idee zu einem riesigen begehbaren Kühlschrank – stammt von Werner Brenner. Die wunderbaren Kostüme, die gekonnt zwischen Klassik und Moderne changieren, hat Heike Engelbert entworfen.

„Der Diener zweier Herren“ ist eine der berühmtesten Komödien der Welt, seit 1746 vielfach aufgeführt. In der Fassung und unter der Regie von Achim Conrad erscheint sie im Feuchtwanger Kreuzgang ganz neu, frech und frisch – und mit jeder Menge italienischem Lebensgefühl. Dieses Stück passt zum Sommer wie kaum ein anderes.

Quelle: Pressemitteilung, Kreuzgangspiele und Kulturbüro