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Hohe Waldbrandgefahr: Regierung von Mittelfranken ordnet Luftbeobachtung an

Ansbach, 29. April 2026 – Die Regierung von Mittelfranken ordnet in Abstimmung mit dem regionalen Waldbrandbeauftragten der Bayerischen Forstverwaltung für Freitag, den 01. Mai 2026 bis Sonntag, den 03. Mai 2026 Luftbeobachtung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung für den Regierungsbezirk Mittelfranken an.

Die Waldbrandgefahr in Mittelfranken hat in den vergangenen Tagen deutlich zugenommen. Hauptursache ist die fortschreitende Abtrocknung der obersten Bodenschichten in den Wäldern. Fehlende Niederschläge, anhaltend hohe Temperaturen und auffrischender Wind entziehen dem Boden derzeit schnell Feuchtigkeit. Zusätzlich verschärft die noch nicht vollständig ausgetriebene Vegetation die Lage in den Wäldern: Der schützende Effekt von Blättern und Pflanzen, die normalerweise Schatten spenden und die Feuchtigkeit im Boden halten, ist vielerorts noch nicht vollständig ausgeprägt. Gleichzeitig steigt die sogenannte Brandlast. Trockene Gräser, Laub und abgestorbenes Pflanzenmaterial sind leicht entzündlich und begünstigen eine schnelle Ausbreitung von Bränden.

In der Gesamtschau ergibt sich daraus aktuell eine hohe Waldbrandgefahr in der Region. Bereits kleinste Zündquellen können ausreichen, um Brände zu verursachen. Entsprechend ist besondere Vorsicht geboten – sowohl im Wald selbst als auch in dessen unmittelbarer Umgebung.

Nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist im Zeitraum der Befliegung keine grundlegende Entspannung der Lage zu erwarten. Ohne ergiebige Niederschläge bleibt die Waldbrandgefahr auf erhöhtem Niveau.

Die Flüge finden in den Nachmittagsstunden statt, wenn die Waldbrandgefahr durch die steigenden Temperaturen und Freizeitaktivitäten der Bevölkerung am größten ist. Wegen des schönen Wetters und des durch den Maifeiertag verlängerten Wochenendes wird auch eine erhöhte Zahl von Ausflüglern in Wald und Flur unterwegs sein.

Die Befliegung wird von ehrenamtlichen Piloten der Luftrettungsstaffel Mittelfranken durchgeführt. Neben dem Piloten befinden sich speziell ausgebildete Luftbeobachter der Feuerwehr und der Forstbehörden an Bord. Sie überwachen aus der Luft die relevanten Waldgebiete und suchen gezielt nach möglichen Brandgefahren. Sollte ein Brand entdeckt werden, wird die Feuerwehr direkt aus der Luft per Funk alarmiert und zur Brandstelle geleitet.

Folgende Stützpunkte der Luftrettungsstaffel übernehmen die Einsätze: Ansbach-Petersdorf (Freitag), Weißenburg (Samstag) und Rothenburg o.d.T. (Sonntag). Beflogen wird dabei eine festgelegte Route, die von Erlangen-Dechsendorf über Schnaittach, Hersbruck und Allersberg bis nach Pleinfeld führt. Von dort wird über Abenberg, Nürnberg-Moorenbrunn, Nürnberg-Buchenbühl und Erlangen-Tennenlohe, mit einer Schleife über Emskirchen, Wilhermsdorf, Heilsbronn und Windsbach wieder zum Ausgangspunkt zurückgeflogen. Auf diese Weise können die besonders gefährdeten Waldgebiete, z. B. der Sebalder und Lorenzer Reichswald bei Nürnberg und auch das westliche Mittelfranken aus der Luft gut eingesehen und auf mögliche Rauchentwicklung kontrolliert werden. Gefährdet sind vor allem lichte Kiefernbestände und von der Bevölkerung stark besuchte Wälder in Ballungsgebieten.

Die Regierung von Mittelfranken trägt die Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds.

Die Regierung appelliert an die Waldbesucher, folgende Regeln einzuhalten:

  • Melden Sie Waldbrände unverzüglich über die Notrufnummer 112.
  • Beachten Sie das Rauchverbot im Wald: Vom 1. März bis zum 31. Oktober ist das Rauchen im Wald untersagt.
  • Entzünden Sie kein Feuer (auch kein Grillfeuer) im oder am Wald.
  • Werfen Sie keine brennenden Zigaretten aus dem Auto.
  • Parken Sie Fahrzeuge nicht auf leicht entzündbarem Untergrund wie Wiesen oder Waldwegen, da heiße Fahrzeugkatalysatoren Brände auslösen können.

Quelle: Pressemitteilung, Regierung von Mittelfranken