Helft uns, Ronja ein Bein zu stellen!

Spendenaufruf für Ronja, die im August bei einem Rollerunfall ihr linkes Bein verlor

Die 17-jährige Ronja aus Leutershausen ist ein lebensfroher, sportbegeisterter Mensch. Fußball ist für sie mehr als ein Hobby – es bedeutet Teamgeist, Leidenschaft und Zusammenhalt. Besonders das Kicken mit ihren Mädels vom SV 67 Weinberg e.V. ist ein wichtiger Teil ihres Alltags und ihrer Identität.

Doch nach einem schweren Rollerunfall im August 2025 änderte sich ihr Leben schlagartig. Ronja verlor dabei ihr linkes Bein. Seitdem kämpft sie sich mutig Schritt für Schritt zurück – mit Hoffnung, Willenskraft und dem großen Ziel, eines Tages wieder gemeinsam mit ihrem Team auf dem Platz zu stehen.

Unter dem Motto „Ronja ein Bein stellen“ wurde jetzt ein zweckgebundenes Spendenkonto, unter anderem für Zuzahlung für die Prothesen, Rollstuhl, Physio usw. eingerichtet. Jede Hilfe – ob groß oder klein – bringt sie Schritt für Schritt zu ihrem normalen Alltag zurück. Ab einer Spende von 300 Euro können Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.

Auch sportlich wird ein starkes Zeichen der Unterstützung gesetzt:
Im Juni/Juli 2026 plant der SV 67 Weinberg e.V. ein Benefizspiel zugunsten von Ronja – weitere Infos folgen!

Foto: Markus Zahn

Wir haben Ronja im November 2025 zum Interview getroffen:

 Kannst du – soweit es für dich okay ist – erzählen, was an diesem Tag passiert ist?

„Ich war mit meinem Roller auf dem Weg zum Fußballtraining wie jeden Montag. Es war der erste Tag meiner letzten Sommerferien der Schule. Ich hatte mich richtig darauf gefreut, mit meinen Freundinnen zu kicken, Sport zu treiben und zu lachen. Ich bin ganz normal gefahren. Alles lief gut bis auf diese Kurve. Wie genau der Unfall zu Stande gekommen ist, daran kann ich mich nicht erinnern. Ich erinnere mich nur noch daran, wie sich auf einmal eine weiße Lkw-Wand vor mir auftat und ich mich total erschrocken habe. Im nächsten Moment lag ich unter dem Reifen des Lkw.

Schmerzen spürte ich zuerst nicht. Das Adrenalin hat meinen Körper ganz gut durchpumpt, deswegen wusste ich auch das Ausmaß meiner Verletzung noch nicht. Mein erster Handgriff ging zu meiner Hosentasche, in der ich zum Glück mein Handy hatte und aus Reflex direkt meine Eltern angerufen habe. Ich war voll da, richtig wach und konnte klar sprechen. Ich habe sie gebeten zu mir zu kommen. Ein Feuerwehrmann war auch da und hat sich als Ersthelfer um mich gekümmert.

Er hat mich die ganze Zeit nach meinem Namen gefragt und meinem Geburtsdatum und direkt einen Helikopter angefordert, wegen der Dringlichkeit. Ich hab ihn kaum wahrgenommen, ich war voll in meinem Film.

Ich habe mich umgedreht und mein Bein angesehen wie es unter dem Lkw gequetscht lag. Die Wunde hat sich warm durchs Blut angefühlt und sah für mich aus wie aus einem Anatomie-Buch. Alle Farben. Dann habe ich meine Eltern nochmal angerufen, da sie die Dringlichkeit der Situation ja nicht ahnen konnten. Ich hab Ihnen gesagt, dass ich sie lieb habe. Ich wusste ja nicht, wie es um meine Gesundheit steht und ich hatte Angst. Mit der Zeit kamen die Schmerzen. Wenn man da so verdreht liegt ohne zu wissen, wie es einem geht, mit sich intensivierenden Schmerzen, kommt einem jede Sekunde bis der Heli kommt wie eine Ewigkeit vor. Irgendwann habe ich nach Schmerzmitteln gefragt, weil ich es fast nicht mehr aushalten konnte. Mein Bein lag quer unter diesem Reifen und das ganze Gewicht war gefühlt darauf gequetscht. Ich habe den Lkw-Fahrer gebeten rückwärts zu fahren, um die Schmerzen zu lindern, was er tat.

Das Letzte, an das ich mich erinnere ist das Geräusch wie der Heli gelandet ist und viele Leute zu mir kamen, dann war ich endlich weg von diesen Schmerzen. Fürs erste.“

Wie geht es dir aktuell?

„Aktuell geht es mir soweit gut würde ich sagen. Ich gebe mir alle größte Mühe wieder auf die Beine zu kommen und den Mut nicht zu verlieren.

Am Anfang war ich sehr orientierungslos. Ich wusste nicht, was ich ohne zwei Beine mit mir anfangen soll. Sport war bisher immer eine Art Befreiung für mich, um von meinen Gedanken wegzukommen. Und jetzt wo ich das am meisten bräuchte, war ich mit Körper und somit auch meinem Kopf ans Bett gefesselt. Ich hatte Zeit mich auf die Situation nach der Amputation vorzubereiten, aber ich war nie wirklich bereit für das, was mich erwartet.

Durch viel Unterstützung von außen komm ich zurecht aber trotzdem fühl ich mich noch so verloren mit der Situation. Leute können meistens nur zuhören sie verstehen nicht was in meinem Kopf passiert und das können sie ja auch nicht. Ich verstehe es selbst oft genug nicht. Gerade übe ich das Laufen mit der Prothese. Ich komme zurecht, doch merke mit jedem Mal noch, was ich verloren habe. Ich habe die Erinnerung ständig bei mir.“

Welche Verletzungen hast du erlitten und wie sieht der medizinische Weg momentan für dich aus?

„Ich wurde am linken Oberschenkel amputiert. Meine Aufgabe ist es mich langsam an die Prothese zu gewöhnen und zu lernen damit zu leben. Das braucht Zeit.“

Welche Fortschritte konntest du seit dem Unfall bereits machen?

„Ich bin endlich in der Lage wieder selbständig mein Bett zu verlassen, mich selbst zu versorgen und mich mit Sachen außerhalb der Verletzung zu beschäftigen. Das Gehen muss ich ganz neu lernen und freue mich dabei über jedem Fortschritt. Alles was sonst selbstverständlich war, ist nun wieder anstrengend für mich und manchmal auch unmöglich.“

Wie unterstützt dich dein Umfeld – Familie, Freunde, Schule?

„Mega. Ohne meine Freunde und meine Familie hätte ich es niemals durch diese Zeit geschafft. Ich habe gemerkt, wer für mich da ist und bin all denen unendlich dankbar für die aufbauenden Worte und die Zeit, die sie mir schenken, um den Unfall mit mir aufzuarbeiten. Egal ob bei mir oder über Anrufe oder WhatsApp, aber auch wenn ich mal nicht dabei war. Einfach klasse solche Leute um sich zu haben, die sich so um einen Sorgen und einem helfen wieder festen Stand zu bekommen.“

Du spielst Fußball beim SV 67 Weinberg e.V.: Welche Rolle spielt deine Mannschaft für dich jetzt?

„Sie baut mich auf und zeigt mir, wo ich wieder hin will. Vielleicht nicht genauso wie davor, aber vom Kopf her. Dieser Spaß beim Sport mit einem Team ist einfach etwas Besonderes; das sollte jeder mal erfahren. Meine Mannschaft unterstützt mich, sie denkt an mich und zeigen mir, dass ich auf sie bauen kann, wenn ich sie brauche.“

Welche Ziele hast du für die nächste Zeit – gesundheitlich und persönlich?

„Ich mag wieder laufen können. Am besten ohne Krücken möglichst rund, aber das braucht alles noch. Möchte eine neue Freizeit-Aktivität finden. Und einfach wieder ins Leben zurückkehren mit meinen Freunden und meiner Familie. Und ich mag meinen Geist stärken, damit ich mich nicht ständig durchbohrt von Blicken fühle. Ich mag was finden, was mich antreibt und was meinem Kopf Ruhe gibt. Denn trotz aller Schwierigkeiten und Ängste, eines weiß ich sicher:

Lieber leben mit einem Bein als tot mit beiden.“

Das Team vom SV 67 Weinberg e.V. unterstützt Ronja (Nr. 10) wo es nur kann!

Spendenkonto für Ronja!

Die Spendenaktion wurde von Ronjas Tante initiiert. Der SV 67 Weinberg e.V. fungiert als Unterstützer. Hier geht´s zur Info-Seite des SV 67 Weinberg e.V.: https://www.sv67weinberg.de/ronja/

Zur sicheren und transparenten Verwaltung der Spendengelder ist die gemeinnützige „Die Frachtlotsen Stiftung“ aus Leutershausen eingebunden. Die Spenden werden zweckgebunden im Unterstützungsfond „Ronja“ verwaltet so dass Ronja in den kommenden Jahren zuverlässig unterstützt werden kann.

Die Stiftung trägt sämtliche, mit dem Fond verbundenen, Verwaltungs- und Transaktionskosten aus eigenen Mitteln.

Spendenbescheinigun: Bis 300 Euro genügt der Kontoauszug. Ab 300 Euro stellt die Stiftung gerne eine Spendenbescheinigung aus. Name und Adresse bitte an stiftung@frachtlotsen.de

Kontoinhaber: Die Frachtlotsen Stiftung
IBAN: DE62 7655 0000 0009 7558 28
BIC: BYLADEM1ANS
Bank: Sparkasse Ansbach
Verwendungszweck: Ronja