Harmonie für den guten Zweck
Ansbach, 23. Dezember 2025 – Der Bürgermeisterchor im Landkreis Ansbach hat Erlöse aus seinen diesjährigen Konzerten in Höhe von 5.300 Euro übergeben. Die Spenden fließen in konkrete bauliche Maßnahmen vor Ort: Die Kirchengemeinde Ohrenbach erhält 1.800 Euro für die umfassende Kirchenrenovierung. 3.500 Euro gehen an den Förderverein in Aufkirchen für die Restaurierung der historischen St. Johannisorgel.
Dem Bürgermeisterchor gehe es um den Zusammenhalt im Landkreis Ansbach, was wichtiger denn je sei, erklärte Landrat Dr. Jürgen Ludwig. Die Auftritte seien eine Gelegenheit, Kommunalpolitik nahbarer zu zeigen. Bei beiden Projekten gehe es im wörtlichen Sinne darum, „dass die Kirche im Dorf bleibt“.
In Ohrenbach dient die Spende der Deckung der Kosten für die kürzlich abgeschlossene Renovierung. Pfarrer Reinhard Baust bezifferte die Maßnahmen, darunter Glockenstuhlsanierung und Entwässerung, auf 770.000 Euro. Der zweite Bürgermeister Jürgen Pfänder betonte die Bedeutung des Gebäudes in der kleinsten Gemeinde des Landkreises Ansbach mit gerade einmal rund 560 Einwohnern: „Kirche und politische Gemeinde ziehen an einem Strang. Die Kirche ist gemeinsam mit dem Schulhaus der Kern des Dorfes und des Dorflebens.“ Rückblickend auf das Konzert zusammen mit der Bauernkapelle zeigten sich Manuela Stankovic vom Kirchenvorstand und Gemeindevertreter Harald Klenk sehr zufrieden mit der überaus positiven Resonanz. Es sei gelungen, auch neues Publikum zu begeistern.
Für die Kirchengemeinde Aufkirchen nahm Rainer Schülein, Orgelbeauftragter und stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, die Spende entgegen. Ziel ist die Restaurierung der frühbarocken Orgel aus dem Jahr 1668. „Wir haben Kosten von 430.000 Euro zu tragen“, erläuterte Schülein. Da Zuschüsse fehlten, sammele man seit 20 Jahren. Gerolfingens Bürgermeister Karl Fickel verwies auf die lokale Tradition der gegenseitigen Unterstützung von Vereinen und Kirche und hoffte auf eine Einweihung zum Erntedankfest im kommenden Jahr.
Die unterschiedliche Höhe der Spendenbeträge resultiert laut Chor-Schatzmeister Hermann Reichert aus den unterschiedlichen Platzkapazitäten der beiden Kirchen. Chorleiter Friedrich Wörrlein berichtete, dass das Programm beider Konzerte sehr stark von der Aufnahme der neuen CD geprägt gewesen seien, die in diesem Jahr herausgebracht wurde. Schriftführer Franz Winter sagte, dass der Chor bislang insgesamt 221.000 Euro „eingesungen“ und weitergegeben habe. „Wir fiebern der Viertelmillion entgegen“, so Winter.
Chor-Vorsitzender Klaus Miosga betonte, dass neben der Freude am Singen das Werben für lokale Projekte und für das Ehrenamt im Vordergrund stehe. Die Arbeit geht dabei nicht aus. Der Chor ist bis 2029 ausgebucht.
Quelle: Pressemitteilung, Landratsamt Ansbach