Grippewelle rollt erst langsam
Ansbach, 2. Dezember 2025 – Mit der kalten Jahreszeit steigt wieder die Gefahr einer Grippe-Infektion. In Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach gibt es aktuell aber noch relativ wenige echte Grippefälle. Das Gesundheitsamt weist daher auf die günstige Gelegenheit einer Grippeimpfung hin, um vor dem eigentlichen Beginn der Grippesaison geschützt zu sein.
Der erste Grippefall im Landkreis Ansbach wurde in diesem Jahr Anfang Oktober registriert. Influenza ist eine meldepflichtige Krankheit. Die Meldung wird von den Arztpraxen an das Gesundheitsamt weitergegeben. Die Gesamtzahl der Grippefälle liegt aktuell bei 30. Zum Vergleich: In der selben Zeit wurden 202 Corona-Fälle registriert. In der Grippesaison 2024/2025 stieg die Zahl der Fälle erst im neuen Jahr kräftig an und erreichte Höchststände Mitte Februar mit wöchentlich über 140 Fällen.
Besonders empfohlen wird die Impfung für Risikogruppen. Das sind Menschen ab dem 60. Lebensjahr, Schwangere ab dem vierten Monat, chronisch kranke Personen, Personal in Medizin und Pflege, Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Kinder ab sechs Monaten mit Grunderkrankungen sowie Menschen, die in ihrem Beruf viel Publikumsverkehr haben. Empfohlen wird die Grippeimpfung aber auch Personen mit regelmäßigem Kontakt zu Geflügel, Wildvögeln oder Schweinen. Zwar ist der aktuell in Deutschland kursierende Erregertyp der Vogelgrippe für Menschen mit normaler Exposition ungefährlich. Zudem sind in Deutschland laut dem Robert-Koch-Institut bislang keine Erkrankungen beim Menschen mit aviären Influenzaviren bekannt geworden. Dennoch ist eine Grippeschutzimpfung in einer Phase erhöhter Vogelgrippe-Aktivität sinnvoll, weil sie schwere Verläufe der „normalen“ Influenza verhindert und gleichzeitig das Risiko für gefährliche Virusmischungen und Doppelinfektionen verringert. Eine breite Grippeimpfung senkt die Zahl der Influenza-Infektionen insgesamt und reduziert damit die Chance, dass sich ein Mensch parallel mit beiden Erregern ansteckt.
Die Zusammensetzung der Grippeimpfstoffe wird für jede Saison neu festgelegt. Dabei werden jene Influenza-A- und -B-Stämme ausgewählt, von denen weltweit erwartet wird, dass sie in der kommenden Saison dominieren.
Quelle: Pressemitteilung, Landratsamt Ansbach