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Feuchtwangen: +++ Polizeiliche Verkehrsstatistik für 2023 +++

Feuchtwangen, 19. Juni 2024 – Insgesamt setzt sich 2023 der Trend zu sinkenden Zahlen im Bereich der Schwerverletzten und Verkehrstoten fort. Bei der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle (ohne Autobahn) ist ersichtlich, dass das Unfallgeschehen, außer im „Coronaknick“, in den letzten fünf Jahren auf einen tendenziell unveränderten Niveau bleibt.

So waren im letzten Jahr 1.130 Verkehrsunfällen  (Vorjahr 1098) zu bearbeiten. Davon waren 158 Verkehrsunfälle, davon 130 mit Verletzten (1 tödlich, 38 schwer und 171 leicht verletzte Personen). Im Jahr 2023 war im Zuständigkeitsbereich der PI Feuchtwangen eine Verkehrstote zu beklagen, als am 13. Oktober 2023 eine 40-jährige Pkw-Fahrerin die Strecke der ST 2248 von Herrieden Richtung AS-Herrieden (A6/AS 51) befuhr. Aus unbekannter Ursache geriet sie auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Pkw.

Im Bereich der Unfallfluchten war 2023 ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. In Zahlen kam das vergangene Jahr auf 183 Unfallfluchten, 2022 hatten sich 145 Fahrzeugführer unerlaubt entfernt. Die Aufklärungsquote konnte bei den Verkehrsunfallfluchten allerdings deutlich gesteigert werden.

Bei den 410 Wildunfällen wurde eine Person schwer und zwei Personen leicht verletzt. Außerdem waren 22 (Vorjahr 12) Verkehrsunfälle zu beklagen, bei denen die Fahrzeugführer alkoholisiert waren.

2023 waren 59 „Junge Erwachsene“ unfallursächlich beteiligt. Dabei wurden zwei Personen schwer und 38  leicht verletzt. Durch Verkehrserzieher der Polizei wird seit 2004 Präventionsunterrichte an Fahrschulen durchgeführt. Themen dieser Veranstaltungen sind die Stärkung des Gefahrenbewusstseins, Aufzeigen der Folgen für Verursacher, Angehörige und „Unfallgegner“ bei Alkohol- und Drogenfahrten bzw. extremer Fahrweise anhand von schweren Verkehrsunfällen. Weiterhin wird auf das Thema Ablenkung beim Telefonieren sowie die Nutzung von Sicherungseinrichtungen von allen Fahrzeuginsassen eingegangen.

Bei den Radunfällen war der Anteil der Pedelecs (E-Bikes) sehr hoch. Unter den 27 Fahrradunfällen waren 16 mit E-Bikes. Es wurden dabei 27 Radfahrer verletzt, sechs davon schwer.

Die Schwerpunkte bei den Geschwindigkeitskontrollen liegen besonders auf den Bereichen Schulweg, Unfallgefahrenstellen und Schwerverkehr. Im Jahr 2023 z.B. wurden im Zusammenhang mit Geschwindigkeitsüberschreitungen im Anzeigenbereich bei ausländischen Lkw-Fahrern 44 Mal Sicherheitsleistungen erhoben. Zudem erfolgt eine enge Kooperation mit Kommunen. Hier wurde beispielsweise im Bereich von Schulen oder bei konkreten Beschwerden sogenannte „Smileys“ als Mittel der Sozialkontrolle eingesetzt.

Quelle: Polizeiinspektion Feuchtwangen