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Erfolgreiche Info-Tage zum Thema „Regional Studieren“

Über 500 angehende Abiturientinnen und Abiturienten informierten sich in drei Veranstaltungen über Studienmöglichkeiten in der Region.

Nach den Terminen in Ansbach und Gunzenhausen fand letzte Woche in Weißenburg der bereits traditionelle Info-Tag „Regional Studieren“ des regionalen Hochschulnetzwerks „Duales Studium“ statt. Ca. 180 Schülerinnen und Schüler des Werner-vonSiemens-Gymnasiums Weißenburg, des gymnasialen Zweigs der Senefelder-Schule in Treuchtlingen sowie der FOS/BOS folgten dabei der Einladung der Bildungsregion altmühlfranken, die diese Veranstaltung seit drei Jahren zusammen mit dem regionalen Hochschulnetzwerk organisiert.

Ziel der Organisatoren dieser Veranstaltungsreihe ist es, den Jugendlichen die vielfältigen Möglichkeiten des Studierens in Heimatnähe aufzuzeigen. „Regionale Hochschule“ bedeutet dabei: maximal eine Stunde Fahrzeit. Somit besteht für die Studierenden die Möglichkeit zu pendeln und sich auf diese Weise den teuren Lebensunterhalt eines Zweitwohnsitzes zu sparen. Übergeordnete Zielsetzung dabei ist, die angehenden Fachkräfte in der Region zu halten und eine langfristige Abwanderung zu vermeiden.

Vertreten waren in Weißenburg die Hochschulen Ansbach, Triesdorf, AugsburgNördlingen, die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, die Georg-Simon-Ohm Hochschule aus Nürnberg sowie die private Hochschule für angewandtes Management in Treuchtlingen. In diesem regionalen Reigen fehlten lediglich die evangelische Hochschule Nürnberg sowie die TH Ingolstadt.

Nach einem Eingangsvortrag zum allgemeinen Ablauf eines Studiums sowie einem Schwenk zum Thema „Duales Studium“ in der Aula der FOS/BOS besuchten die Schülerinnen und Schüler die Vorträge der einzelnen Hochschulen in den angrenzenden

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Klassenzimmern. Im Vorfeld der Veranstaltung konnten sie sich in ihren jeweiligen Schulen in Listen eintragen und jeweils drei der sechs Vorträge auswählen. In drei aufeinander folgenden Vortragsrunden stellten dann die anwesenden Hochschulvertreter das Lehrangebot der jeweiligen Hochschule sowie verschiedene Studiengänge näher vor. Die TH Nürnberg hatte zudem zwei Studentinnen mitgebracht, die zu den Studiengängen Bauingenieurwesen und angewandte Mathematik aus dem Nähkästchen plauderten und dabei gerne die Fragen der interessierten Jugendlichen beantworteten.

Eva-Maria V., Schülerin des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in Weißenburg, hatte die Vorträge der KU Eichstätt sowie der Hochschulen Ansbach und Treuchtlingen besucht. Sie hat grundsätzlich Interesse am Thema „Medien und Journalismus“. Gleichzeitig sind in ihrer Familie pädagogische Berufe verwurzelt, die sie bei ihrer Berufswahl nicht ausschließen möchte. Interessant war ihrer Meinung nach die Bandbreite der Angebote an der Universität Eichstätt. Auf die Frage, ob sie sich gut auf die Zeit nach dem Abitur vorbereitet fühle, meinte sie: „Es ist schade, dass am Gymnasium wenig bzw. fast gar keine Praktika zur Berufsorientierung angeboten werden. Man hat keine andere Wahl, als sich auf Berufs- und Bildungsmessen über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zu informieren.“ Sie werde sich nun im Nachgang im Internet noch einmal über die Angebote der anwesenden Hochschulen des Infotages informieren.

Peter V. und Felix H. vom gleichen Gymnasium fühlen sich nach der Veranstaltung ebenfalls ein bisschen schlauer als zuvor. Es sei gut gewesen, einen groben Überblick zu erhalten. Besonders interessant fanden sie die Ausführungen zum „Dualen Studium“. Während Peter im Prinzip schon weiß, dass er Lebensmitteltechnik studieren will, weiß Felix lediglich, dass er etwas technisch-praktisches machen möchte und nicht ins Büro will. Auch sie werden sich im Internet noch weitergehender informieren.

Lupascu Lorand, aus der 11. Klasse der Senefelder Schule in Treuchtlingen fand die Vorträge durchaus interessant. Er hat jedoch schon ganz genaue Vorstellungen von seinen beruflichen Zielen, denn er strebt ein Duales Studium bei der Bundespolizei an, hat bei der Landespolizei auch schon diverse Praktika absolviert und will später zur GSG9. Den Erstkontakt zur Polizei hatte er im Fußballverein, wo einer der Trainer Polizeibeamter ist und ihn als Übersetzer für Rumänisch für die Polizei akquirierte. Aufgrund einer geringfügigen Sehschwäche und den diesbezüglichen gesundheitlichen Anforderungen bei der Polizei muss er sich jedoch einen Plan B offen halten.

Sowohl die anwesenden Vertreter der Hochschulen als auch die Jugendlichen zogen nach der Veranstaltung ein positives Gesamtfazit. Somit wird einer Fortsetzung dieser Veranstaltungsreihe im nächsten Jahr nichts im Wege stehen.


Bild und Text: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

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