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Dinkelsbühl: +++ Fahrradtraining für Senioren +++
Am 17. Juni 2026 fand auf dem Dinkelsbühler Verkehrsübungsplatz zur dritten Mal ein Fahrradtraining für Senioren statt. Polizeioberkommissar Kai Pause begrüßte zu Beginn der gemeinsamen Veranstaltung von der Polizei Herrn Schürrle und Herrn Feth, vom ADFC Ansbach Herrn Jörn Peper, vom Seniorenbeirat Frau Sindel und Herrn Dahlhäuser. Da bei Unfällen mit Pedelecs leider sehr häufig Senioren beteiligt sind, wurde diese Veranstaltung ins Leben gerufen.
Herr Pause erklärte, wie wichtig ein Helm und die richtige Einstellung des Helms beim Fahrradfahren ist. Der Helm ist der einzige Schutz bei einen Unfall. Dies sieht man am entsprechenden Verletzungsbild bei Unfällen und Stürzen mit dem Rad. Viele Radler stören sich daran, dass durch den Helm die Frisur zerstört wird. Die Frisur kann man leicht wieder richten – eine schwere Kopfverletzung dagegen kann man nur schwer oder vielleicht gar nicht heilen.
Beim Kauf eines Helms sollte man sich gut beraten lassen, auf die richtige Größe und das CE-Zeichen achten. Der Helm darf beim Aufsetzen nicht wackeln bzw. vom Kopf rutschen. Beim Verschließen des Helmgurtes sollen gerade zwei Finger dazwischen passen. Der Helm soll so sitzen, dass er an der Stirn ca. zwei Finger über den Augenbrauen ist und auch der Nackenbereich des Radfahrers gut geschützt ist.
Das Fahrrad soll verkehrssicher sein mit gut funktionierenden Bremsen, guten Licht und Reflektoren. Ein tiefer Einstieg am Rad ist gut für ältere Radfahrer. Die Beleuchtung soll so eingestellt sein, dass das Fahrfeld gut ausgeleuchtet wird. Das Rücklicht soll von anderen Fahrzeugen gut gesehen werden. Weiße Reflektorensticks an den Radspeichen sorgen dafür, dass der Radfahrer auch seitlich gut gesehen wird. Helle, gut sichtbare bzw. reflektierende Kleidung oder Warnwesten sorgen für mehr Sicherheit des Radfahrer.
Ist ein Radweg vorhanden, muss dieser benutzt werden! Wenn kein Radweg vorhanden ist muss der Radfahrer die Straße benutzen. Am Kreisel in der Luitpoldstraße können die Radler im Kreisverkehr fahren oder den dortigen Radweg benutzen.
Beim Anfahren sollte man beide Bremsen gedrückt halten und die niedrigste Gangstufe eingeschaltet haben, damit das Rad nicht „abhauen“ kann. Will man bremsen, sollte man die Bremsen dosiert verwenden und am besten die Pedale waagrecht haben, damit man nicht so schnell das Gleichgewicht verliert.
Vielen Radfahrer ist nicht bewusst, wie groß der für einen Lkw-Fahrer nicht sichtbare Bereich vor und neben dem Lkw ist. Der tote Winkel seitlich und der nicht sichtbare Raum vor dem Lkw wurde bei dem Training durch eine Plane bzw. Kegel dargestellt. Der Lkw-Fahrer hat keine Chance in diesen Bereich andere Verkehrsteilnehmer wie beispielsweise Radfahrer oder Fußgänger zu erkennen. Deshalb im Zweifel lieber stehen bleiben. Man sollte auch beachten, dass der tote Winkel auch bei Kleintransportern und landwirtschaftlichen Fahrzeugen vorhanden ist.
Die Teilnehmer des Sicherheitstrainings konnten das Anfahren, Spur halten, rechtzeitiges Bremsen, umschauen, richtige Handzeichen geben und ausweichen bei Gefahr, üben. Wer sein Fahrrad polizeilich registrieren wollte, konnte dies ebenfalls machen.
Man will den Radfahrern keine Angst machen – nur die Radler gut aufklären, damit keine Unfälle passieren – denn jeder Unfall ist einer zu viel!
Simon Feth (Mitarbeiter Verkehr bei der Polizei) bedankte sich bei der Feuerwehr Dinkelsbühl, weil diese das Fahrzeug zur Verfügung gestellt haben – ohne dieses große Fahrzeug wäre die Darstellung des toten Winkels nicht möglich gewesen.


















