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Die 11. Ansbacher Skulpturenmeile ist zu Ende gegangen: „Keine Schönwetterkunst“

Mathias Neigenfind hat die Finissage für uns besucht

Es waren so viele Kunstwerke, wie noch nie auf der 11. Ansbacher Skulpturenmeile. Nun packen die beiden Künstler Herbert Mehler und Thomas Röthel ihre insgesamt 37 Kunstwerke wieder ein, wobei das eine oder andere in Ansbach dauerhaft stehen bleiben könnte. Drei Monate verwandelten die großen Stahlkunstwerke die Stadt Ansbach in eine große Freilichtgalerie.

Ein begrenztes Budget oder gar Haushaltskürzungen wären eine lachhafte Vorstellung für die einstigen Markgrafen von Ansbach. Über viele Jahrhunderte haben sie recht verschwenderisch die Stadt prachtvoll ausgebaut. Umso schöner, dass es sich die Stadt Ansbach in Zeiten knapper Kassen auch heute noch darauf besinnt, Kunst zu unterstützen und zu fördern. „Die Skulpturen haben das Aussehen der Stadt verändert“, freute sich denn auch Oberbürgermeisterin Carda Seidel (parteilos) bei der Finissage. Sie freute sich, dass die Ausstellung gut besucht war, es habe zahlreiche Führungen gegeben und die Kunstwerke hätten zur Diskussion angeregt.

Stahlwelten hieß die Ausstellung der beiden fränkischen Künstler Herbert Mehler aus Eisingen bei Würzburg und Thomas Röthel aus Mitteldachstetten. Für Röthel war es nach 2003 bereits die zweite Skulpturenmeile in Ansbach. Spannend fanden die beiden Künstler selbst die Ambivalenz zwischen Schwere und Leichtigkeit. Für Thomas Röthel hatten sich die Plastiken so in die Ansbacher Innenstadt eingefügt, dass gar nicht auffiehl, dass sie neu waren. „Es sind keine Schönwetterskulpturen“, betonte der Künstler, „in den letzten Herbsttagen haben sie eine starke Präsenz gezeigt.“ Auch Herbert Mehler freute sich über die gemeinsame Ausstellung auf Augenhöhe. Beide Künstler hätten einen Stil entwickelt, der erkennbar ist. Unter ihne habe sich die Freundschaft verfestigt.

Seit 2003 gibt es die Ansbacher Skulpturenmeile, die die moderne Kunst im öffentlichen Raum zeigt. Dabei geht die Kunstmeile vom Hofgarten und Schlossplatz über die neugestaltete Promenade bis in die historische Altstadt. Hier begegnen sich historische Gebäude mit der modernen Kunst. Seit 2009 findet dieses Kunstevent alle zwei Jahre statt. Namhafte Künstler waren zu sehen und sorgten teilweise für eine lebhafte Diskussion.

Text: Mathias Neigenfind

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