+++ Der etwas andere Jahresrückblick 2025 +++

Nach den vielen traurigen und schrecklichen Nachrichten im Jahr mit zahlreichen Verkehrsunfällen, Unfallfluchten, Diebstählen usw. wollen wir heute mal über die lustigen und schöneren Ereignisse im Jahr 2025 berichten:

Lichtenau: Verwirrter auf der Autobahn

Einen offensichtlich stark verwirrten Mann hat am Neujahrstag 2025 eine Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Ansbach auf der A 6 aufgegriffen. Um 10:43 Uhr trafen sie den 43-jährigen Nürnberger zwischen dem Parkplatz Geißberg und der Anschlussstelle Lichtenau an, als er den Standstreifen mittels eines einfachen Stockes „kehren“ wollte. Seinen Pkw hatte er bereits 200 Meter vor dem Parkplatz auf dem Standstreifen abgestellt und war auf diesem zu Fuß in Richtung Anschlussstelle gelaufen. Auf Ansprache der Beamten reagierte er mit verwirrten Äußerungen. Er wäre Gärtner und müsse jetzt im Sommer seine Arbeit verrichten. Außerdem sei er der Sohn Jesu und wolltet nicht wahrhaben, dass sein Spaziergang auf der Autobahn gefährlich sei.

Nach Rücksprache mit dem Krisendienst Mittelfranken wurde der Mann unter polizeilicher Begleitung auf freiwilliger Basis in das Bezirkskrankenhaus Ansbach gebracht. Zu gefährlichen Situationen ist es glücklicherweise während des Spazierganges nicht gekommen. Das zuständige Gesundheitsamt wurde über den Vorfall informiert.

Ansbach: Auto in der Rezat

 

Am Mittwoch, 22. Januar 2025, gegen 19:15 Uhr, befuhr ein 60-Jähriger mit einem Pkw VW Touran die Jüdtstraße in Richtung der Brauhausstraße. Noch in der Jüdtstraße kam der 60-Jährige aufgrund überhöhter Geschwindigkeit nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen geparkten Pkw Audi A3. Der 60-jährige Unfallfahrer fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit weiter geradeaus in die Fischstraße und anschließend ungebremst über die beiden Fahrbahnen der Residenzstraße. Hier durchbrach er das Brückengeländer und stürzte mit seinem Pkw in die Rezat.
Nach  Zeugenangaben fuhr er mit überhöhter Geschwindigkeit links an der dortigen Ampelanlage vorbei über einen Grünstreifen zwischen den beiden Fahrbahnen und anschließend durch das Brückengeländer. Das Brückengeländer wurde auf einer Länge von circa 3 m eingerissen. Der 60-Jährige konnte sich selbstständig aus seinem Pkw befreien, er wurde mit leichten Verletzungen ins Klinikum Ansbach eingeliefert. An seinem Pkw entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von circa 15.000 Euro. Am geparkten Pkw Audi A3 entstand Sachschaden an der linken Fahrzeugseite in Höhe von circa 5.000 Euro. Der Sachschaden an dem Brückengeländer beläuft sich ebenfalls auf circa 5.000 Euro. Der Pkw musste von einem Abschleppdienst geborgen werden.

 

Ansbach: 6-Jähriger auf Abwegen

Am Sonntag, 09. Februar 2025 – 06:15 Uhr, traf ein Passant in der Urlasstraße einen 6-jährigen Jungen an, der dort zu Fuß unterwegs war. Der 6-Jährige konnte nicht mehr angeben, woher er kam. Er wollte zu Fuß nach Hause zu seiner Mutter in eine circa 20 km entfernte Gemeinde südlich von Ansbach laufen. Die Nachforschungen der Polizei ergaben dann, dass der 6-Jährige bei einem Bekannten der Mutter in Ansbach übernachtete, da die Mutter und ihr Lebensgefährte auf einer Faschingsveranstaltung waren. Der Bekannte hatte bis dato nichts vom Verschwinden des 6-Jährigen mitbekommen. Nach Rücksprache mit der Mutter wurde der 6-Jährige wieder an den Bekannten übergeben.

Schwabach: Pkw fährt in Sparkasse

Am Donnerstagvormittag, 24. April 2025 fuhr ein 52-jähriger Pkw-Fahrer mit seinem Fahrzeug vor die Glasschiebetür der Sparkassenfiliale Schwabach in der Nördlichen Ringstraße. Diese öffnete sich automatisch und er fuhr hindurch in den Schalterraum. Dort wendete er und fuhr wieder in Richtung Ausgang. Vor der Schiebetür wartete er erneut, bis sich diese öffnete und fuhr dann wieder auf den Parkplatz. An der Schiebetür und dem dahinter liegenden Gitterrost entstand nur ein geringer Schaden. Obwohl sich zahlreiche Kunden und Mitarbeiter in der Filiale aufhielten, wurde niemand verletzt. Die genaue Ursache der Irrfahrt ist noch nicht bekannt und muss noch ermittelt werden.

Wörnitz: Mann mit Strapsen

Am 20. Mai 2025 um 10:00 Uhr beobachtete ein Verkehrsteilnehmer auf dem Parkplatz Kurzmandl an der A7 Richtung Würzburg einen seltsam gekleideten Mann. Dieser stieg, lediglich mit Strapsen, High-Heels, Büstenhalter sowie einer blonden Perücke bekleidet, aus seinem Lieferwagen und ging zu den Toilettenhäuschen. Da der Mann keine Unterhose trug, konnte man auch sein „bestes Stück“ sehen. Nach dem er eine Strecke von etwa 50 Meter zurückgelegt hatte, kehrte er um und setzte sich wieder in seinen Lieferwagen. Nach einer halben Stunde wiederholte er den Vorgang. Die hinzugerufene Streife der Verkehrspolizei Ansbach konnte den Mann schließlich in seinem Lieferwagen, bekleidet wie beschrieben, antreffen. Ermittlungen vor Ort ergaben, dass der 55-Jährige bereits zweimal in gleichgelagerten Fällen aktenkundig wurde. Gegen ihn wird nun wegen Exhibitionistischen Handlungen ermittelt.

Mallorca: Handy gefunden

Ein 44-jähriger Ansbacher fand beim Tauchen in einer Bucht bei Alcúdia, Mallorca, ein Apple iPhone. Versuche des 44-Jährigen, das Handy in Spanien abzugeben, scheiterten sowohl im Hotel als auch bei der dortigen Polizei, sodass der 44-Jährige das Handy aus dem Urlaub mit nach Ansbach nahm. Hier brachte er es zur Polizei. Einem Kollegen gelang es, den Geschädigten zu ermitteln. Der Verlierer wohnt in London. Eine Kollegin der Polizei Ansbach fährt demnächst privat nach London und wird dort das Handy an den Geschädigten übergeben.

Rothenburg: Schlafwandler

Donnerstagnacht, 11. September 2025 gegen 01:50 Uhr, meldete ein aufmerksamer Mitteiler einen nur im Schlafanzug bekleideten Jungen. Der 8-Jährige hatte sich im Schlaf auf den Weg von seinem Zuhause in der Altstadt zu seiner Grundschule gemacht und wurde in der Rödergasse vom Mitteiler festgestellt. Der junge Tiefschläfer wurde wohlbehalten in die Obhut seiner Eltern übergeben.

Uehlfeld: Geld liegt auf der Straße

Am Dienstagabend, 16. September 2025 gegen 20:15 Uhr, meldete sich eine Verkehrsteilnehmerin von der B 470, die eine Wolke von Geldscheinen festgestellt hatte und die erklärte, dass jetzt eine ganze Reihe Scheine auf der Straße liegen würde. Vor Ort konnte festgestellt werden, dass ein Kellner-Geldbeutel überfahren worden war, wodurch die Scheine anschließend durch die Luft gewirbelt wurden. Das Geld – insgesamt über 2.500 Euro – wurde vor Ort eingesammelt und sichergestellt. Wenig später meldete sich bei der Dienststelle eine relativ aufgeregte Gaststättenbesitzerin, die eine verlorene Geldbörse inklusive Einnahmen mitteilen wollte. Sie hatte das Portemonnaie vor Abfahrt auf das Dach ihres Autos gelegt und vor Fahrtantritt dort vergessen. Dank der ehrlichen Finderin konnte sie ihre Kellnergeldbörse samt Inhalt zurückbekommen, was zu hörbarer Erleichterung führte. Die Finderin hat Anspruch auf einen nicht unerheblichen Finderlohn.

Schwabach: Einbruch

Ein 21-jähriger Mitarbeiter eines Elektrofachgeschäftes im ORO Schwabach löste in den frühen Morgenstunden des 30. November 2025 einen Großeinsatz der Polizei aus. Der Mann nächtigte nach einer Firmenfeier in den Räumlichkeiten der Firma und vergaß offensichtlich, dass zwischenzeitlich die Alarmanlage scharf gestellt wurde. Da zunächst von einem „echten“ Einbruchsalarm ausgegangen werden musste, wurde das Gebäude mit mehreren Polizeistreifen umstellt. Durch den ebenfalls hinzugerufenen Filialleiter konnte vor Ort festgestellt werden, dass es sich bei dem vermeintlichen Einbrecher nur um den eigenen Mitarbeiter handelte. Auf diesen kommen nun die Kosten des Polizeieinsatzes im mittleren dreistelligen Bereich zu.

Rothenburg: Einbruchsversuch

Am Dienstag, 2. Dezember 2025 gegen 13:35 Uhr, wurden zwei vermeintliche Einbrecher „auf frischer Tat“ festgenommen. Vorausgegangen war ein Anruf eines 51-jährigen Zeugen, dass soeben in seine Wohnung in einem Mehrparteienhaus Am Katzenbuckel eingebrochen wird. Vor Eintreffen der Streifenwägen hatten die Täter bereits die Flucht ergriffen, konnten jedoch in Tatortnähe festgenommen werden. Es stellte sich heraus, dass es sich um zwei Mitarbeiter der Telekom handelt. Diese hatten zuvor bei dem Zeugen erfolglos geklingelt. Unmittelbar danach verwechselte eine Bewohnerin des Mehrparteienhauses ihr Stockwerk und versuchte, die Türe des 51-Jährigen zu öffnen. Dieser wiederum vermutete in dem intensiven Drücken und Kratzen an seiner Türe einen Einbruchsversuch und verständigte die Polizei.

Höchstadt: Krippenfigur löst Polizeieinsatz aus

Quelle: Privat

Das Bild einer privaten Überwachungskamera einer Frau aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt löste am Samstagvormittag (20. Dezembe 2025) einen Polizeieinsatz aus. Der vermeintliche Einbrecher stellte sich als Hirte heraus und war eine Holzfigur einer Weihnachtskrippe. Gegen 09:30 Uhr sah eine Frau über ihre private Videoüberwachung eine Person in ihrem Haus. Sie vermutete einen Einbruch und alarmierte folgerichtig die Polizei über den Notruf 110. Während die Disponenten in der Einsatzzentrale umgehend eine Streife der zuständigen Polizeiinspektion Höchstadt a. d. Aisch zum Einsatzort schickten, versuchten sie über die Mitteilerin weitere Informationen zu dem möglichen Einbruch zu erhalten. Hierfür ließen sie sich von der Frau einen Screenshot der Überwachungskamera zuschicken. Das Bild zeigte tatsächlich vermeintlich eine Person in einem Wohnzimmer. Wenige Minuten später kam jedoch die Rückmeldung der Streife, dass an dem Haus weder Einbruchsspuren noch unbefugte Personen feststellbar waren. Zu diesem Zeitpunkt kam bei einer Disponentin in der Einsatzzentrale bei näherer Betrachtung des Bildes der Verdacht auf, dass es sich bei der Person möglicherweise nicht um einen Einbrecher, sondern um eine Krippenfigur handeln könnte. Mit diesem Verdacht konfrontiert, reagierte die Mitteilerin erleichtert und erinnerte sich, dass sie kurz vor dem Verlassen des Hauses die Krippe umgestellt hatte. Der Hirte mit geschultertem Schaf war dabei offenbar direkt vor die Kamera geraten. Die Frau entschuldigte sich daraufhin mehrfach bei den Beamten der Einsatzzentrale. Diese sahen hierfür gar keinen Anlass und versichterten, dass man im Zweifel lieber einmal zu oft als zu selten anrufen sollte.

Wir möchten uns bei unseren Lesern, allen Einsatzkräften, der Polizei, Sicherheitswacht, den Feuerwehren, BRK, unserem Christoph 65, dem THW, allen Sanitätern, Ärzten, Ersthelfern und Pflegekräften bedanken: DANKE, dass Ihr IMMER und UNERMÜDLICH zur Stelle seid, wenn Ihr gebraucht werdet!! 

Wir hoffen, dass wir im Jahr 2026 wieder über mehr Erfreuliches, Schönes und Lustiges berichten können und wünschen all unseren Lesern ein gesundes und glückliches Jahr 2025.