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Das ABC des Vitamin D

Ein Interview mit Apothekerin Doris Hauenstein

Ansbach, 10. Februar 2022 – Vitamin D gilt als das Sonnenvitamin. Je dunkler die Jahreszeit bei uns, desto häufiger liest man, wie wichtig es sei, Vitamin D einzunehmen. Nur ein Hype oder wirklich wichtig? Wir haben Apothekerin Doris Hauenstein, Inhaberin der Markgrafen Apotheke, getroffen, um herauszufinden, was es mit der Thematik auf sich hat.

Was ist Vitamin D?

Vitamin D oder Calciferol ist eigentlich ein Hormon, zählt aber zu den fettlöslichen Vitaminen.

Woher bekommen wir es? / Wie deckt man den Bedarf?

Den größten Teil seines Bedarfs bildet unser Körper unter dem Einfluss von Sonnenlicht über die Haut. Gerade in der dunklen Jahreszeit sind die Sonne und somit ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel Mangelware. Über die Ernährung lässt sich der Tagesbedarf an Vitamin D – selbst bei ausgewogener und abwechslungsreicher Kost – nur schwer decken. Es gibt nämlich nur wenige Lebensmittel, die Vitamin D in nennenswerter Menge enthalten, wie beispielsweise fetter Fisch (Hering und Lachs). Übrigens sind Avocados entgegen landläufiger Meinung kein guter Vitamin-D-Lieferant.

Wofür brauchen wir Vitamin D?

In erster Linie sorgt Vitamin D dafür, dass Zähne, Muskulatur und Knochen mit Kalzium versorgt werden. Aber auch andere Körperteile wie der Darm und das Gehirn haben Rezeptoren. Vitamin D trägt zu einem intakten Immunsystem bei. Das Risiko, akute Atemwegsinfekte zu bekommen, ist bei Vitamin-D-Mangel erhöht.

Wie wirkt sich ein Mangel sonst noch aus?

Auf lange Frist gesehen werden bei Mangel die Knochen weich – Rachitis nennt man das bei Säuglingen und Kindern, verbunden mit der Gefahr bleibender schwerer Verformungen des Skeletts –. Bei Älteren führt er zur sogenannten Osteomalazie, der Entkalkung der Skelettknochen, und somit einer erhöhten Gefahr von Knochenbrüchen, und kann Osteoporose, also Knochenschwund, begünstigen. Weitere Folgen eines Mangels können Muskelschwäche und depressive Verstimmungen sein.

Wie kann man vorbeugen?

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Für eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D sollte man eine gewisse Zeit an der Sonne verbringen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt, zwischen März und Oktober zwei- bis dreimal pro Woche Gesicht, Hände und Arme unbedeckt und ohne Sonnenschutz der Sonne auszusetzen. Allerdings hängt die körpereigene Vitamin-D-Bildung von mehreren Faktoren ab – wie Hauttyp, Jahres- und Tageszeit, Witterung, Kleidung oder auch von der Verwendung von Sonnenschutz. In den Wintermonaten reicht die Sonnenbestrahlung in Deutschland nicht aus. Unser Körper kann jedoch das Vitamin D aus dem Sommer für den Winter speichern. Zudem produziert der Körper auch im Winter etwas Vitamin D, etwa bei Spaziergängen an der frischen Luft mit freiem Gesicht und ohne Handschuhe.

Wie verbreitet ist ein zu niedriger Vitamin-D-Spiegel?

Schätzungsweise mindestens 30 Prozent der Deutschen haben in den Herbst- und Wintermonaten zu wenig Vitamin D im Blut.

Wer ist gefährdet bzw. wer hat einen erhöhten Bedarf?

Zusammengefasst besteht ein Risiko für Vitamin-D-Mangel (Vitamin D3-Mangel) unter anderem bei:

  • zu geringer Sonnenexposition.
  • älteren Menschen, da die Fähigkeit der Haut, Vitamin D zu bilden, mit steigendem Alter abnimmt.
  • Säuglingen. Um einer Rachitis vorzubeugen, erhalten Kinder von der ersten Lebenswoche bis zum Ende des ersten Lebensjahres täglich zehn Mikrogramm Vitamin D in Form von Tabletten.
  • Mangel- bzw. Fehlernährung.
  • gestörter Verwertung und Aufnahme von Vitamin D (z. B. bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Zöliakie).
  • erhöhtem Bedarf (Schwangerschaft und Stillzeit).
  • Einnahme bestimmter Medikamente.
  • erhöhter Ausscheidung von Vitamin D über die Nieren.
  • dunkelhäutigen Menschen, da der höhere Melaningehalt ihrer Haut die UV-B-Strahlung stärker abschirmt.

Gibt es Symptome, die möglicherweise auf einen Vitamin-D-Mangel hindeuten?

Ja.  Anzeichen für einen Vitamin-D-Mangel können sein.

  • Haarausfall und -bruch
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Gliederschmerzen

Auch andauernde Müdigkeit und eine gestörte Wundheilung können auf einen Vitamin-D-Mangel hindeuten.

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Was tun bei Vitamin-D-Mangel?

Oft hilft schon ein Mehr an Sonne. Sofern sich der Vitamin-D-Mangel nicht durch Sonnenexposition und Ernährung ausgleichen lässt, helfen Vitamin-D-Präparate. Es gibt zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D zur Substitution in Kapsel- oder Tablettenform, wie zum Beispiel Dekristolvit 4000. In der Markgrafen Apotheke verkaufen wir auch oft die Vitamin-D-Tropfen von Pure. Sie lassen sich optimal dosieren, sind frei von Fruktose und Gluten und auch für Vegetarier geeignet.

Die Dosierung sollte hoch genug sein, um den Vitamin-D-Mangel zu beheben, aber nicht zu hoch. Ich empfehle in der Regel 4000 Einheiten pro Tag, v. a. in den Wintermonaten.

Wie kann ich Sicherheit darüber erlangen, ob ich ausreichend mit Vitamin D versorgt bin?

Besteht der Verdacht auf einen Vitamin-D-Mangel, kann man beim Hausarzt eine Blutuntersuchung vornehmen und die Calcidiol-Konzentration feststellen lassen. Unkomplizierter geht es bei uns in der Markgrafen Apotheke. Mittels eines kleinen Pieks in den Finger entnehmen wir ein paar Tropfen Blut und bestimmen so den Vitamin-D-Wert. (Anmerkung der Redaktion: Aktionspreis im Februar 2022 24,98 Euro statt regulär 29,98 Euro)

Vielen Dank, Frau Hauenstein!

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