Bessere Kreislaufwirtschaft durch Zusammenführung mehrerer Wertstoffhöfe zu einem Wertstoffzentrum

Eben noch gut und wichtig, dann angeblich nutzlos und Müll

Herrieden, 18. Februar 2026 – Christoph Schmidt, erster Bürgermeister der Marktgemeinde Weiltingen und Kreistagskandidat der ÖDP, erläuterte in sehr anschaulicher Weise in seinem Vortrag beim offenen Infotreff der ÖDP in Herrieden die Vorteile einer Zusammenführung mehrerer Wertstoffhöfe im Landkreis zu einem Wertstoffzentrum.

Der Landkreis Ansbach bietet nahezu in jeder Gemeinde einen kommunalen Wertstoffhof an. Das Angebot zur Entsorgung reicht von Wertstoffhöfen über Wertstoffinseln, Entsorgungsfachbetrieben, Altkleidercontainern, Sperrmüllabholungen bis zu mobilen Problemabfallsammlungen. Um nutzbaren Materialien und Gegenständen noch eine zweite Chance zu geben, fehlt aber das Angebot. Aktuell wird in vielen kleinen Wertstoffhöfen, die von den Gemeinden betrieben und von den Abfallgebühren der Bürger finanziert werden, vieles zur Entsorgung angenommen.

Der Personaleinsatz ist im Verhältnis zu den abgegebenen Wertstoffen enorm und es wird immer schwieriger, qualifiziertes Personal für die wenigen Stunden in der Woche zu finden. In den kleineren Wertstoffhöfen ist es nicht möglich alle Reststoffe abzugeben, oft bleibt auf den Hängern etwas zurück, was nicht abgegeben werden kann. Zudem können sowohl noch gut erhaltene Gegenstände als auch nutzbare Sachen nicht weitergegeben werden, es fehlen schlichtweg die Kapazitäten.

Während es bei der Kreislaufwirtschaft darum geht, Rohstoffe möglichst lange zu nutzen, sie weiterzuverarbeiten und wiederzuverwenden, so dass nur wenige Reste übrigbleiben, ist das in den kleinen Wertstoffhöfen nicht immer möglich. Unabdingbar wäre allerdings, dass durch einen konsequenten Kreislauf weniger Rohstoffe in der Natur abgebaut werden müssten und weniger Müll anfallen würde, der in Verbrennungsanlagen oder auf Deponien im Ausland landet. Deshalb ist es wichtig, möglichst viele Abfälle zu vermeiden. Gerade Elektroaltgeräte enthalten wertvolle Ressourcen, wie beispielsweise Kupfer oder Aluminium. Diese können wiederverwertet werden, gehen jedoch bei einer falschen Entsorgung und einer einhergehenden geringen Sammelquote für immer verloren.

Die Abfallwirtschaft im Landkreis Ansbach muss ihre Kosten vollständig selbst decken. Die Lücke zwischen Ausgaben und Einnahmen nimmt jedoch immer mehr zu, nicht zuletzt auch durch den Unterhalt der Wertstoffhöfe.

Unsere Wertstoffhöfe müssen weg vom Image eines Entsorgungsplatzes hin zu einer Sammelstelle für alle Rohstoffe, Wiederverwendung von Gebrauchsgütern, Secondhandshop, Reparaturcafé und Kreislaufhöfe.“ Durch Zentralisierung der Wertstoffhöfe wäre dies möglich und die Öffnungszeiten könnten ausgeweitet werden. „Zudem ist es leichter qualifiziertes Personal zu bekommen und eine größtmöglich Sortierung durchzuführen und der Kunde fährt mit einem leeren Hänger zurück.“

Aus all den genannten Gründen wäre eine Zusammenführung mehrerer Wertstoffhöfe zu einem Wertstoffzentrum nicht nur ein wichtiger Beitrag zur besseren Abfallverwertung, sondern hätte auch positiven Einfluss auf die Abfallgebühren, so Christoph Schmidt.

Je mehr Kreislaufwirtschaft es gibt, desto weniger entstehen Abfälle, desto weniger Land wird für den Abbau von Naturgütern zerstört und desto weniger Treibhausgase werden produziert. Zugleich bleibt die Tier- und Pflanzenwelt erhalten.“

Kreislaufwirtschaft ist gut für die Natur.