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Auf den (Finanz)punkt gebracht

Mit der Initiative „FinanzPunkt“ schlagen die Sparkasse Ansbach und die VR-Bank Mittelfranken West eG bezüglich eines Teils ihres Geschäftsstellennetzes neue Wege ein. Der erste Schritt wurde bereits im April 2021 gemacht, als am erneuerten Bahnhofsareal des Marktes Dombühl ein gemeinsamer Geldautomat in Betrieb genommen wurde. Aufgrund der guten Erfahrungen hat man die Kooperation zügig mit weiteren Standorten in Gebsattel, Wörnitz, Dentlein am Forst und Colmberg ausgebaut. Die Sparkasse Ansbach und die VR-Bank Mittelfranken West eG wollen im Rahmen dieser Zusammenarbeit nun weiter voranschreiten.

Der Druck in der Finanzbranche wuchs in den letzten Jahren stetig an: Die Zinsen sind historisch niedrig, die Kosten steigen, die Erträge sinken. Hinzu kommen die fortschreitende Digitalisierung der Gesellschaft und die rückläufige Frequentierung der Geschäftsstellen. Wie also dem veränderten Kundenverhalten und dem Kostendruck Rechnung tragen, ohne die Nähe zum Kunden zu verlieren?

Die Antwort liefert ein Modell der Taunus Sparkasse und der Frankfurter Volksbank. Dort betreiben die VR-Bank und die Sparkasse gemeinsam eine Geschäftsstelle vor Ort, den sogenannten „FinanzPunkt“, um für ihre Kunden erreichbar zu sein und gleichzeitig Wettbewerber zu bleiben. Durch die getrennten Service- und Beratungszeiten der gemeinsamen Geschäftsstelle ist die Wahrung des Bankgeheimnisses und des Datenschutzes gewährleistet. Diese Initiative soll nun auch im Landkreis Ansbach erstmalig an den Start gehen. Hierfür unterzeichneten die Vorstandsvorsitzenden der örtlichen Kreditinstitute, Werner Frieß und Dr. Gerhard Walther, kürzlich einen Kooperationsvertrag zur Schaffung von „FinanzPunkten“ in Lehrberg und Flachslanden, die voraussichtlich im Sommer 2022 in Betrieb genommen werden.

Sozusagen eine Win-Win-Win-Situation für die Kunden, für die Region und die Institute. Denn wenn sich die beiden Regionalbanken ohne Kooperation lediglich an der Kostenlogik orientieren würden, wäre oftmals eine Schließung kleinerer Geschäftsstellen in ländlich gelegenen Regionen die Folge. Um dort dennoch ein klares Zeichen für eine persönliche Betreuung der Kunden vor Ort zu setzen, werden die Sparkasse Ansbach und die VR-Bank Mittelfranken West eG die Synergien, die sich aus einem FinanzPunkt ergeben, nutzen. Die positiven Resonanzen der bereits vorhandenen FinanzPunkte in weiteren Regionen bzw. Bundesländern sprechen für sich.

In Lehrberg wird für die Einrichtung des „Finanzpunktes“ die dortige VR-Bank-Filiale genutzt und in Flachslanden das Sparkassengebäude. Beide Standorte können durchaus zum Muster für weitere gemeinsame Geschäftsstellen werden, sofern sich das Konzept – davon sind Dr. Gerhard Walther und Werner Frieß allerdings überzeugt – auch in der Region Ansbach in der Praxis bewährt.

Quelle und Foto: Sparkasse Ansbach

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