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Arbeitsmarktbericht September 2021 für Westmittelfranken

Saisonbedingt mehr Arbeitslose in Westmittelfranken

Ansbach, 4. Oktober 2021 – Arbeitslosigkeit in Westmittelfranken sinkt und nähert sich langsam dem Vorkrisenniveau an. Die Zahl der Arbeitslosen in Westmittelfranken sinkt im Vergleich zum Vormonat um 243 Meldungen auf 4.666. Die Arbeitslosenquote nimmt um 0,1 Prozentpunkte ab und liegt bei 2,7 Prozent.

„Damit setzt sich der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt nach dem krisenbedingten Anstieg weiter fort. Zwar sinkt im September durch den Start des Ausbildungsjahres und der Beschäftigungsaufnahme nach dem Sommerurlaub die Zahl an Arbeitslosen saisonüblich, in diesem Jahr liegt sie aber um 1.142 unterhalb des Vorjahreswertes. Erfreulich ist zudem, dass sich durch die rückläufigen Meldezahlen die Arbeitslosigkeit langsam wieder dem Vorkrisenniveau annähert.“, so Wolfgang Langer, stellv. Chef der Arbeitsagentur Ansbach-Weißenburg und Thomas Dippold, Chef der Agentur Fürth.

Arbeitslosenzahl im September 2021:                    4.666
Arbeitslosenzahl im Vorjahr:                                      5.808
Arbeitslosenquote im September 2021:                2,7 %
Arbeitslosenquote im Vorjahr:                                  3,5%

„Lieferengpässe und das Fehlen von Vorprodukten belasten aktuell viele Branchen in der Region. Diese Aspekte überlagern zum Teil die Corona-bedingten Einschränkungen und bremsen damit den Aufschwung in der Wirtschaft aus. Dies zeigt sich auch daran, dass weniger Menschen aus der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung einmünden konnten als im Vorjahresmonat.“, erklären die Arbeitsmarktexperten.

Stellenbestand übersteigt Vorkrisenniveau deutlich
Der Bestand an offenen Arbeitsstellen steigt seit Jahresbeginn kontinuierlich. Gab es zum Jahresbeginn 2021 noch rund 3.480 Mitarbeiterbedarfe zu decken, so sind es im September mit 4.219 Stellen bereits deutlich mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. „Damit liegt das Stellenpotential auch weit über dem Wert vor dem Pandemieausbruch.“, sagen Langer und Dippold. Im September 2019 lag der Stellenbestand bei 3.818. Den größten Personalbedarf gibt es in der Zeitarbeit (1.094 offene Stellen im Bestand), gefolgt vom verarbeitenden Gewerbe (629), dem Gesundheits- und Sozialwesen (532), dem Handel (450), dem Baugewerbe (375) und der Gastronomie (234).

Ein Berufsabschluss ist und bleibt wichtig
Insgesamt sind im Stellenbestand nur 30 Prozent der Stellen für Helfer*innen geeignet. Mit knapp 3.000 Stellen ist der überwiegende Teil auf Fachkraft- oder Spezialisten-Niveau. „Dies zeigt, wie wichtig eine Berufsausbildung ist. Gerade junge Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf müssen sich dessen bewusst sein. Für Beschäftigte, die einer Tätigkeit ohne entsprechende Ausbildung nachgehen empfiehlt es sich dagegen, berufsbegleitende Weiterbildungsangebote zu nutzen oder Berufsabschlüsse nachzuholen, um auf die Veränderungen am Arbeitsmarkt vorbereitet zu sein. Für Fragen in diesem Zusammenhang stehen die Beratungsfachkräfte der Arbeitsagentur gerne zur Verfügung.“, werben Langer und Dippold.

Arbeitsmarktentwicklung in den Rechtskreisen SGB III und SGB II
Von den insgesamt 4.666 Arbeitslosen werden mit 2.662 Personen 57,1 Prozent von der Agentur für Arbeit betreut. Im Vergleich zum Vormonat sind das 186 Personen weniger, die nach dem Ende ihrer Erwerbstätigkeit Arbeitslosengeld I gemäß dem SGB III beziehen. Im Vorjahresvergleich liegt eine deutliche Reduzierung um 1.088 Meldungen vor.
Bei den Jobcentern beziehen 2.004 Personen Leistungen nach dem SGB II. Im Vergleich zum Vormonat sind das 57 Meldungen weniger. Zum Vorjahr liegt eine Reduzierung um 54 Kunden vor.

Stadt und Landkreise

Der Arbeitsmarkt in der Stadt Ansbach
Die Arbeitslosenquote sinkt in der Stadt Ansbach im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf aktuell 3,7 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahr liegt sie um 1,2 Prozentpunkte niedriger. Die Zahl der Arbeitslosen vermindert sich im Vergleich zum Vormonat um 49 auf 890, im Vorjahresvergleich nimmt sie um 288 ab.
Im Stadtgebiet sind beide Rechtskreise auf Erholungskurs. Die Reduzierung bei den Jobcenterkunden, und damit bei den Leistungsbeziehern nach dem SGB II, fällt allerdings im Vorjahresvergleich geringer aus als bei der Arbeitsagentur. Im SGB-III-Bereich liegt hier die Arbeitslosigkeit bei 402, das sind 222 Arbeitslose bzw. 35,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Bereich SGB II liegt sie bei 488, was einem Minus von 66 Personen bzw. 11,9 Prozent zum Vorjahr entspricht. Im Vormonatsvergleich haben sich die Zahlen ebenfalls in beiden Rechtskreisen reduziert. Im SGB III um 32 Meldungen, im SGB II um 17.
Die Arbeitgeber im Stadtgebiet melden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter im September 128 neue Stellen, das sind 89 weniger als vor einem Monat und 82 weniger als im Vorjahresmonat. Insgesamt sind im Stadtgebiet Ansbach 689 freie Stellen im Bestand (Vorjahr -7).

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Ansbach
Die Arbeitslosenquote sinkt im Landkreis Ansbach im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 2,4 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahr liegt sie um 0,4 Prozentpunkte niedriger. Die Zahl der Arbeitslosen reduziert sich im Vergleich zum Vormonat um 118 auf 2.568, im Vorjahresvergleich nimmt sie um 488 ab.
Im Landkreis liegt die Arbeitslosigkeit im SGB-III-Bereich bei 1.599, das sind 519 Arbeitslose bzw. 24,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Bereich SGB II, und damit bei den Leistungsbeziehern der Jobcenter, liegt sie bei 969, was einem Plus von 31 Personen bzw. 3,3 Prozent zum Vorjahr entspricht. Im Vormonatsvergleich hat sich die Kundenanzahl im Rechtskreis SGB III um 123 reduziert, im SGB II ist sie mit einem leichten Plus von fünf nahezu auf Vormonatsniveau geblieben. Die Arbeitgeber des Landkreises Ansbach melden dem Arbeitgeber-Service im September 339 neue Stellen, das sind 303 weniger als vor einem Monat und drei weniger als im Vorjahresmonat. Insgesamt sind 2.439 freie Stellen im Bestand (Vorjahr +789).

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Der Arbeitsmarkt im Landkreis Neustadt/Aisch-B. Windsheim
Die Arbeitslosenquote sinkt im Landkreis Neustadt-Aisch/Bad Windsheim im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 2,1 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahr liegt sie um 0,6 Prozentpunkte niedriger. Die Zahl der Arbeitslosen reduziert sich im Vergleich zum Vormonat um 76 auf 1.208, im Vorjahresvergleich nimmt sie um 366 ab.
Im Landkreis liegt die Arbeitslosigkeit im SGB-III-Bereich bei 661, das sind 347 Arbeitslose bzw. 34,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Bereich SGB II, und damit bei den Leistungsbeziehern der Jobcenter, liegt sie bei 547, was einem Minus von 19 Personen bzw. 3,4 Prozent zum Vorjahr entspricht. Im Vormonatsvergleich hat sich die Kundenanzahl im Rechtskreis SGB III um 31 reduziert, im SGB II ist sie um 45 gesunken.
Die Arbeitgeber melden dem Arbeitgeber-Service im September 188 neue Stellen, das sind 20 weniger als vor einem Monat und elf mehr als im Vorjahresmonat. Insgesamt sind 1.091 freie Stellen im Bestand (Vorjahr +247).

Quelle: Agentur für Arbeit

 

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