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Ansbacher Klimatelegramm April 2022

ANSBACH – “April, April, der weiß nicht was er will…”. Oh wie wahr! Der April verpatzte heuer den Start in den Frühling zunächst komplett – statt Vogelgezwitscher gab es in und um Ansbach am 1. und 2. April 2022 über zwei Tage hinweg Dauerschneefall. Die Osterfeiertage hingegen, vor einem Jahr noch mit Spätwinterwetter „einwattiert“, glänzten heuer mit viel Sonne, nur die Temperaturen der Karwoche mit bis zu 22 Grad konnten sich nicht halten, als ein kalter Ostwind die Werte neuerlich unter 15 Grad drückte. Da die Temperaturen in der zweiten Monatshälfte keine Fahrt aufnahmen, endete der April Dank des Winterwetters zu Monatsbeginn im Vergleich zu 1991 bis 2020 viel zu kalt. Im Vergleich zu 1961 bis 1990 war er hingegen durchschnittlich – Klimawandel sei Dank.

Dank der meist kühlen Witterung wurde im April in Ansbach mit 21,8 °C am 13. April die niedrigste Tageshöchsttemperatur zu dieser Jahreszeit seit dem April 2016 (nur 19,7 °C) verzeichnet. Am 2. April wurde mit einer Tageshöchsttemperatur von gerade mal 0,3°C sogar ein „Eistag“ mit Dauerfrost nur knapp verfehlt.

Seit die Wetteraufzeichnungen 1947 nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgenommen wurden, gab es soviel Schnee wie heuer (11 cm hoch lag er am 2. April an der Wetterstation in Schalkhausen) in einem April übrigens nur noch 1978 (14 cm) und 1973 (29 cm).

Dank der kräftigen Schneefälle zu Monatsbeginn sowie am 8./9., aber auch Dank des Dauerregen am 24. April erfüllte der April sein Niederschlagssoll zu mehr als 200 Prozent – er war so nass wie seit 1994 nicht mehr. Zudem zählt er zu den 17 nassesten April-Monaten seit Messbeginn 1879 überhaupt.

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