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Allersberg: +++ Gefährlicher Eingriff in den Schienenverkehr – Zeugen gesucht +++

Am Sonntag, 07.10.2018 gegen 23.15 Uhr bemerkte der Lokomotivführer des ICE 821 (Dortmund – München) auf der Fahrt von Nürnberg Hauptbahnhof nach München Hauptbahnhof auf Höhe Allersberg (Mfr.) ein verdächtiges Geräusch an seinem Zug.
Er kontrollierte am Hauptbahnhof München den Triebwagen und bemerkte eine Beschädigung an der Frontscheibe.

Seitens der Verantwortlichen der Deutschen Bahn AG wurde ein Kurzschluss auf der Bahnstrecke festgestellt.
Aufgrund nachträglicher Untersuchungen der Bundespolizei ergaben sich am 24.10.2018 und vertiefend am 26.10.2018 Anhaltspunkte, dass offensichtlich von Unbekannten ein Stahlseil über die Gleise gespannt wurde. Reste davon konnten an der Strecke gefunden sichergestellt werden; ebenso Holz- und Eisenteile, die
möglicherweise auf die Gleise aufgebracht waren.

Dabei wurde auch in der Nähe des Tatortes ein Drohschreiben in arabischer Sprache und an einem Brückenpfeiler ein Graffiti mit arabischen Schriftzeichen gefunden.
Die Generalstaatsanwaltschaft München, Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET), übernahm am 26.10.2018 zusammen mit dem Bayerischen Landeskriminalamt die Ermittlungen.

Unterstützt werden die Ermittler durch das Polizeipräsidium Mittelfranken, durch die Bundespolizei, durch das Bundeskriminalamt und durch das Polizeipräsidium München. Eine konkrete Bewertung des möglichen Schadenspotenzials bei derartigem Vorgehen wird unter fachlicher Einbindung des Eisenbahnbundesamtes
erstellt.

Die Bewertung des Drohschreibens ist noch nicht abgeschlossen. Es wird derzeit u.a. in enger Zusammenarbeit mit der Operativen Fallanalyse ausgewertet und bewertet.

Mittlerweile wurden am Tatort mehrere Absuchen durchgeführt, bei denen auch ein Hubschrauber zum Einsatz kam.
Die Ermittlungen werden intensiv in alle Richtungen geführt.

Zeugenaufruf:

Hinweise auf verdächtige Personen oder verdächtige Wahrnehmungen nimmt das Bayerische Landeskriminalamt unter 0800/300 00 60 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Quelle: LKA München

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