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„80 Jahre danach“ – Ansbach erinnert an Robert Limpert, Krieg und Versöhnung

Ansbach, 15. Juli 2025 – Unter dem Titel „80 Jahre danach“ lädt die Stadt Ansbach heute zu mehreren besonderen Veranstaltungen ein, die im Zeichen des Gedenkens, des Miteinanders und der Erinnerung stehen. Anlass sind die 80. Jahrestage des Kriegsendes, der Befreiung vom NS-Regime und der Luftangriffe auf Ansbach.

Ein zentraler Fokus liegt auf dem Gedenken an Robert Limpert, der 1945 im Alter von nur 19 Jahren als Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime in Ansbach hingerichtet wurde. Anlässlich seines 100. Geburtstags findet um 17 Uhr eine feierliche Kranzniederlegung an seinem Grab auf dem Stadtfriedhof statt. Teilnehmen werden u.a. der Erzbischof von Bamberg, Herwig Gössl, Oberbürgermeister Thomas Deffner sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerbewegung für Menschenwürde.

Um 18 Uhr folgt eine ökumenische Andacht in der Kirche St. Gumbertus zum Gumbertustag, bei der neben Erzbischof Gössl auch Regionalbischöfin Gisela Bornowski mitwirkt. Auch hier steht das Gedenken an Limpert im Mittelpunkt.

Bereits am Vormittag begann auf dem Martin-Luther-Platz die Abschlussveranstaltung des Kunstprojekts „Verkehrsschilder der Gerechtigkeit“ von Johannes Volkmann. Höhepunkt: Das über 30 Meter lange „Europäische Tischtuch“, das als Symbol für Völkerverständigung und friedliches Miteinander mitten in der Stadt ausgerollt wurde. Es wurden zudem alle beteiligten Projekte und Aufstellorte vorgestellt.

Der Tag endet ab 19 Uhr mit einem gemeinsamen Essen direkt am Europäischen Tischtuch. Der Integrationsbeirat der Stadt Ansbach serviert Speisen aus verschiedenen Ländern. Alle Gäste sind eingeladen, selbst etwas mitzubringen und den Abend in Gemeinschaft und Dialog ausklingen zu lassen.

Mit diesen Veranstaltungen setzt Ansbach ein starkes Zeichen für Erinnerungskultur, Frieden und den Zusammenhalt in Europa – 80 Jahre nach dem Ende eines dunklen Kapitels der Geschichte.

Quelle: Stadt Ansbach