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7. Bayerische Impfwoche: Infektion mit Humanen Papillomviren vorbeugen

Ansbach, 8. Juli 2024 – Die Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI) stellt die siebte bayerische Impfwoche vom 15. bis 21. Juli erneut unter das Motto „Impfung gegen HPV schützt vor Krebs“ Die LAGI ist ein Zusammenschluss von Ärzten, Apothekern, Hebammen, Krankenkassen, dem öffentlichen Gesundheitsdienst sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. Im Mittelpunkt der Bayerischen Impfwoche steht die Information über Sinn und Zweck eines umfassenden Impfschutzes.

Humane Papillomviren (HPV) sind weit verbreitet. Übertragen werden sie vor allem durch sexuellen Kontakt. Eine Infektion verläuft normalerweise unbemerkt und heilt meist von selbst aus. Bleibt die Infektion über Jahre bestehen, können bestimmte Virustypen jedoch zu Zellveränderungen im Körper führen und das Risiko für Tumore erhöhen. Jüngere Frauen erkranken hauptsächlich an Gebärmutterhalskrebs, bei Männern verursachen HPV vor allem Tumore im Mund-, Rachen-, Genital- und Analbereich. In Deutschland erkranken jährlich etwa 4.600 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, rund 1.600 Erkrankte versterben daran. Der beste Schutz gegen eine Infektion mit HPV ist die rechtzeitige Impfung. „Aber gerade bei der HPV-Impfung gibt es nach wie vor große Defizite“, so Ulrike Kroemer, Gesundheitsexpertin bei der AOK in Ansbach.

 

AOK Bayern übernimmt Impfkosten bis 25 Jahre

Auf Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen im Alter zwischen neun und 14 Jahren angeboten, Nachholimpfungen bis einschließlich 17 Jahre. Die Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. „Die HPV-Impfung kann einer Ansteckung mit dem Erreger vorbeugen und sollte idealerweise vor Aufnahme erster sexueller Kontakte durchgeführt werden, sie kann aber auch nach ersten sexuellen Erfahrungen verabreicht werden“, so Ulrike Kroemer. Je früher die Impfung nachgeholt wird, desto besser. Impfungen gehören aus Sicht der AOK zu den wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen, um Kinder und Erwachsene vor schweren Krankheiten zu schützen. „Unsere Beobachtungen zeigen, dass es insbesondere bei jungen Menschen zwischen 18 bis 25 Jahren eine hohe Nachfrage nach der HPV-Impfung gibt“, so Ulrike Kroemer. „Aus diesem Grund haben wir beschlossen, dieser Altersgruppe den Zugang zu einer vollständigen HPV-Impfung zu ermöglichen und bieten die Impfung als zusätzliche Leistung auch dieser Altersgruppe an.“

Zusätzliche Informationen unter:
www.aok.de -> Leistungen&Services -> Leistungen -> Buchstabe I -> Impfung gegen HPV

www.lgl.bayern.de -> Gesundheit -> Prävention
-> Impfen -> Bayerische Impfwoche

www.rki.de -> Infektionsschutz -> Impfen -> Impfungen A-Z