Ansbach, 29. April 2026 – Das Kulturforum Ansbach e.V. zeigt mit Walter Seidel einen Maler, der bewusst gegen den Strom der Gegenwartskunst arbeitet. Während vielerorts Konzept und Experiment dominieren, setzt Seidel auf handwerkliche Präzision, klassische Techniken – und eine beinahe altmeisterliche Geduld.
Zur Vernissage der Ausstellung „Altmeisterliche Malerei“ am 15. Mai im Kunsthaus R3 wird ein Werk präsentiert, das sich zwischen detailgenauer Naturbeobachtung und erzählerischer Bildfantasie bewegt.
Seidel ist Autodidakt – und gerade das prägt seine Arbeit. Ohne akademische Schule hat er sich Techniken angeeignet, die an niederländische und deutsche Maltraditionen erinnern. Seine Stillleben, botanischen Studien und Interieurs wirken wie aus der Zeit gefallen: minutiös ausgearbeitet, ruhig, fast meditativ. Gleichzeitig öffnen sie Räume für Geschichten, die über das rein Sichtbare hinausgehen.
Besonders in seinen sogenannten „PhantaRealistischen“ Arbeiten verlässt Seidel die reine Abbildung. Hier verbindet er Wirklichkeit und Imagination zu eigenwilligen Bildwelten, in denen Themen wie Vergänglichkeit, Zeit und menschliche Existenz anklingen – ohne je ins Pathetische zu kippen.
Die Ausstellung zeigt damit mehr als nur handwerkliches Können. Sie ist auch ein stiller Gegenentwurf zur schnellen Bilderwelt der Gegenwart – und eine Einladung, sich Zeit zu nehmen: zum Schauen, zum Entdecken, zum Verweilen.
Die Vernissage bietet die Gelegenheit, mit dem Künstler persönlich ins Gespräch zu kommen.
Die Ausstellung „Walter Seidel – Altmeisterliche Malerei“ ist vom 15. Mai bis 21. Juni 2026 im Kunsthaus R3 in Ansbach zu sehen. Geöffnet ist mittwochs und samstags von 10 bis 13 sowie 14 bis 17 Uhr, donnerstags, freitags und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Ausstellung: „Walter Seidel – Altmeisterliche Malerei“
Ort: Kunsthaus R3, Reitbahn 3, 91522 Ansbach
Laufzeit: 15. Mai bis 21. Juni 2026
Öffnungszeiten: Mi, Sa 10–13 und 14–17 Uhr; Do, Fr, So 14–17 Uhr
Eintritt: frei
Vernissage: 15. Mai, 19 Uhr
Quelle: Pressemitteilung, Kulturforum Ansbach e.V.
